06/06/2026
+++Stromausfall in Intensivpflegeeinrichtung+++
Donnerstagnacht kam es gegen 23:50 Uhr zu einem teilweisen Stromausfall in einem medizinischen Zentrum. Im gesamten Gebäude fiel ein Drittel aller Geräte aus.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurde ein schwefliger Geruch aus dem Trafohäuschen wahrgenommen. In Zusammenarbeit mit dem Energieversorger EAM wurde das Trafohäuschen mit Wärmebildkameras kontrolliert und dabei ein umfangreicher Hitzeschaden an Sicherungen und Leitern festgestellt.
Vorläufige Annahme: Der Schaden lässt sich in weniger als einer Stunde beheben
Vom Stromausfall waren in der Akutsituation insgesamt sieben nicht gehfähige Bewohnende, darunter auch beatmungspflichtige, betroffen. Um die Versorgung dieser sicherzustellen, wurden mehrere Stromleitungen mittels Leitungsrollern verlegt und Notstromaggregate aufgebaut. Diese Maßnahme diente auch als Vorsorge für den Fall, dass das betroffene Trafohäuschen für Reparaturarbeiten vollständig stromlos geschaltet werden müsste. Weiterhin wurde das Innere des Gebäudes ausgeleuchtet.
Auch Brandschutztechnische Einrichtungen ohne Funktion
Die brandschutztechnischen Einrichtungen des Gebäudes sind zunächst durch Akkus gepuffert. Nach ca. 2,5 Stunden fielen jedoch die ersten brandschutztechnischen Einrichtungen aus.
Kurze Zeit später musste der Energieversorger seine ursprüngliche Annahme revidieren und teilte mit, dass die Reparaturarbeiten mindestens 6 Stunden und einen Bagger in Anspruch nehmen würden.
Nach Rücksprache mit dem zuständigen Energieversorger und aufgrund der Einschätzung, dass der Schaden am Trafohäuschen nicht kurzfristig behoben werden konnte, wurde entschieden, alle Bewohner in umliegende Krankenhäuser zu verlegen.
Nach dem Eintreffen von sieben RTWs sowie des OLRD (Organisatorischer Leiter Rettungsdienst) und LNA (Leitender Notarzt) leistete die Feuerwehr Großkrotzenburg Tragehilfe, da auch die Aufzüge vom Stromausfall betroffen waren.
Während des gesamten Einsatzes war die medizinische Versorgung der Bewohner jederzeit sichergestellt. Der Einsatz zog sich bis in die frühen Morgenstunden und konnte nach circa sieben Stunden beendet werden. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. (lvr)