Stadtarchiv Halle (Saale)

Stadtarchiv Halle (Saale) Historisches Gedächtnis der Stadt Sie sind keine Angebote vom Stadtarchiv, sondern bloße Hinweise auf andere Webseiten.

Das Stadtarchiv hat es sich zur Aufgabe gemacht, das kulturelle Erbe der Stadt Halle zu bewahren und das historische Bewusstsein der Bürger zu fördern, eigene Forschungen zu betreiben und bei der Klärung von Rechtsfragen zu helfen. Haftungshinweis:

Links zu den Webseiten Dritter im Rahmen der Facebookseite vom Stadtarchiv Halle Saale verweisen auf für das Stadtarchiv fremde Inhalte. Das Stadtarchiv hat weder technisch noch tatsächlich Einfluss auf solche Webseiten, macht sich Inhalte, die auf solchen Webseiten zugänglich sind, nicht zu eigen, ist für die Verfügbarkeit solcher externer Websites nicht verantwortlich oder haftbar und schließt jede Haftung oder Gewährleistung mit Bezug auf diese aus, soweit keine positive Kenntnis von rechtswidrigen Inhalten besteht. Copyright:

Eine Verwertung der urheberrechtlich geschützten Beiträge und Abbildungen, insbesondere durch Vervielfältigung oder Verbreitung auch in elektronischer Form, ist ohne vorherige Zustimmung unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt.

Wir sind noch immer ganz freudig über diesen besonderen Neuzugang: Am Montag hat der Verein für hallische Stadtgeschicht...
16/09/2026

Wir sind noch immer ganz freudig über diesen besonderen Neuzugang: Am Montag hat der Verein für hallische Stadtgeschichte e. V. dem Stadtarchiv Halle eine mehr als 600 Jahre alte königliche Pergamenturkunde übergeben.

Möglich wurde der Ankauf durch die großzügige Förderung der Volksbank Halle (Saale) eG und der VR-Stiftung.

Ein außergewöhnliches Zeugnis hallischer Stadtgeschichte – und ein schöner Anlass, dem Verein für hallische Stadtgeschichte,, Volksbank Halle (Saale) eG und allen Beteiligten herzlich zu danken.

Mehr lesen: https://dubisthalle.de/historischer-schatz-fuer-halle-bisher-unbekannte-koenigsurkunde-feierlich-an-das-stadtarchiv-uebergeben-war-halle-reichsstadt/

🥂
15/09/2026

🥂

Der markante Klinkergebäudekomplex am Steintor prägt für viele Passantinnen und Passanten das Straßenbild – dass sich an...
11/09/2026

Der markante Klinkergebäudekomplex am Steintor prägt für viele Passantinnen und Passanten das Straßenbild – dass sich an seiner Stelle einst ein traditionsreicher Ausspannhof und eine berüchtigte Studentenkneipe befand, wissen dagegen wohl nur wenige.

Die Existenz des ehemaligen Gasthaus Grüner Hof ist schon für das 16. Jahrhundert belegt. Ursprünglich wurde der Hof als Vorwerk des Amtes Giebichenstein errichtet. Als solche wurde die Anlage im Dreißigjährigen Krieg von den Truppen Wallensteins niedergebrannt. Nach dem Wiederaufbau entwickelte sich der Grüne Hof aufgrund seiner Lage an drei wichtigen Landstraßen zu einem Ausspannhof. Hier gab es neben der Möglichkeit der Übernachtung und Bewirtung für die Reisenden auch Platz für deren Pferde und Wagen.

Nach der Gründung der Friedrichs-Universität in Halle wurde die Gastwirtschaft vor den Toren der Stadt vor allem von Studenten frequentiert. Sie geriet schnell als üble Studentenkneipe in Verruf, besonders nach einer Episode aus dem Jahr 1716. Hier soll eine Gruppe von etwa 30 Studenten im Grünen Hof ein mehrtägiges Trinkgelage veranstaltet haben, das mehrere Todesopfer unter diesen gefordert haben soll. Erst als am nahe gelegenen Rossplatz regelmäßig Vieh- und Jahrmärkte abgehalten wurden, wurde das Lokal wieder stärker von nichtstudentischem Publikum besucht.

Besonders Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Grüne Hof laut der lokalen Presse eher als „Schandfleck“ und „Verkehrshindernis“ wahrgenommen.

