27/10/2025
Leuchtturm-Übung 2025 der Feuerwehr Großropperhausen – 19 Stunden voller Einsatz...
An diesem Wochenende haben wir unsere diesjährige Leuchtturm-Übung durchgeführt. Ziel war es, unsere Einsatzbereitschaft im Krisenfall zu festigen und die Abläufe im Betrieb eines sogenannten „Leuchtturms“ – einer Anlaufstelle für die Bevölkerung bei längerem Stromausfall – praktisch zu erproben.
Start im Feuerwehrhaus
Zu Beginn trafen wir uns im Gerätehaus, um die anstehenden Aufgaben zu verteilen und zu organisieren. Wir richteten die Bereiche Verpflegung, Notstromversorgung und Erste Hilfe ein. Anschließend nutzten wir die Zeit, um unsere jährliche Atemschutzunterweisung durchzuführen.
Drei Einsatzübungen unter realistischen Bedingungen sollten uns nun fordern.
1. Chemische Reaktion bei der Firma Seliger (Personenbeförderung Seliger rund um Sabrina Seliger-Siemon)
Unser erster Einsatz führte uns zu einer gewerblich genutzten Halle der Firma Seliger, wo es zu einer chemischen Reaktion gekommen war. Eine Person galt als vermisst. Unter schwerem Atemschutz suchten wir das Gebäude ab, retteten die Person, leiteten sofort die Reanimation ein und führten im Anschluss eine Not-Dekontamination durch. Danach wurde der Patient mit unserem Fahrzeug zum bereits ausgeleuchteten Hubschrauberlandeplatz transportiert.
Nach dieser intensiven Lage stärkten wir uns mit einer Mahlzeit von EPAS, die für so manche geschmackliche Überraschung sorgte.
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2. Verkehrsunfall im Stormarnwerk
Unser zweiter Übungseinsatz fand im Stormarnwerk statt. Hier war ein Radlader mit einem PKW kollidiert, eine Person war im Fahrzeug eingeklemmt. Die Situation war anspruchsvoll – der große Radlader als „Gegner“, die enge Lage des Autos und die Dunkelheit stellten uns vor besondere Herausforderungen.
Mit dem Einsatz von zwei Säbelsägen gelang es uns jedoch, die Person schnell und effizient zu befreien.
Ein herzliches Dankeschön geht an das Stormarnwerk Frielendorf GmbH & Co. KG rund um Peter Schmidt für die Unterstützung und Bereitstellung des Übungsortes sowie an die Firma Jungkurth Recycling für die Bereitstellung des "Unfallfahrzeuges".
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3. Brand in einer Kfz-Werkstatt
Nach einer kurzen Nacht auf vorbereiteten Feldbetten und einem gemeinsamen Frühstück stand noch eine dritte Übung auf dem Plan. In einer Kfz-Werkstatt war es bei Schweißarbeiten zu einem Brand gekommen, zwei Personen wurden vermisst.
Hier konnten wir erstmals unsere neu angeschafften Geräte zur Türöffnung einsetzen und uns zerstörungsfrei Zutritt zur Halle verschaffen. Unter schwerem Atemschutz retteten wir beide vermissten Personen aus dem verrauchten Gebäude.
Eine zusätzliche Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar – der nächste Unterflurhydrant war nicht direkt in der Nähe, und unser Wassertrupp hatte alle Hände voll zu tun. Hier einen herzlichen Dank an Steven Schmidt zum bereitstellen der Halle.
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Abschluss und Fazit
Nachdem alle Einsätze erfolgreich abgeschlossen und die Geräte zurückgebaut waren, ging es zurück ins Feuerwehrhaus. Dort machten wir „klar Schiff“ und ließen die Übung mit einem gemeinsamen Mittagessen ausklingen.
Nach rund 19 Stunden Übungsdauer zogen wir ein durchweg positives Fazit.
Ein besonderer Dank gilt allen, die diese Übung ermöglicht und unterstützt haben – ebenso den Ropperhäuserinnen und Ropperhäuser für ihr Verständnis und ihre Rücksichtnahme.
Mit einer Teilnahmequote von 100 % haben wir gezeigt, wie stark unser Team zusammenhält.
Wenn auch du Teil dieser Gemeinschaft werden möchtest:
👉 Übungsdienst jeden Mittwoch um 19:00 Uhr im Feuerwehrhaus Großropperhausen!