16/06/2026
In der Nacht auf Montag hatten russische Drohnenangriffe das Kyjiwer Höhlenkloster in Brand gesetzt. Die rund tausend Jahre alte Anlage ist nicht nur UNESCO-Welterbe, sondern auch spirituelles Herz aller orthodoxen Kirchen in der Ukraine und auch die heilige Wurzel der Russischen Orthodoxen Kirche selbst.
„Mittlerweile wurden im Zuge dieses brutalen Angriffskrieges hunderte von Kirchen zerstört oder schwer beschädigt. Dass nun auch das weltberühmte Höhlenkloster angegriffen und schwer verwüstet wurde, markiert eine neue, erschreckende Stufe der Eskalation“, erklärt Renovabis-Hauptgeschäftsführer Prof. Thomas Schwartz.
Für Schwartz offenbart diese rücksichtslose Zerstörung die eigentliche, tiefere Dimension des Konflikts: „Es wird unmissverständlich klar, dass es der russischen Führung um mehr als imperialistischen Landgewinn geht. Was wir hier erleben, folgt einem weitaus perfideren Grundmuster: Es ist der gezielte Versuch, die Absicht, einer kulturellen und nationalen Auslöschung.“
"Die Ukraine, ihr reiches Erbe, ihre eigenständige Identität und alles, was dieses leidgeprüfte Volk, seine Geschichte und seine Zukunft ausmacht, sollen ausradiert werden“, warnt der Leiter des Osteuropa-Hilfswerks eindringlich.
Renovabis steht seit Beginn des Krieges eng an der Seite der Menschen in der Ukraine und unterstützt kirchliche sowie zivile Partner vor Ort bei der humanitären Hilfe, dem Wiederaufbau und der psychosozialen Betreuung der Zivilbevölkerung. Insgesamt hat Renovabis seit Beginn der Vollinvasion mit mehr als 38 Millionen Euro die Menschen in der Ukraine, aber auch in den Nachbarländern unterstützt.