28/09/2022
„Andere Rebelli können dank der Hintergrundarbeit auf die Straße gehen, ohne sich individuelle Sorgen um ein warmes Abendessen machen zu müssen.“
Kati aus Göttingen (Bildmitte) war dieses Jahr zum zweiten Mal in Berlin. Sie hat allerdings nicht auf der Straße protestiert, sondern im Camp geholfen. Warum Supportrollen für sie bei der so wichtig sind, erzählt sie hier:
„Ich war dieses Jahr zum zweiten Mal in Berlin und während ich in Göttingen sehr stark in der Organisation eingebunden bin und definierte Rollen habe, bin ich ohne Plan nach Berlin gefahren und habe einfach mal geschaut, wo Unterstützung nötig ist.
Am Wochenende war ich deswegen vor allem im Camp dabei und habe an der Essensausgabe, beim Spülen und im Infozelt geholfen. Die Supportrollen werden seltener gesehen als die Aktivisti auf der Straße, aber sie sind genauso wichtig für das Gelingen einer Aktion. Mir hat es jedenfalls sehr gut getan, im Hintergrund mitzuwirken und Menschen Infos zu geben, ihre Handys und Wertsachen sicher aufzubewahren und Geschirr für die Allgemeinheit zu spülen - wenn auch nur für wenige Stunden.
Mich hat im Camp besonders das großartige Miteinander beeindruckt, dass sich fast immer eine Person gefunden hat, die eine anstehende Aufgabe übernommen hat. Mein Highlight war die Spülschicht am Sonntag nach dem gemeinsamen Mittagessen, bei der wir alle festgestellt haben, dass wir nur mal schnell ein paar Tassen abspülen wollten und nun seit fast einer Stunde Teller und Besteck waschen, trocknen und vor Regenschauern in Sicherheit bringen.
Hintergrundarbeit ist für unsere Rebellion so wichtig! Wir können damit sicherstellen, dass andere auf die Straße gehen können, ohne sich individuelle Sorgen um ein warmes Abendessen, juristische Unterstützung oder ihre Wertsachen machen zu müssen. Unsere Gemeinschaft funktioniert nur, wenn alle eine Rolle einnehmen, die sie gerne erfüllen und bei der sie ihr Bestes beitragen können. Das habe ich bei der Herbst Rebellion getan und freue mich, bei der nächsten Wave wieder im Hintergrund die Dinge am Laufen zu halten.“