Achatiuskapelle Grünsfeld-Hausen

Wegbeschreibung Website

Achatiuskapelle Grünsfeld-Hausen Doppeloktogonkapelle aus dem 12. Jahrhundert St. Achatiuskapelle
Die kath. Kapelle St. Singer und H. Fell. Eine spätbarocke Madonna und eine kleine Figur des hl. V.

Achatius, zwei achteckige Baukörper mit einem minarettähnlichen Türmchen, 1180 - 1210 unmittelbar neben dem Grünbach - wahrscheinlich von der Bronnbacher Bauhütte - errichtet, wurde im unteren Teil 1905 aus dem angeschwemmten Erdreich ausgegraben. Außer einem Rundbogenfries, der den ganzen Bau außen umläuft, und dem Stufenportal ist die Kapelle streng und schlicht. An der Außenwand fällt unter einem in Stein gemeißelten Kreuz der kleine rote Näpfchenstein mit 8 Näpfchen auf, vielleicht ein keltischer Opferstein. Die Gewölbefelder des kleineren Oktogons tragen eine Ausmalung (1200), eine Majestas Domini:
Würdevoll thront der erhöhte Christus als Weltenlehrer, von der Mandorla umschlossen, zu seiner Linken und Rechten Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist und jeweils eine Engelsgestalt mit gekreuzten Schwingen und das gekrönte Haupt einer Frau mit Lilienzepter, die entweder die Muttergottes oder aber die Personifikation der Kirche darstellen kann. Eine moderne Kreuzigungsgruppe krönt die Tabernakelsäule, eine Gemeinschaftsarbeit (1972) von E. Urban in bäuerlichem Barock schmücken den Hauptraum. Die Farbglasfenster (1972) von P. Feuerstein stellen im größeren Oktogon die Leidensgeschichte des Herrn dar:
Jesu Einzug in Jerusalem, die Salbung in Betanien, Abendmahl und Fußwaschung, Ölberg und Verspottung, das Kreuz mit Maria und Johannes, die Kreuzabnahme und Grablegung und die Frauen am Grab. Die beiden letzten Fenster zeigen den Grundriß und das Innere der Achatiuskapelle, die ja vermutlich zur Erinnerung an das Heilige Grab in Jerusalem von den Kreuzfahrern errichtet wurde. Die Fenster im Chorraum zeigen Patriarchen beim Opfern: Noah, Abraham und Jakob. Vor der Kapelle steht auf einem achteckigen Pfeiler eine barocke Madonnenfigur und vor der Brücke ein Nepomuk.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Landpartie zu den Kreuzfahrern…
11/05/2026

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Landpartie zu den Kreuzfahrern…

NEUES EVENT! 📣
„LANDPARTIE ZU DEN KREUZFAHRERN“ AM 27. SEPTEMBER 2026
Themenführungen durch das hochmittelalterliche Kulturerbe des Residenzschloss Mergentheim, der Achatiuskapelle Grünsfeld-Hausen und der Stauferburg Gamburg 🏰
Mehr Infos unter https://burg-gamburg.de/veranstaltungen/uebersicht/landpartie-zu-den-kreuzfahrern/

Morgen ist es wieder so weit: am Stand des Fördervereins der Achatiuskapelle gibt’s wieder leckeren Glühwein und Heißen ...
27/11/2025

Morgen ist es wieder so weit: am Stand des Fördervereins der Achatiuskapelle gibt’s wieder leckeren Glühwein und Heißen Hugo. Wir freuen uns auf viele Besucher ❄️

Bald ist es wieder soweit 🎄 Der Bauförderverein der Achatiuskapelle ist auch wieder mit einem Stand vertreten. Wir freue...
15/11/2024

Bald ist es wieder soweit 🎄 Der Bauförderverein der Achatiuskapelle ist auch wieder mit einem Stand vertreten. Wir freuen uns auf euch 🤩

Auf geht’s zum Grünsfelder Adventsmarkt 🤩 wir freuen uns auf euch!  ̈nsfeld          ̈hwein
01/12/2023

Auf geht’s zum Grünsfelder Adventsmarkt 🤩 wir freuen uns auf euch! ̈nsfeld ̈hwein

Das ist doch einen Besuch wert!
26/05/2023

Das ist doch einen Besuch wert!

