17/10/2026
🚧 CO₂-Pipeline durch Grefrath – was bedeutet das für uns?
Die Firma Open Grid Europe (OGE) plant eine unterirdische Leitung, durch die CO₂ transportiert werden soll. Die Leitung soll durch unsere Region führen. Das CO₂ soll anschließend unter der Nordsee gespeichert werden. Dieses Verfahren nennt man „Carbon Capture and Storage“, kurz CCS.
🌍 Warum wird das geplant? Bei vielen Produktionsprozessen entsteht CO2. Das lässt sich nicht in jedem Fall vollständig vermeiden. Einige sehen diese Leitung daher als Beitrag zum Klimaschutz und zur Stützung von Industrie und Wirtschaft.
Warum gibt es Bedenken?
🌱 CO₂ vermeiden statt nur speichern: Wir müssen zuerst alles dafür tun, dass CO₂ gar nicht erst entsteht.
🏭 Keine Ausreden für die Industrie: Die Gefahr besteht, dass Unternehmen weiter auf klimaschädliche Verfahren setzen, statt in saubere Lösungen zu investieren.
🌳 Natur und Landwirtschaft schützen: Für den Bau wird ein Arbeitsstreifen von 38,5 Metern benötigt. Bäume müssen gerodet werden. Wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere, Böden, Felder aber auch der Wasserhaushalt können beeinträchtigt werden.
⚠️ Sicherheit muss gewährleistet sein: Wird die Leitung undicht, kann austretendes CO₂ gefährlich werden. Deshalb müssen Bau und Ausführung genau geprüft werden. Notfallmaßnahmen nach Inbetriebnahme gehen übrigens auf Kosten der Kommunen.
Was bedeutet das Vorhaben für Grefrath?
🗺️ Die Planung: Der genaue Weg der Pipeline steht noch nicht fest. Aktuell werden drei verschiedene Trassenkorridore (jeweils 600 Meter breit) diskutiert. Eine Karte findet ihr auf unserer Website.
🌿 Bedrohte Lebensräume: In jedem Fall sind wertvolle Landschaftsräume betroffen – darunter die Feuchtwiesen an der Niers oder das Naturschutzgebiet Mülhausener Benden, aber auch der Flugplatz Niershorst, landwirtschaftliche Flächen und Siedlungsbereiche liegen im Planungsgebiet.
🧐 Prüfung notwendig: Die vorgesehenen Trassen müssen nun sorgfältig geprüft werden.
Als Grüne sehen wir die derzeitigen Planungen kritisch – insbesondere mit Blick auf den tatsächlichen Klimanutzen und die konkreten Auswirkungen auf wertvolle Böden und Lebensräume oder landwirtschaftliche Flächen vor Ort.
Es gibt zudem viele offene Fragen: Als Kommunalpolitiker*innen aber auch als Bürger*innen erwarten wir nachvollziehbare Antworten vom Vorhabenträger und den zuständigen Behörden.
💬 Jetzt ist es wichtig, hinzuschauen und sich einzubringen!
Im Rahmen der Raumverträglichkeitsprüfung können alle bis zum 26.10.26 Stellung nehmen. Nutzt diese Chance, um konkrete Hinweise zu geben, Fragen zu stellen und Kritik sichtbar zu machen – auch als Privatperson. Eure Beteiligung ist erwünscht!
„Klimaschutz braucht mehr als eine Pipeline“
👉 Hier geht es zum Artikel auf unserer Homepage mit weiteren Infos, der Grefrather Karte und dem Link zur Beteiligung: https://www.gruene-grefrath.de/2026_10_15/delta-rhine-corridor-klimaschutz-braucht-mehr-als-eine-pipeline/