03/05/2022
Im März 2022 waren 955 Tausend Menschen langzeitarbeitslos. Das sind, laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit, 35 Prozent mehr als noch im März 2020, dem letzten Monat vor der Pandemie. Dass diese Zahl in den zwei Jahren Pandemie so unglaublich gestiegen ist, zeigt vor allem eines: Arbeitslose sind Verlierer der Corona-Krise.
Die Zahlen zeigen, dass es wenigen Arbeitslosen gelungen ist, in zwei Jahren Pandemie einen Job zu finden. Deshalb gelten viele, die in der Pandemie ihren Job verloren haben, inzwischen als langzeitarbeitslos.
Die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet Menschen als „langzeitarbeitslos“, wenn sie seit über einem Jahr keine Anstellung finden. Für die Betroffenen ist das ein entscheidender Einschnitt in ihrem Leben und eine große Krise. Je länger Menschen arbeitslos sind, desto schwieriger ist es nämlich, wieder eine Anstellung zu finden. Auch weil es Vorurteile gegenüber Menschen gibt, die keinen durchgängigen Lebenslauf vorweisen können.
Die Menschen in „Lohn und Brot“ haben während der Lockdowns erstmals erleben müssen, wie es ist, wenn Selbstverständliches nicht mehr selbstverständlich ist. Wie es sich anfühlt, wenn man auf Kunst, Kultur, Essen und Reisen verzichten muss. Wenn man nicht mehr „ganz normal“ am alltäglichen, gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann. Für langzeitarbeitslose Menschen ist das Leben auch ohne Corona-Maßnahmen in ähnlicher Weise eingeschränkt: Essen in Restaurants können sie sich nicht leisten, soziale Kontakte sind ohne Job automatisch auf ein Minimum beschränkt, Teilhabe am gesellschaftlichen oder kulturellen Leben ist kaum möglich.
Das bedeutet konkret: für fast eine Million langzeitarbeitslose Menschen in Deutschland ist ihr Leben ein .
Um diesen Menschen wieder mehr Teilhabe zu ermöglichen, fordern wir zusammen mit SKM Bundesverband und der Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit, dass die Maßnahmen zur Wiedereingliederung Langzeitarbeitsloser in den Arbeitsmarkt fortgeführt und ausgebaut werden.
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