22/12/2024
Zum Tag mit den 2 Zweien, haben wir heute auch zwei Verletzungen für euch im Vergleich. Einmal die Verbrennung und als 2. eine Verätzung.
Bei Verätzungen und Verbrennungen ist der Eigenschutz nicht außer Acht zu lassen. Ihr könnt niemandem im brennenden Haus behandeln oder wenn die Person gerade neben einer Pfütze der Chemikalie sitzt, die die Verätzung hervorgerufen hat.
Erst alles entfernen, was euch schaden könnte und dann die Person behandeln.
Die Unterschiede in der Behandlung sind, dass eine Verätzung mit NaCl oder Ringerlösung ausgespült werden sollte. Wenn ihr „nur“ sauberes Wasser da habt ist das auch definitiv sehr gut geeignet.
Stellt dafür einen Auffangbehälter wie einen Eimer oder ähnliches unter das betroffene Körperteil und spült großzügig die Wunde aus. Das wird der Person sehr weh tun und es wird auch passieren, dass die Person schreit.
Davon dürft ihr euch nicht beeindrucken lassen! Spült je nach Größe der Verletzung mit mindestens 500ml, dadurch wird dann der ätzende Stoff so stark verdünnt, dass er hoffentlich nicht weitere Verätzungen herbeiführt.
Danach werden sowohl Verbrennung als auch Verätzung mit sterilen Kompressen oder Verbandtüchern abgedeckt und lose befestigt. Das dient der Keimreduzierung in der Wunde.
Wichtig ist auch der Wärmeerhalt, da die Personen über die verletzten Körperteile viel Wärme verlieren, da die Haut nicht mehr da ist.
Personen mit Verbrennungen oder Verätzungen sollten dann unbedingt mit dem Rettungsdienst in ein geeignetes Krankenhaus gebracht werden.
Und ansonsten bleibt ruhig, beruhigt euren Patienten und redet mit dem-/derjenigen, Ablenkung hilft manchmal ein wenig gegen den Schmerz, oder führt gemeinsam Atemübungen durch.
Deutsches Rotes Kreuz - Ortsverein Gütersloh e.V. DRK Westfalen-Lippe Servicestelle Ehrenamt Deutsches Jugendrotkreuz