Abendstimmung im November
18/11/2021

Abendstimmung im November

Bad Mergentheim - Grünsfeld-Hausen - Gamburg
14/09/2021

Bad Mergentheim - Grünsfeld-Hausen - Gamburg

Unsere staufischen Palasarkaden werden eine Station bei unserer Führung „Mergentheim – Hauskommende der Hohenlohe“ mit Frau Dr. Alice Ehrmann-Pösch am kommenden Sonntag (19. September) um 10.30 Uhr sein. Die Führung findet im Rahmen der "Landpartie zu den Kreuzfahrern" statt, die wir in Kooperation mit Burg und Burgpark Gamburg sowie der Achatiuskapelle Grünsfeldhausen seit 2019 gemeinsam anbieten.
Weitere Informationen sind auf folgenden Seiten zu finden:
www.burg-gamburg.de und https://www.schloss-mergentheim.de/besuchsinformation/fuehrungen-veranstaltungen/weitere-informationen-zum-ausgewaehlten-angebot/landpartie-zu-den-kreuzfahrern/4392/320488
Anmeldung unter Tel. 07931/52212 erforderlich. Es gelten die aktuellen Coronaregeln.

...und natürlich auch zur Achatiuskapelle!
11/08/2021

...und natürlich auch zur Achatiuskapelle!

Im "Lieblichen Taubertal" führen zwölf Regiotouren durch die Landschaft und zu kulturellen Höhepunkten. In unserer Serie stellen wir jeweils eine Tour vor.

Erlebnistour 4: Zu sakralen Kunstdenkmälern

In einem erlebnisreichen halben Tag führt diese 37 Kilometer lange Runde in zwei hübschen Schleifen von Lauda aus dem Taubertal hinein in das Grünbachtal und ins Wittigbachtal. Nach der Besichtigung der historischen Altstadt mit dem Oberen Tor und dem Fastnachtsmuseum führt die Tour nach Gerlachsheim. Dort ist der Besuch der Barockkirche beim ehemaligen Prämonstratenser-Kloster sehr empfehlenswert. Die Tour ist weiter gespickt mit kulturellen Höhepunkten. So werden die Oktogonkapelle in Oberwittighausen (Sigismundkapelle) und die Doppel-Oktogonkapelle in Grünsfeldhausen besucht. Der Einsatz von E-Bikes ist auf der 38,5 Kilometer langen Strecke empfehlenswert.
https://www.liebliches-taubertal.de/Aktiv/Radfahren/Regioradeln/Erlebnistour-4-Zu-sakralen-Kunstdenkmaelern.html
Fotograf: Peter Frischmuth

24/03/2020

„Lætare Ierusalem“ - „Freut euch mit Jerusalem“ (Jes. 66,10) sind die Anfangsworte des Introitus am 4. Fastensonntag. Nach alter Überlieferung und einem Gelübde der Gamburger nach erfolgreicher Bekämpfung der Pest im Jahre 1633 wurde jedes Jahr an Lætare dem Winter der Garaus gemacht, indem sie den Tod austrugen und schließlich verbrannten. Seit 1982 lässt der Heimat- und Faschingsverein diesen alten Frühlingsbrauch wieder aufleben. Dabei wird das „Pumpermännle“, eine Stohpuppe mit roter Kappe und womöglich eine Variation des Butzemanns, inmitten einer singenden Kinderschar quer durchs Dorf und hinaus zum Maisenbach getragen, wo es schließlich verbrannt wird. Die Flur „Todenrain“ am Maisenbach hat ihren Namen von diesem Brauch des Todaustragens (und damit womöglich auch der nahe Sommerrain). „Troche mer de Tode naus, naus zum alde Müllershaus, wenn ko Mensch dehom ist, schmeiß mern uff de Lohme. Hutzel, Hutzel ouwe rei“, hört man die Kinder singen. Sie haben auch ihre selbstgebastelten Stohkreuze, die früher als Kennzeichnung der Häuser der Pestkranken dienten, mitgebracht, welche sie nun ins Feuer werfen. Danach ziehen sie wieder ins Dorf zurück und fordern mit ihrem Gesang „Troche mer de Summer rei, rei es Gammemer Kärchle, läuts klane Glöckle, sitzt e Pumpermännle ouwe druff. Hutzel, Hutzel, ouwe raus“ vor jedem Haus eine Belohnung in Form von Süßigkeiten ein. Die Spender aber erhalten im Gegenzug einen Blumengruß als Symbol des einkehrenden Frühlings. Zum Schluss treffen sich alle zusammen bei Kaffee und Kuchen.

