Großes Landschaftskino prägt die Region zwischen Kaufunger Wald, Hohem Meißner und dem Werratal. Über 120 Geotope sind Grund dafür, dass sich die Region so abwechslungsreich zeigt: dichte Mischwälder, Muschelkalkböden Karstgebiete, die Streuobstwiesen im Kirschenland und die fruchtbaren Flussauen schaffen ein Zuhause für viele, andernorts selten gewordene Pflanzen und Tiere. Nicht umsonst gehören
weite Teile des Geo-Naturparks zu einem von bundesweit nur 30 Hotspots der biologischen Artenvielfalt. Der weltbekannten Märchenfigur liegt ein alter Volksglaube an eine Erdengöttin zugrunde. In der Zeit der Christianisierung erwuchs daraus eine Mythen- und Sagenwelt, die vor allem auf den Hohen Meißner, dem höchsten Berg der GrimmHeimat NordHessen verortet und in den „Deutschen Sagen“ der Brüder Grimm beschrieben ist.
27 vom Deutschen Wanderinstitut qualitätsgeprüfte Premiumwege führen als Tages- und Halbtagestouren zu den geologischen, natürlichen und kulturellen Besonderheiten des Geo-Naturparks: zu den Sagenorten von Frau Holle, alter Bergbaugeschichte und zum Grünen Band, an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, zu wertvollen Naturschutzgebieten mit seltenen Orchideen, lichten Kalkbuchenwäldern oder in die Heimat von Wildkatze und Rotmilan. Der 130 km lange Werra-Burgen-Steig Hessen führt von Burg zu Burg bis nach Nentershausen, wo Wilhelm Grimm einst seine Frau kennenlernte. Der 300 km lange, beliebte Werratal-Radweg begleitet den Fluss, wechselt immer wieder zwischen Thüringen und Hessen. Hier verläuft auch die EuroVelo-Route 13 "Iron Curtain Trail". Radfahrende dürfen sich über ein gewachsenes und weiter wachsendes Netz an Rundwanderwegen freuen. Im Kirschenland um Witzenhausen führen Wander-, Spazier-, Rad- und Erlebniswege zu Kirschplantagen und Streuobstwiesen. Kleine Fachwerkstädte reihen sich nicht nur am Werraufer auf wie Perlen. In der alten Salzsiederstadt Bad Sooden-Allendorf genießen Besucher Gesundheitsurlaub in der WerratalTherme und rund um das große Gradierwerk. Der Geo-Naturpark blüht in den schönsten Farben, wenn Frau Holle die Flure segnet: die Kirschblüte im April hüllt das Werratal in strahlendes Weiß, die Orchideenblüte wechselt nahtlos in die von Frühsommer bis in den Spätherbst sommerbunten Frau Holles Blumenwiesen. Ende Juni/Anfang Juli lockt die pinkfarbene Schlafmohnblüte in die beiden Mohndörfer, während in Witzenhausen die Kirschernte gefeiert wird. Im Herbst leuchten die Wälder in schönsten Gelb- und Rottönen. Und im Winter bedeckt Frau Holle ihren Hausberg mit Schnee und bereitet Wintersportvergnügen. Das ganze Jahr über ist der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land ein vielseitiges Reiseziel gut erreichbar in Deutschlands Mitte. Der Geo-Naturpark war, als er 1962 als Zweckverband Naturpark Meißner-Kaufunger Wald gegründet und organisiert wurde, ca. 45.000 ha groß. Nach mehreren Erweiterungen, zuletzt 2022 auf 115.639 Hektar, wurde er zum drittgrößten Naturpark in Hessen und war seinem Namen "entwachsen". Aufgrund der abwechslungsreichen Landschaft ließ sich kein namensgebener Landschaftstyp finden, weshalb man 2017 sich für einen kulturell geprägten Namen entschied, Geo-Naturpark Frau-Holle-Land. Die Mitarbeitenden des Geo-Naturparks arbeiten gemeinsam in den Arbeitsfeldern Naturschutz und Landschaftspflege, Umweltbildung und Kommunikation, Regionalentwicklung sowie Tourismus und Naherholung. Die angegeben Öffnungszeiten gelten für unsere Tourist-Information, aber natürlich nicht für unsere großartige Landschaft!