28/05/2026
Bienen zum Anfassen für „die Großen“
Habt ihr schon mal einen Imker besucht?
Im großen Seminarraum ist es am Summen und am Brummen. Auf einem Tisch in der Mitte des Raumes steht ein Schaukasten aus Holz und zwei Glasscheiben an den Seiten. Zu sehen und zu hören sind Bienen – dazwischen leuchtet der Honig. Einen Tisch weiter steht ein Metallbehälter mit frischem Honig und vielen kleinen Gläschen.
Mitten im Geschehen: Unser Gast aus Wetter.
Die 12 Vorschulkinder aus der Kita Vorhalle stehen begeistert vor dem Schaukasten. „Wer findet denn die Königin?“ fragt Anton Müller. Der Imker ist bereits zum dritten Mal
zu Gast in der Kita Vorhalle. Die Imkerei Müller ist ein Familienbetrieb: Schon als Kind hat er seinem Vater geholfen. Heute kümmert er sich um 30 Bienenvölker. Anschaulich erklärt er den Kindern, was ein Imker alles so macht und wie fleißig ein Bienenvolk ist.
Ausgestattet mit Lupen und Stethoskopen beginnen die Kinder gleich die größte Biene zu untersuchen. „Die Königin kann bis zu fünf Jahre alt werden“, erklärt Herr Müller. Die Kinder staunen und fragen Herrn Müller, wie er die Bienen unterscheiden kann? Die
Königin ist die größte unter den Bienen, sie ist lang und einzigartig mit einem spitzen Ende. Damit der Imker sie schneller findet, trägt sie einen blauen Punkt. Die Drohnen
(die Männchen) sind pummelig und gut erkennbar an ihrem breiten Erscheinungsbild mit einem runden Hinterteil. Sie befruchten die junge Königin auf ihrem Hochzeitsflug. Die Arbeiterinnen putzen die Zellen, füttern die Brut und verschließen die Zellen mit Wachs. Am Flugloch nehmen sie den Sammlerinnen Blütenstaub und Nektar ab. Was auf den ersten Blick wuselig aussieht, ist in Wahrheit ganz einfach: Jede Biene hat eine Aufgabe.
Ein spannendes Thema wie die Kinder und auch die Erzieherinnen finden. Auf die Frage, wie oft der Imker gestochen wird, antwortet er: „Heute bin ich noch nicht gestochen worden!“ Autsch, das ist doch öfter, als wir dachten.
Er zeigt uns am Schaubild, wie die Biene aufgebaut ist und an einem anderen, wie sie in der Natur lebt. Dabei wird deutlich, wie wichtig die Bienen und auch andere Insekten für uns Menschen sind. Die Kinder erkennen: diese Tiere müssen wir schützen. Wenn sie eine Biene in der Natur sehen, haben sie keine große Angst mehr vor ihnen und wissen, dass sie uns nichts tun. Stattdessen können die Kinder jetzt berichten, was sie alles über Bienen gelernt haben.
Herr Müller zeigt uns auch eine Honigwabe, sie riecht wunderbar finden die Kinder. Aus so einer Wabe bekommt er bis zu zwei Kilogramm Honig. Zum Naschen dürfen sie die Finger hineinbohren und den Honig probieren. Das schmeckt sehr lecker. Dabei
hinterlässt jeder Finger ein einzelnes Loch in der Wabe. Die Kinder können nicht genug
bekommen.
Zum Abschluss darf jedes Kind sich ein eigenes kleines Honigglas abfüllen. Stolz halten die Kinder ihren eigenen Honig in der Hand. „Ich habe heute ganz viele Bienen gesehen“ berichtet ein Kind stolz seinen Eltern beim Abholen.
Vielen Dank für den tollen Besuch!