Auch in Grünsfeldhausen wurden wir Kinder früher vor der   gewarnt, damit wir vom Wasser fernbleiben...
06/01/2020

Auch in Grünsfeldhausen wurden wir Kinder früher vor der gewarnt, damit wir vom Wasser fernbleiben...

Kennt Ihr die Gamburger ? Das ist der fränkische Name für oder Hulda, wie sie in der Mythologie heißt, die in den gerne als holder, hilfreicher Geist die Tauber entlang geht. Auf alten Karten ist in der Nähe von Höhefeld sogar ein Frau Hulle Baum eingezeichnet. Frau Holle ist die Herrin der Hollen, der oft als Kinder erscheinenden Geisterschar (ähnlich dem durch die Lüfte wütenden „Wilden Heer“ Wodans), die sich den Menschen in den Zwölf Nächten zwischen Weihnacht und Dreikönig ent-hüllen (vgl. das „Fest der Unschuldigen Kinder“ am 28. Dez.). Sie fährt dann mit ihrem Wagen umher und belohnt die, welche ihr daran bei Ausbesserungen helfen, mit den abgefallenen Spänen, welche sich später in Gold verwandeln. Fleißigen Spinnerinnen spinnt sie nachts die Spulen voll. Doch umso härter straft sie die, die faul sind oder an den Feiertagen am Spinnrad arbeiten. Diese lässt sie dafür mehrere Spindeln umso schneller vollspinnen, sie verwüstet die winterlichen Spinnstuben, verwirrt ihren Opfern das Haar und wird so zur regelrechten Un-holdin und zum Kinderschreck. Dementsprechend erscheint sie auch mal jung und schön, mal alt und häßlich. Auf ihrer Umfahrt macht sie die Felder fruchtbar fürs kommende Jahr, sie schützt die Tiere, erzeugt mit ihrem Feuer Nebel und lässt es schneien, wenn sie im Himmel ihre Betten schüttelt. Als weiße Frau wohnt sie mit ihrer Schar in den windigen Bergen oder gar in den Bäumen und Wäldern und vor allem nahe am Wasser, an Teichen und in Brunnen und eben auch an Flüssen.
Sie entspricht der Frau Perchta weiter südlich (aus der sich der Knecht Ruprecht, der rauhe Percht, entwickelt hat) und der Frau Herke/Harre, Frau Gode/Wode sowie Frau Frick(e) im Nordosten und damit auch der Göttin F***g (der Frau Odins/Wodans). Zudem ähnelt sie der keltischen Cailleach. Die Hollen wiederum sind mit dem Huldufólk auf Island verwandt, was bis heute noch für Schlagzeilen sorgt, da ein großer Teil der Isländer nach wie vor an sie glaubt und sie daher sogar die moderne Straßenführung und Bauplanung der Insel beeinflussen!
(Bild: The Faery Godmother von Brian Froud)

Adresse

Grünsfeldhausen
97947

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 17:00
Samstag 09:00 - 17:00
Sonntag 09:00 - 17:00

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