23/06/2026
Einbürgerungszahlen in Niedersachsen erreichen Rekordniveau – Karsten D. Hoffmann, Sprecher des Landesarbeitskreises Sicherheit der FREIE WÄHLER Niedersachsen kritisiert verkürzte Fristen und Doppelpassregelung
Niedersachsen hat im Jahr 2024 mit 14.500 Einbürgerungen einen historischen Höchststand erreicht. Diese Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts, die sowohl die Einbürgerungsfristen deutlich verkürzt als auch die doppelte Staatsbürgerschaft weitgehend ermöglicht. Die Einbürgerung ist heute bereits nach fünf Jahren Aufenthalt, in besonderen Fällen sogar nach drei Jahren, möglich.
„Die aktuellen Einbürgerungszahlen in Niedersachsen zeigen deutlich, wie stark die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts wirkt. Wenn innerhalb eines Jahres 14.500 Menschen eingebürgert werden – darunter allein 8.403 aus Syrien und über 1.400 aus der Türkei –, dann müssen wir sehr genau hinschauen, ob die neuen Regeln tatsächlich zu einer nachhaltigen Integration führen. Eine Einbürgerung nach nur fünf Jahren Aufenthalt, in besonderen Fällen sogar nach drei, reduziert Integration auf eine reine Fristfrage. Das halte ich für problematisch. Ebenso kritisch sehe ich die weitgehende Zulassung der doppelten Staatsbürgerschaft. Wer dauerhaft zwei Staaten verpflichtet ist, steht zwangsläufig in möglichen Loyalitätskonflikten. Der Staat muss sicherstellen, dass die deutsche Staatsangehörigkeit nicht zu einem formalen Verwaltungsakt verkommt, sondern Ausdruck einer echten, belastbaren Bindung an unser Land bleibt.“
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