Am Mittwoch vor 100 Jahren, am 9. September 1926, bot die Inhaberfamilie Lippert der Stadt den Hof für 350.000 Mark zum Kauf an. Der Ankauf wurde einen Monat später bestätigt. Das Gebäude sollte abgerissen werden und so Platz für den hallischen Sitz der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung machen.

Der Baubeginn dafür startete im Februar 1929. Unter der Aufsicht von Stadtbaurat Wilhelm Jost wurden die durch einen viertelkreisförmigen Trakt miteinander verbundenen Klinkergebäude im Stil des Neuen Bauens errichtet. Heute befindet sich in dem Gebäude unter anderem ein Seniorenwohnheim.

Optisch wird der Lutherplatz bis heute vom Wasserturm Süd dominiert. 45 Meter in die Höhe erstreckt sich der zehneckige,...
31/08/2026

Optisch wird der Lutherplatz bis heute vom Wasserturm Süd dominiert. 45 Meter in die Höhe erstreckt sich der zehneckige, rot-blau verklinkerte Bau und ist bis heute als trinkwassertechnische Anlage in Betrieb. Im Vergleich deutlich unscheinbarer ist der südlich vorgelagerte Bau, der für 70 Jahre als Umspannwerk fungierte und den Süden der Stadt mit Strom belieferte.

In den Jahren 1927 und 1928 wurde das Ensemble aus Wasserturm, Wasserreservoir und dem Umspannwerk unter Federführung des Stadtbaurats Wilhelm Jost errichtet. Der breitgelagerte Flachdachblock des Umspannwerkes sollte dabei bewusst als Kontrast zum Wasserturm dessen vertikale Wirkung unterstreichen.

Neben der Versorgung der Privathaushalte und der Wirtschaftsbetriebe im Süden Halles wurde vom Lutherplatz auch die elektrifizierte Straßenbahn durch 3 Abzweige mit Strom gespeist. Ab 1972 erhielt das Werk seinen Strom ausschließlich aus dem neu errichteten Heizkraftwerk in der Dieselstraße.

Als Umspannwerk diente der Bau bis in das Jahr 1998, nach dem Rückbau von Transformatoren wurde er bis 2010 als einfaches Schalthaus betrieben. Heute beherbergt er das Historische Technikzentrum der Stadtwerke Halle, in dem nicht nur die Anlagen und Funktionen des Umspannwerkes ausgestellt sind, sondern auch die Geschichte der Stadtwerke und der technischen Entwicklungen Stadt.

Stadtwerke Halle
Themenjahre Halle

HERZLICHE EINLADUNG Wir eröffnen am Donnerstag, um 18 Uhr die AusstellungCLAUDIA BERG | Mappen- und KünstlerbücherMit de...
31/08/2026

HERZLICHE EINLADUNG

Wir eröffnen am Donnerstag, um 18 Uhr die Ausstellung
CLAUDIA BERG | Mappen- und Künstlerbücher

Mit dem Beginn des Septembers verändert sich der Blick auf die Landschaft – Licht, Farben und Stimmungen beginnen sich zu wandeln. Passend dazu zeigt das Stadtarchiv Halle (Saale) die Ausstellung CLAUDIA BERG | Mappen- und Künstlerbücher.

Claudia Berg setzt sich in ihrem künstlerischen Werk mit Landschaft, Architektur und dem Verhältnis von Raum und Zeit auseinander. Dabei entstehen Arbeiten in unterschiedlichen Techniken und Formaten. Die Ausstellung im Stadtarchiv widmet sich insbesondere ihren Mappen und Künstlerbüchern und eröffnet damit einen besonderen Einblick in ihr Schaffen.
Mappen und Künstlerbücher ermöglichen, Arbeiten in ihrer Abfolge und im Zusammenspiel miteinander zu betrachten. Sie verbinden einzelne künstlerische Arbeiten zu eigenständigen Zusammenhängen und machen unterschiedliche Perspektiven auf Orte, Räume und Landschaften erfahrbar.

