01/04/2026
SPD-Vorstoß zum Ehegattensplitting: Familien dürfen nicht zur Kasse gebeten werden
Groß Kreutz, 31.03.2026 – Der CDU-Gemeindeverband Groß Kreutz/Kloster Lehnin kritisiert die erneut aufgekommene Debatte über die Abschaffung des Ehegattensplittings scharf. Die Diskussion kommt zur Unzeit: Viele Familien sehen sich bereits mit hohen Kraftstoff-, Energie- und allgemeinen Lebenshaltungskosten konfrontiert. Ausgerechnet jetzt will Lars Klingbeil (SPD) das Ehegattensplitting in seiner heutigen Form für zukünftige Ehen abschaffen.
Der Vorsitzende Martin Murawski erklärt: „Die Abschaffung des Ehegattensplittings wäre keine Frage der Gerechtigkeit, sondern eine verdeckte Steuererhöhung unter dem Deckmantel der Gleichstellung. Wer Familien stärken will, darf sie gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten nicht zusätzlich belasten.“
Besonders kritisch wird gesehen, dass von einer solchen Änderung auch jene Paare betroffen wären, in denen ein Partner den wesentlichen Teil des Familieneinkommens erwirtschaftet, während der andere sich bewusst um Kinder, Angehörige, eine Weiterbildung oder ein Studium kümmert. Gerade solche Verantwortungsgemeinschaften würden durch diesen Vorstoß benachteiligt.
Statt bewährte Strukturen infrage zu stellen, braucht es aus Sicht des Verbandes bessere Rahmenbedingungen für Familien, mehr Wahlfreiheit und eine Politik, die die Lebensrealität der Menschen ernst nimmt. Echte Gleichstellung erreicht man nicht durch steuerliche Mehrbelastungen, sondern durch verlässliche Kinderbetreuung, gute Bildungsangebote und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Der Gemeindeverband spricht sich daher klar gegen eine Abschaffung des Ehegattensplittings aus und fordert eine Familienpolitik, die entlastet statt zusätzlich abkassiert.