29/03/2026
Unsere Ehrenamtlichen Einsatzkräfte rücken jeden Tag aus, um Menschen zu helfen - jetzt benötigen sie selbst Hilfe!
Das Innenministerium in Baden-Württemberg möchte die Alarmierung der Helfer-vor-Ort (Notfallhilfe) stark einschränken.
Ein Einsatz aus dem letzten Jahr zeigt, wie wichtig das System der Notfallhilfe ist: Als am 15.1. der Landkreis von Glatteis überrascht wurde, war unsere Notfallhilfe nach 5 Minuten bei einem Sturz in Graben vor Ort und konnte den Patienten betreuen, bis ein Rettungswagen frei wurde um den Patienten aufzunehmen. Wäre unsere Notfallhilfe nicht alarmiert gewesen, hätte der Patient 2 Stunden alleine im freien bis zum Eintreffen des Rettungswagens warten müssen.
Das Betreuen der Patienten ist aber nicht die einzige wichtige Aufgabe der Notfallhilfe, die wegfallen könnte:
- Die Notfallhilfe kann, da sie oftmals nach 3-5 Minuten vor Ort ist, schnell lebensrettende Sofortmaßnahmen ergreifen
- Die Notfallhilfe unterstützt bei Verkehrsunfällen oftmals mit der ersten qualifizierten Rückmeldung, wodurch die Leitstelle die richtigen Einsatzmittel entsenden kann
- Die Notfallhilfe unterstützt bspw bei Einsätzen mit dem Hubschrauber, indem sie den Notarzt vom Landeplatz abholt und zur Einsatzstelle bringt, damit der Regelrettungsdienst beim Patienten bleiben kann und die Besatzung des Hubschraubers schnellstmöglich beim Patienten ist, ohne dass sie laufen müssen
- Die Notfallhilfe unterstützt den Rettungsdienst Transport des Patienten aus der Wohnung, wofür ohne Notfallhilfe evtl ein weiterer Rettungswagen unnötigerweise gebunden werden muss
Und warum soll das alles eingeschränkt werden? Die Begründung lautet: Um Überlastung zu vermeiden.
Jedoch ist das System der Notfallhilfe ein ehrenamtliches, was bedeutet jeder Helfer kann selbst entscheiden, ob er einen Einsatz anfährt, oder nicht, der Regelrettungsdienst kommt immer.
Deswegen können wir den Vorschlag zur Einschränkung der Notfallhilfe nicht nachvollziehen!
Link zur Petition, um die Notfallhilfe zu retten:
https://c.org/qDmj855K9c