Bündnis gegen sexuelle Belästigung und Diskriminierung an der MLU

Bündnis gegen sexuelle Belästigung und Diskriminierung an der MLU Wir haben uns gegründet, um auf aktuelle Missstände bzgl. sexueller Diskriminierung an unserer Uni (MLU Halle) aufmerksam zu machen und diese zu bekämpfen.

DIE AUSGANGSSITUATION

Es gab und gibt an vielen Universitäten Fälle von sexueller Diskriminierungund Belästigung, so auch an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Studierende sind von Seiten der MLU vor sexueller Belästigung oder sexualisierter Gewalt rechtlich nur unzureichend geschützt. Im Zweifel müssen Konsequenzen im Abhängigkeitsverhältnis zwischen Dozent/Mitarbeiter und Stu

dierenden ausbleiben, weil es keine eineindeutigen Rechtsgrundlagen für diese gibt. Das AGG gilt innerhalb der Universität nur für Beschäftigte. Unser Anliegen ist es, auf diese Missstände aufmerksam zu machen und Betroffenen eine Anlaufstelle zu bieten. FORDERUNGEN

Betroffenenschutz - Wir fordern Schutz für Studierende, wenn sie durch Beschäftigte der MLU sexuell diskriminiert werden. Dies setzt hochschulpolitische Änderungen voraus! Aufklärung und Transparenz – Wir fordern einen eindeutigen Ansprechpartner, der die Studierenden beraten und unterstützen kann. Klare Stellung der MLU – Wir fordern, dass ein Dozent, der wegen sexueller Belästigung gegenüber Studierenden an einem Institut gekündigt wird, nicht an einem anderen Lehrstuhl der MLU weiter tätig sein darf. Politische Änderungen – Wir fordern, dass die MLU Druck auf die Landesregierung ausübt, damit der Schutz der Studierenden im Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt verankert wird. Allgemeinheit – Wir fordern, dass sich die Mitglieder der MLU im Sinne der Gleichberechtigung gegen sexuelle Diskriminierung engagieren und diese nicht tolerieren. Die Universität muss sich darüber klar werden, dass sie den Studenten gegenüber eine Verantwortung hat und sich selbst in Verruf bringt, wenn sie diese Verantwortung nicht ernsthaft wahrnimmt.

"Rückblickend nach Vorn" - Gleichstellung 2.0Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Uni Halle nicht immer bestens aufge...
10/06/2016

"Rückblickend nach Vorn" - Gleichstellung 2.0

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Uni Halle nicht immer bestens aufgestellt war, wenn es um das Thema Gleichstellung ging:
eine veraltete und unzureichende Richtlinie bei (sexuellen) Übergriffen, Diskriminierungsfälle, über die man lieber schwieg als diese aufzuarbeiten, alleingelassene Betroffene, die hilflos einem universitärem System aus Macht und fragwürdigen Methoden ausgesetzt waren, Gleichstellungsbeauftragte, die entweder nicht handeln konnten oder wollten, fehlende oder fehlerhafte Strukturen, vergessene Rednerinnen und ein allgemeines Klima, das oftmals von Relativierungen, Leugnungen, Wegschauen und Schweigen geprägt war.

Das Modell einer patriarchalen Geduld hat scheinbar ausgedient und gehört der Vergangenheit an.

Mit der Veranstaltung unter dem Titel "Wofür brauchen wir noch Gleichstellung an der MLU?" blickt die Universität jetzt nach vorn und öffnet sich der universitären und öffentlichen Auseinandersetzung zu diesem Thema.

Wie sieht die Gegenwart und die Zukunft der Gleichstellung an der MLU aus?
Welche Perspektiven und Probleme gibt es?
Was hat sich geändert, was sich verbessert, wo besteht (weiterhin) Handlungsbedarf?

Konnte man aus der Vergangenheit lernen und somit die entscheidenen Weichen für eine verbesserte Gleichstellungsarbeit an der Universität stellen oder wird am Ende doch die Vergangenheit sich wiederholen müssen?