Die Ausstellung im Stadtarchiv ist Teil eines besonderen Ausstellungsvorhabens in Halle. Zeitgleich sind zwei weitere Einzelausstellungen von Claudia Berg zu sehen:
„Zeit im Raum“ in der Galerie Erik Bausmann, Martha-Brautzsch-Straße 13, und „Zeit in der Landschaft“ in der Kunsthalle „Talstrasse“, Talstraße 23.
Damit widmen sich im September drei Ausstellungsorte in Halle dem Werk von Claudia Berg und setzen unterschiedliche Schwerpunkte in ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit Raum, Zeit und Landschaft.

Eröffnung
Donnerstag, 3. September 2026, 18 Uhr
Die Ausstellung wird in Anwesenheit der Künstlerin eröffnet.
Begrüßung:
Ralf Jacob, Stadtarchivar
Zur Ausstellung spricht:
Andreas Montag, Kulturjournalist und Schriftsteller

Die Ausstellung ist bis 15. Oktober 2026 während der Öffnungszeiten des Stadtarchivs zu sehen.

Der Eintritt ist frei. Ein barrierefreier Zugang ist möglich – bitte sprechen Sie bei Bedarf das Team des Stadtarchivs an.

Wer im 18. und 19. Jahrhundert in der Stadt Halle zu Gast war und etwas auf sich hielt, musste im Gasthof „Zum Kronprinz...
07/08/2026

Wer im 18. und 19. Jahrhundert in der Stadt Halle zu Gast war und etwas auf sich hielt, musste im Gasthof „Zum Kronprinz“ in der Kleinen Klausstraße 16 Quartier beziehen. Vor 330 Jahren, am 3. August 1696, bestätigte Kurfürst Friedrich III. zu Brandenburg den Kauf des Gebäudes durch Philipp Ernst Erpel und verlieh diesem gleichzeitig das Privileg zum Weinausschank in dem Gebäude.

Der gebürtige Mannheimer Erpel musste seine Heimat aufgrund seines reformierten Glaubens verlassen und floh nach Halle, wo er im Februar 1696 den späteren Gasthof zum Preis von 3100 Talern erwarb. Schnell entwickelte sich das Lokal zum Mittelpunkt der Pfälzer Gemeinde in Halle, da hier Mannheimer Bier ausgeschenkt wurde, und auch darüber hinaus entwickelte sich der „Kronprinz“ zum ersten Haus am Platze. Durch den Betrieb des Gasthofes stieg die Familie Erpel im Stadtbürgertum schnell auf, seit 1701 gehörte der Gastwirt der Pfännerschaft der Saline an und war lange Jahre Vorsteher der reformierten Gemeinde.

Besonders in akademischen Kreisen war der Gasthof beliebt. So tagte hier etwa die Hallesche Montagsgesellschaft, Johann Christoph von Dreyhaupt feierte sein 50-jähriges Studentenjubiläum und 1805 lauschte Johann Wolfgang von Goethe einem Vortrag des Wiener Arztes Dr. Gall.

Dem Namen entsprechend kehrten auch royale Gäste ein, darunter diverse preußische Kronprinzen. Friedrich Wilhelm III. bestätigte dem Besitzer, dass der es das Hotel „Zum Kronprinz“ mit jedem Berliner Gasthof aufnehmen könne.

Ende des 19. Jahrhunderts erwarb der Verein „Evangelisches Vereinshaus“ den Gasthof und führte die Gastronomie und den Hotelbetrieb fort. Im Ersten Weltkrieg diente das Gebäude als Lazarett, nach Kriegsende zog die Verwaltung der Allgemeinen Ortskrankenkasse ein. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg wurde das Haus lange als Hilfskrankenhaus verwendet.

Mit der Poliklinik Mitte ist die Geschichte der Kleinen Klausstraße 16 ab 1961 auch mit einem belastenden Kapitel verbunden. Dieses kann und soll in einem Beitrag über das Gasthaus „Zum Kronprinzen“ nicht angemessen vertieft werden.

Heute vor 520 Jahren, am 3. August 1506 (nach julianischem Kalender der 24. Juli 1506), wurde der Rote Turm durch das Au...
03/08/2026

Heute vor 520 Jahren, am 3. August 1506 (nach julianischem Kalender der 24. Juli 1506), wurde der Rote Turm durch das Aufsetzen des goldenen Turmknopfes nach 88-jähriger Bauzeit vollendet. Diese auch als Turmknauf oder Turmkugel bezeichnete, verschlossene Metallkapsel diente aufgrund der schweren Zugänglichkeit als Zeitkapsel. Über den Inhalt der Kugel des Roten Turms haben wir in unserem Archivale des Monats Juli berichtet: https://halle.de/kultur-tourismus/stadtgeschichte/stadtarchiv/archivalien-des-jahres-2023.

