22/06/2026
Das Sparprogramm der Bundesregierung erfasst nun auch die Leseförderung. Während die Lesekompetenz in Deutschland sinkt und Bildungsungleichheiten weiter wachsen, soll ab 2027 ein wichtiger Baustein früher Förderung entfallen: Für das Programm „Lesestart 1-2-3“ ist keine finanzielle Unterstützung mehr durch das Bundesfamilienministerium vorgesehen.
Das Programm erreicht seit 2011 junge Familien niedrigschwellig und unabhängig von sozialer Herkunft.
Die geplante Streichung sendet ein falsches Signal in einer Zeit, in der Lesekompetenz, Chancengerechtigkeit und Demokratieförderung dringender denn je sind. Gerade jetzt braucht es mehr statt weniger Investitionen in die Leseförderung.
Wer hier spart, schwächt nicht nur die Zukunftschancen von Kindern, sondern auch die Grundlagen unserer Demokratie.