"Rückblickend nach Vorn.
Frauenstudium in Halle - damals und heute“
Donnerstag, 16. Juni 2016 um 16 Uhr im Löwen-
gebäude/Hörsaal XIV a/b

Solidarität mit Vergewaltigungsopfern, weileine Vergewaltigung eine Vergewaltigung ist, egal welchen Hintergrund das Opf...
08/06/2016

Solidarität mit Vergewaltigungsopfern, weil
eine Vergewaltigung eine Vergewaltigung ist, egal welchen Hintergrund das Opfer hat und R**e Culture und Victim blaming keinen Platz in einer offenen und modernen Gesellschaft haben!

Der aktuelle Fall von Gina Lisa Lohfink zeigt einmal mehr, wie dringend eine erneute Reform des Sexualstrafrechts nötig ist.

23/05/2016

Tolle Veranstaltung im Rahmen des Kollektiv Festival Leipzig.
Gemeinsam sexistischen Strukturen an Universitäten entgegentreten!

Kurzinput und Diskussion Feministische Kämpfe an Hochschulen – gegen sexistische Strukturen apra 19 Uhr (Achtung Zeitänderung!) | GWZ, Raum H2.115

Erst belästigt, dann entlassen - der harte Kampf um Gerechtigkeit bei sexueller Belästigung.  Eine Ärztin kämpft und kla...
08/05/2016

Erst belästigt, dann entlassen - der harte Kampf um Gerechtigkeit bei sexueller Belästigung.

Eine Ärztin kämpft und klagt nun gegen ihre Kündigung: „Es geht hier nicht um Abfindung, es geht um Gerechtigkeit und Aufklärung der Wahrheit. Ich werde auch für andere Frauen kämpfen!“
Respekt, Anerkennung und viel Kraft für diese mutige und starke Frau!

14/04/2016

Am 18. Mai 2016 finden die Wahlen der Gleichstellungsbeauftragten an unserer Uni statt.
Ihr habt Interesse an Gleichstellungspolitik und wollt euch für eine diskriminierungsfreie Universität engagieren, dann bewerbt euch für das Amt der/des Gleichstellungsbeauftragten!

Wollten Sie schon lange einmal die Hochschulstrukturen genauer kennenlernen? Oder können Sie sich vorstellen, in Teamarbeit für gelebte Chancengerechtigkeit in Ihrer Fakultät aktiv zu werden? Finden Sie es spannend, durch die Mitarbeit in verschiedenen Gremien Anregungen und Informationen für Ihre e…

Das Gleichstellungsbüro der Uni Halle würdigt die Broschüre „Rückblickend nach Vorn. Frauenstudium in Halle – damals und...
13/04/2016

Das Gleichstellungsbüro der Uni Halle würdigt die Broschüre „Rückblickend nach Vorn. Frauenstudium in Halle – damals und heute“.

Mit der neuen Informationsseite des Gleichstellungsbüros kommt der Autorin, Maike Lechler, und ihrer Arbeit nun die Anerkennung zu, die ihr in der Vergangenheit von anderen Stellen verwehrt blieb.
Die Broschüre überzeugt nicht nur auf inhaltlicher Ebene, sondern ebenso durch ihre äußerst sorgfältige wissenschaftliche Erarbeitung, so dass damit ein wichtiger Beitrag zur Frauengeschichte gelungen ist.

... und plötzlich sprach Petra Sitte über die Belästigungsfälle an der Uni Halle, unsere Initiative und das unsägliche V...
11/03/2016

... und plötzlich sprach Petra Sitte über die Belästigungsfälle an der Uni Halle, unsere Initiative und das unsägliche Verhalten der Hochschulverantwortlichen vor dem Landtag.
Einfach nur toll und großen Dank!

Wahlkampfabschluss der DIE LINKE Sachsen-Anhalt im Cinemaxx Halle

Morgen, ab 14 Uhr in Leipzig, Feministischer Kampftag 2016!
11/03/2016

Morgen, ab 14 Uhr in Leipzig, Feministischer Kampftag 2016!

Feministischer Kamptag 2016
Kämpfe verbinden - Patriarchat überwinden!

Feministische Kämpfe gegen lokale und globale Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse wurden weltweit schon immer geführt.
Auch heute gehen wir gegen diese Zustände auf die Straße und kämpfen nicht nur für ihre Abschaffung, sondern auch gegen ihre Instrumentalisierung.

