19/06/2026
Kompromiss bei Schülerfahrkarten erreicht
Die Fraktion Die Linke im Geraer Stadtrat wollte zur Stadtratssitzung am 1. Juli einen Antrag einbringen damit die Aussetzung der Schülerfahrkarten in den Sommerferien rückgängig gemacht wird. Denn erstmals hätten Geraer Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr während der Sommerferien keine gültigen Schülerfahrkarten gehabt. Wer weiterhin Bus und
Bahn nutzen wollte, hätte ein Ferienticket für 32 Euro kaufen müssen.
Aufgrund der angekündigten Forderung der Linksfraktion wurde durch die Stadtverwaltung am 18. Juni ein Alternativvorschlag in den Ausschuss für Soziales und Gesundheit eingebracht. Dieser sieht vor, die anteiligen Kosten für einen Schülerfahrschein zu halbieren.
Damit wird eine Fahrkarte 16 statt 32 Euro kosten. Der Ausschuss hat dem Antrag
mehrheitlich zugestimmt. Die notwendigen Unterlagen erhalten Eltern über die Schulen, Informationen sind über die Homepage der Stadt Gera erhältlich.
„Der angenommene Alternativvorschlag geht,“ so Cornelia Müller, Mitglied der Linksfraktion im Ausschuss, „in die richtige Richtung und ist eine spürbare Verbesserung für die betroffenen Schülerinnen und Schüler. Kinder und Jugendliche benötigen Bus und Bahn für den Schulweg, für Fahrten zu Freunden, zum Sportverein, zu Ferienangeboten, ins Schwimmbad, zur Bibliothek oder zu kulturellen Veranstaltungen. Gerade in den Sommerferien sind viele Familien auf einen funktionierenden und bezahlbaren Nahverkehr angewiesen. Deshalb wäre es falsch gewesen, ausgerechnet bei Kindern und Jugendlichen zu sparen. Mit dem Beschluss wird gesellschaftliche Teilhabe weiterhin ermöglicht. Dafür
möchte ich den Mitgliedern des Ausschusses danken, die dafür gestimmt haben. Für die Zukunft müssen wir uns als Stadt Gedanken darüber machen, wie die Schülerfahrkarte auch künftig gestaltet werden kann. Das schließt ausdrücklich auch die Kostenfreiheit solcher Fahrkarten ein.“