05/09/2022
Am 15.10 mit dem AKB-HH auf die Straße gegen Inflation, Mietenwahn, Krieg, Querdenken und Corona!
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+++ 15.10 SAVE THE DATE +++
Es fehlen noch einige Details aber wir müssen auf die Straße!
Daher hier schon Ankündigung und Aufruf.
Die aktuellen Krisen spitzten sich immer weiter zu. Die Inflation frisst Löhne und Sozialleistungen auf und wir schlittern auf einen dritten Corona-Winter in Folge zu, ohne dass es einen Ausweg zu geben scheint. Weder die angespannte Mietensituation, noch die Klimakrise werden ernsthaft angegangen. Nach 2 Jahren Pandemie läuft es auf eine Durchseuchungsstrategie hinaus.
Eine Änderung ist gar nicht erst gewollt: die Regierung hofft, die Situation aussitzen zu können, solange die Gewinne sprudeln. Sie lässt die Pandemie auf kleinster Stufe köcheln und speist Inflationsopfer und Armutsbetroffene mit Kleinigkeiten ab. Von den Themen Mietenpolitik und Klimakrise sind uns Verschleppung und Untätigkeit schon bekannt – bei gleichzeitiger Symbolpolitik, wie einem kurzzeitigem 9€-Ticket oder Applaus vom Balkon. So soll von der berechtigten Wut abgelenkt werden.
Die Kosten für die Krisen werden nach unten umverteilt und treffen nicht die Verursacher*innen, sondern die breite Masse der Gesellschaft, die auch mit ihren Grundrechten bezahlt. Wer sich selbst nicht schützen kann, wird zurückgelassen. Diesen Winter besteht die Gefahr, dass unsere Interessen auch weiterhin nicht von den Mächtigen beachtet werden.
Was wie Unfähigkeit aussieht, ist Klassenkampf von oben. In der Krise zeigt sich der undemokratische Charakter des Systems, welches Geld und Macht unablässig nach oben verteilt und dessen Konkurrenzgesellschaft weder Raum für Solidarität und Frieden, noch für ökologisches Handeln hat. Diese Zustände wirkten sich jeden Tag aus. Die drohende Massenarmut ist nicht nur Christan Lindner egal – keine Fraktion der Herrschenden hat ein tatsächliches Interesse daran, uns als Jugendliche, Migrant*innen, Arbeiter*innen und anderweitig Unterdrückte zu entlasten.
Als Reaktion darauf zeigen sich Proteste ohne Zukunftsperspektive, die die kapitalistischen Dogmen und fehlgeleiteten Freiheitsbegriffe bestärken, statt sie zu kritisieren. Oft werden sie von Rechtsradikalen getragen und sind von Antisemitismus durchsetzt. Diese Antworten kommen uns allen teuer zu stehen. Aber Streikbewegungen wie die der Hafenarbeiter*innen in Norddeutschland oder der Pflegekräfte in NRW zeigen, dass es auch anders möglich ist.