Informationen zur Tradition der Osterfeuer am Blankeneser Elbstrand - und zu möglichen Bürgerbegehren im Hamburger Bezirk Altona zur Erhaltung dieser Tradition. Die Tradition der Osterfeuer (elbaufwärts gezählt: "Viereck", "Knüll", "Osten" und "Mühlenberg") am Elbstrand der ehemaligen Fischerdörfer Blankenese und Dockenhuden ist Jahrhunderte alt und wird von den hier wohnenden Familien und Nachbar
n insbesondere im Blankeneser Treppenviertel Jahr für Jahr gelebt und von Generation zu Generation weitergegeben. Die im Dezember 2019 neu in ihr Amt gekommene Leiterin des Bezirksamts Altona, Frau Dr. Stefanie von Berg (GRÜNE), hat in einem Online-"Hintergrundgespräch" für die Medien vom Freitag, den 4. Die damaligen Meinungsverschiedenheiten konnten jedoch schon im Frühjahr 2022 beigelegt werden. Zum Hintergrund: Vom Errichten und Abbrennen der Traditionsfeuer und ihrem kontrollierten Abbrennen am Abend des Ostersamstags klar zu unterscheiden ist der Besuch des Blankeneser Elbstrands am Abend der Ostersamstage, um dort gemeinsam an den Feuern entlang mit Freunden spazieren zu gehen, vielleicht etwas zu trinken und je nach Temperatur an dem einem oder anderen Feuer zu verweilen. Diese Freizeitmöglichkeit, die je nach Wetter sehr viele Hamburgerinnen und Hamburger aus allen Teilen der Stadt wahrnehmen, wird seit mehr als zwanzig Jahren von der Stadt (!), den Medien, Barkassenführern und anderen beworben, aber sicher nicht von den Aufbauern der Feuer aus der Nachbarschaft. Die Blankeneser Osterfeuer sind damit ein Traditionsgut aller Hamburgerinnen und Hamburger, für die die Anwohner und Aufbauer aus dem Treppenviertel/alten Fischerdorf die Vorarbeit leisten - Jung und Alt, Hand in Hand und über alle Berufe und "soziale" Gruppen hinweg. Vom Gründonnerstag bis Ostersamstag gibt es hier nur eines, was zählt: die vier Feuer "Osten", "Knüll", "Viereck" und "Mühlenberg", jedes in seiner traditionellen Architektur und Bauweise, jedes für seine Aufbauerinnen und Aufbauer schöner als die anderen. Für die meisten der Aufbauer sind die jährlichen Osterfeuer wichtiger als Weihnachten und Geburtstag zusammen. Was zählt, sind die Gemeinschaft und die Erhaltung dieses wunderschönen, jahrhundertealten Brauches. Solche Traditionen und Brauchtümer stiften Identität und Gemeinschaft, sie schaffen für Menschen ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Wichtig ist es dafür aber, das sie gelebt werden, Jahr für Jahr. UNESCO-Weltkulturerbe? Aktuell laufen Gespräche auf verschiedenen Ebenen mit dem Ziel einer einvernehmliche Erhaltung der Osterfeuer-Tradition - und das ist gut so! Die Schwester-Tradition des sog. Biikebrennens in Nordfriesland ist aus gutem Grund inzwischen als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt: https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe/immaterielles-kulturerbe-deutschland/biikebrennen
Bei der historischen, mehrere Hundert Jahre zurück reichenden Tradition der Blankeneser Osterfeuer gibt es keine fest strukturierten Organisationseinheiten und auch keine Veranstalter, sondern lediglich einen historischen Brauch, der von Anwohnern/Nachbarn in von Jahr zu Jahr lose wechselnder Zusammensetzung traditionell gepflegt wird. Das macht die Tradition aus! Es gibt keine Abstimmung unter den vier Feuern und auch keine „Gäste“. Soweit Besucher aus dem Hamburger Stadtgebiet in den vergangenen Jahren am Ostersamstag abends an den Blankeneser Strand gekommen sind, sind diese nicht Teilnehmer einer Veranstaltung gewesen, sondern schlicht Hamburgerinnen und Hamburger, die einen abendlichen Spaziergang am Strandweg entlang der verschiedenen unabhängigen Traditionsfeuer gemacht haben. Im Frühjahr ist es sehr schnell zu einem Schulterschluss zwischen der Bezirksversammlung, den Feuerbauern und schließlich auch dem Bezirksamt gekommen. Und auch in diesem Jahr spricht alles dafür, dass die Tradition weiter gelebt wird ..,