Es kotzt uns an, dass feministische Forderungen ausgenutzt werden, um rassistische Argumentationen zu unterstützen.
Es kotzt uns an, dass die Sicherheit vor sexualisierter Gewalt erst dann gesellschaftlich thematisiert wird, wenn weiße cis-Frauen betroffen sind.
Uns kotzt es an, dass Menschen, die sexualisierte Gewalt erfuhren, nicht einfach Solidarität und Unterstützung erhalten.
Stattdessen werden sie angewiesen, ihr Handeln, ihre Kleidung und ihr Auftreten zu ändern.

Das ist nicht der Feminismus, für den wir kämpfen. Das ist überhaupt kein Feminismus.

Wir wollen einen Feminismus, der Kämpfe verbindet.
Einen Feminismus, der antirassistisch ist.
Einen Feminismus, der antikapitalistisch ist.
Einen Feminismus, der Herrschaft ablehnt.
Einen Feminismus, der für mehr ist als “Gleichheit” und “die Befreiung der Frau”.
Einen Feminismus, der für die Befreiung von Geschlecht und gegen die gewaltvolle Durchsetzung der Zweigeschlechtlichkeit ist.
Einen Feminismus, der q***r und trans* ist.
Einen Feminismus, der sich gegen jeden Sexismus stellt.
Einen Feminismus, der sich selbst kritisch hinterfragt.
Einen Feminismus, der mehr ist als das, was wir hier zu Papier bringen können.
Wir wollen einen Feminismus, der wütend ist und weiter kämpft.

Darum rufen wir für den 12.03. in Leipzig zur Demonstration zum feministischen Kampftag auf.
Die Demo-Orga steht, der Lauti ist aufgetankt, der Rest liegt an euch – also kommt und seid einfallsreich, wütend und laut. Bringt Spielzeug mit.

Demonstration, 12.03.2016, Otto-Runki-Platz , 14 Uhr

Solidarität mit allen emanzipatorischen Kämpfen weltweit!
Auf zur feministischen Revolution!

Weil sexistische Werbung einfach nur unsexy ist! Sexismus in der halleschen Innenstadt? Für diese Aktivistinnen geht das...
09/03/2016

Weil sexistische Werbung einfach nur unsexy ist! Sexismus in der halleschen Innenstadt? Für diese Aktivistinnen geht das gar nicht.


Weltfrauentag, Halle, Sexismus

8. März 2016 - internationaler Frauen*tag,weil Frauen* auf der ganzen Welt immer noch in ihrem Alltag von Sexismus, Gewa...
07/03/2016

8. März 2016 - internationaler Frauen*tag,
weil Frauen* auf der ganzen Welt immer noch in ihrem Alltag von Sexismus, Gewalt, Diskriminierung und Benachteiligung betroffen sind und feministische Positionen und Frauen*rechte sich nicht für Rassismus instrumentalisieren lassen.

Frauen*kampftags-Demo 2016

Ein sehr wichtiger und ebenso bewegender Text."Der Schaden, den der in unserer Kultur übliche Sexismus verursacht, begin...
15/02/2016

Ein sehr wichtiger und ebenso bewegender Text.

"Der Schaden, den der in unserer Kultur übliche Sexismus verursacht, beginnt lang, bevor er einen Straftatbestand erfüllt...
Sexualisierte Gewalt, Belästigung sowie Geschlechterstereotype sind nichts anderes als Unterdrückungsformen, die in unserer Kultur gern mit einem Habt-euch-nicht-so relativiert werden...
Die Betroffenen haben gute Gründe, ihre Geschichten entweder nie oder in einem engen Kreis und vertraulich weiterzugeben: Offenheit reißt Wunden neu auf – sie macht erneut verletzlich. Ein großer Teil der Lösung wird sein, dass jeder, wann immer er kann, Unterstützung anbietet und Sexismus und Gewalt entgegentritt. Und dass man den Frauen glaubt.

Es wäre ein bizarrer Vorwurf gewesen, aber ich hätte Birgit Kelle beigepflichtet, wenn sie gesagt hätte: „Ihr Feministinnen habt die Gewalt noch immer nicht abgeschafft.“ Ja, so ist es. Wir schaffen das nicht allein."

Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer. Überall.

Wir müssen Sexismus in allen Bereichen bekämpfen, fordert die Co-Initiatorin von . Die Debatte darf nicht nach rechts abdriften

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