06/02/2026
Nachtrag zur Projektwoche zum Thema DDR vom 26.-29.08.25.
Diese Woche haben wir uns mit dem Thema DDR beschäftigt. Wir waren an mehreren Tagen unterwegs, haben uns verschiedene Orte angeschaut und konnten auch direkt mit Zeitzeugen reden. Das war echt spannend, weil man so Sachen erfährt, die man sonst nicht im Unterricht hört.Am Dienstag waren wir in der Außenstelle des Thüringer Staatsarchivs in Greiz. Dort haben wir viel über den Alltag in der DDR gelernt. Besonders spannend war ein Film über die Ballonflucht nach Naila. Wir fanden es total verrückt, dass Leute damals wirklich ihr Leben riskiert haben und in einem selbstgebauten Heißluftballon über die Grenze geflogen sind. Man konnte sich richtig vorstellen, wie nervös und angespannt die gewesen sein müssen, und wie erleichtert, als sie es geschafft hatten.Am Mittwoch sind wir nach Mödlareuth gefahren, dass man auch „Klein Berlin“ nannte. Früher war das Dorf nämlich durch die innerdeutscherenze geteilt. Wir haben uns die Gedenkstätte und das Museum angesehen und danach einen Vortrag gehört. Am besten fanden wir aber das Gespräch mit einer Zeitzeugin. Sie hat offen erzählt, wie das Leben in der DDR war, sie selbst lebte zwar auf der anderen Seite, doch dadurch konnten wir uns trotzdem richtig hineinversetzen, wie es gewesen sein musste. Besonders die Mauerreste, die dort noch stehen, haben uns sehr beschäftigt. Man sieht direkt, wie heftig die Teilung damals war. Und wir haben kurz darüber gesprochen, wie es wohl wäre, wenn heute einfach mitten durchs Dorf so ein Zaun stehen würde.Am Donnerstag kam der Zeitzeuge Frank kardstein zu uns in die Schule. Er hatte Flugblätter verteilt, weil er auf die Missstände aufmerksam machen, und wurde deswegen eingesperrt. Das fanden wir sehr heftig, weil es für uns normal ist, die eigene Meinung zu sagen. Es hat uns auch ein Film über sein Leben gezeigt, den wir sehr beeindruckend fanden. Dadurch konnten wir uns noch besser vorstellen, wie es sich gefühlt hat. Wir fanden es ziemlich beeindruckend, dass er so mutig war, obwohl er wusste, dass er dafür ins Gefängnis kommen konnte.Am Freitag sind wir nach Naila gefahren. Dort gibt es ein kleines Museum zur Ballonflucht. Besonders spannend fanden wir, dass dort ein Nachbau von dem Ballon hängt. So konnten wir uns noch besser vorstellen, wie die Menschen damals da dringesessen haben, während sie in die Freiheit geflogen sind. Der Zeitzeuge dort hat die Flucht so detailliert erzählt, dass wir richtig mitgefiebert haben. Am Ende hat er noch gesagt, dass er damals alles noch einmalso machen würde, obwohl es so gefährlich war. Das fanden wir krass. Wir haben uns inzwischen ein bisschen Humor erarbeitet, dass wir jetzt immer sagen „Wenn’s schief geht, dann bauen wir uns einen Ballon!“ – das ist natürlich nicht ernst gemeint, aber irgendwie macht es das Ganze greifbarer.Fazit: Insgesamt war die Projektwoche viel spannender, als wir uns das vorgestellt haben. Wir haben nicht nur trockene Fakten gelernt, sondern vieles richtig intensiv erlebt, wie Menschen damals gelebt haben und welche Entscheidungen sie treffen mussten. Besonders die Geschichten der Zeitzeugen haben uns beeindruckt, weil wir dadurch manche Leute verstanden haben und sehen konnten, wie gefährlich es sein konnte, wenn man sich gegen die Regierung gestellt hat. Wir sind froh, dass wir heute in Freiheit leben und das als Selbstverständliches sehen können. Wir fanden es cool, das so hautnah zu erleben, und wir werden uns bestimmt noch lange an diese Woche erinnern.