07/09/2019
Die Wahl des NPD-Mitglieds Stefan Jagsch als neuen Ortsvorsteher von Waldsiedlung ist für uns als Grüne Jugend Wetterau unbegreiflich.
Kein Amt ist unbedeutend. Ein Amt ist eine öffentliche Funktion. Nun müssen wir feststellen, dass ein Mitglied einer verfassungsfeindlichen Partei in ein solches Amt gewählt wurde und es ist fraglich, ob die Bürger*innen der Waldsiedlung von ihm repräsentiert werden wollen.
Wir haben Verständnis, dass Amtsinhaber zurücktreten, doch unverständlich ist, dass es unter diesen Voraussetzungen und Umständen erfolgt. Wenn es schon zu einem Rücktritt kommt, hätte doch problemlos der stellvertretende Ortsvorsteher Sasha Markel einspringen können.
Dass die Abgeordneten der CDU, SPD und FDP lieber einen NPDler wählen, als sich selbst zur Wahl zu stellen und damit den Weg bereit machen für dieses Ergebnis ist eine Schmach. Man hätte verhindern können, nein verhindern müssen, dass das passiert.
Warum allerdings niemand eine Konkurrenz, Alternative oder Gegenstimme zu Stefan Jagsch geboten hat, ist nicht nachvollziehbar.
Man darf es nicht ignorieren, darüber hinwegsehen oder es klein reden.
Wir, die Grüne Jugend Wetterau, appellieren an alle demokratischen Parteien aller Ortsbeiräte, Gemeindevertretungen und weiterer politischen Gremien, niemals verfassungsfeindliche Parteien zu akzeptieren, unterstützen oder zu wählen damit dies ein trauriger Einzelfall bleibt.
Wir werden alle Gelegenheiten nutzen, uns gegen N***s und Sympathisanten zu positionieren und eine klare Gegenstimme sein.
Die Wetterau ist bunt und für Hass ist kein Platz.