13/06/2026
Die Redaktion der HNA hat die CDU Großalmerode um eine Stellungnahme gebeten, welche allerdings redaktionell stark gekürzt wurde. Daher hier für öffentlich unsere Stellungnahme an die HNA Anfrage zum heutigen Artikel:
"CDU Großalmerode: Verantwortung für die gesamte Stadt
Wir respektieren ausdrücklich das große Engagement des Fördervereins und aller Bürgerinnen und Bürger, die sich seit Jahren für das Panoramabad einsetzen. Die CDU Großalmerode ist auch weiterhin grundsätzlich für ein Schwimmbad in unserer Stadt. Die entscheidende Frage ist jedoch, ob wir uns dieses Projekt unter den aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen leisten können.
Durch einen Antrag soll die Maßnahme erneut politisch bewertet werden: Die Kommunalaufsicht hat unmissverständlich darauf hingewiesen, dass das Panoramabad eine freiwillige Leistung ist, die finanziellen Mittel der Stadt für freiwillige Maßnahmen grundsätzlich erschöpft sind und die Folgekosten ab 2027 vollständig kompensiert werden müssen. Diese Hinweise können und dürfen wir nicht ignorieren. Unserer Auffassung nach geht es nicht einzig um das Panoramabad, sondern um die Zukunftsfähigkeit der gesamten Stadt Großalmerode. Wir tragen Verantwortung für die Kernstadt und alle Ortsteile gleichermaßen. Wenn wir über Millioneninvestitionen entscheiden, müssen wir auch an die Feuerwehren, Infrastrukturmaßnahmen wie Straßenbau, Dorfgemeinschaftshäuser und die Entwicklung unserer Ortsteile denken. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass in ein einzelnes Großprojekt investiert wird, während an vielen anderen Stellen zukünftig schmerzhaft gekürzt werden wird.
Wir möchten daher betonen: Wir sind für das Schwimmbad. Aber wir sind auch für solide Finanzen und eine handlungsfähige Stadt. Unser Ziel ist es, die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Einschnitte bei freiwilligen Leistungen so gering wie möglich zu halten. Verantwortung bedeutet, Projekte in solchen Größenordnungen mit langfristigen finanziellen Auswirkungen auch im veränderten Kontext neu zu bewerten.
Sollte nach wie vor die Mehrheit der Stadtverordneten für das Bad sein, dann wird das Projekt auch weiterverfolgt werden können. Es sollen sich nur alle Entscheidungsträger über die enormen finanziellen Auswirkungen auf allen Ebenen bewusst sein."