Der Zahn der Zeit machte immer wieder Reparaturen am Dach und Turmknopf erforderlich. Am 10. März 1659 nahm der Schieferdecker und Turmsteiger Magnus Märten am 10. März 1659 den Knopf ab, um ihn neu zu vergolden. Wie die Chroniken berichten, ist er dann am 29. April „bey ziemlich starckem Winde wieder aufgesetzet worden. Nach vollbrachter Arbeit zog der Schieferdecker, auf dem Kopf stehend, ein Paar neue Strümpfe und Schuhe an und trank auf das Wohl der Stadt Halle eine zinnerne Kanne voll Wein aus und warf solche herunter, wo sie auf dem Pflaster entzweisprang.“ (Olearius, Halygraphia, S. 470 f. und Runde, Chronik der Stadt Halle, S. 45).

Bei einem Bombenangriff am 16. April 1945 verlor der Rote Turm seine Turmspitze. Seit 1975 zieren die rekonstruierte Spitze und ein detailgetreu angefertigter Turmknopf den Roten Turm. Wie schon bei der Einweihung 1506 leuchtet die vergoldete Turmkugel mit 246 Stacheln, die einst das Böse abwehren sollten. Eingelegt wurden der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung über den Wiederaufbau der Spitze, hallesche Tageszeitungen, 1975 im Umlauf befindliche Münzen sowie die Abschlussdokumente der Konferenz von Helsinki.

Heute gehört der Rote Turm zu den Einrichtungen des Stadtmuseum Halle - Saale, das dort regelmäßig Führungen anbietet. Wer die Ferienzeit nutzen will, um dem Turm einen Geburtstagsbesuch abzustatten und einen Einblick hinter die Kulissen zu bekommen, sollte sich diese auf keinen Fall entgehen lassen.

Wo man heute an einer der belebtesten Kreuzungen Halles eine Currywurst genießen kann, befand sich ein wichtiger Bestand...
24/07/2026

Wo man heute an einer der belebtesten Kreuzungen Halles eine Currywurst genießen kann, befand sich ein wichtiger Bestandteil des hallischen Stromnetzes. Als dieses in den 1920er-Jahren ausgebaut wurde, um die steigende Nachfrage an elektrischer Energie zu bedienen, entstand am Universitätsring eine Verteilerstation, von der aus der Strom zu den Verbrauchern geleitet wurde. Im April 1929 wurde der einstöckige, unter der Leitung des Stadtbaurates Wilhelm Jost errichtete Bau an der Kreuzung von Geiststraße, Großer Ulrichstraße, Universitätsring und Moritzburgring fertiggestellt.

Wie schon beim Umspannwerk am Stadtpark sollte hier keine rein technische Anlage entstehen. Das Ziel war, sie in das städtische Leben an den großen Einkaufsstraßen einzubeziehen und somit Akzeptanz in der Bevölkerung für die anfangs recht laute Verteilerstation zu schaffen. Dazu fanden dort neben der Technik auch eine über die Südseite zugängliche Bedürfnisanstalt im Kellergeschoss Platz (Der Eingang zu den Treppen ist auf Slide 6 zu sehen), sowie ein Zeitungskiosk an der Südwestecke.

Unter Einhaltung der Prinzipien des „Neuen Bauens“ sollte durch schlichte und sachliche Gestaltung ein Ruhepol im Trubel des Stadtverkehrs entstehen. Die Verteilerstation war als einfacher Quader mit Flachdach erbaut, verkleidet mit Kalkstein in unterschiedlichen Farben. Der Kiosk war als Erker an der Südwestecke angebaut, über dem Häuschen zeigte die erste Synchronuhr der Stadt die Uhrzeit an. Die Fensterbänder an Nord- und Südseite dienten zur Entlüftung des Innenraums.

Heute befindet sich in dem Baudenkmal, das 1994 und 1998 saniert wurde, ein Imbiss und ist weiterhin ein städtebauliches Highlight.

Adresse

Rathausstraße 1
Halle
06108

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 15:00
Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00

Telefon

+493452213300

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Stadtarchiv Halle (Saale) erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen