Paartaler Sanddünen

Paartaler Sanddünen Das BayernNetzNatur-Projekt "Paartaler Sanddünen":
Unter dem Motto "Bei uns blüht's auf!" schützen wir einzigartigen Lebensraum und seltene Arten im Paartal. d.

Gefördert durch den Bayerischen Naturschutzfonds und den Bezirk Oberbayern. Trägerschaft: Landkreis Pfaffenhofen a. Ilm
Projektmanagement: Natur Perspektiven GmbH

In Freinhausen winkt jetzt ein ganzer Zaun 👋Mit sehr viel Ausdauer und Liebe zur Sache haben wir eine lang geplante Verb...
07/03/2023

In Freinhausen winkt jetzt ein ganzer Zaun 👋
Mit sehr viel Ausdauer und Liebe zur Sache haben wir eine lang geplante Verbesserungsmaßnahme umsetzen können: Die Sandgrube nördlich von Freinhausen ist endlich eingezäunt! Das dient nicht nur dem Schutz von Bienenfresser, Uhu und Uferschwalben, die jetzt ungestört brüten können, sondern ermöglicht auch eine zukünftige Beweidung der Sandgrube. Welche hungrigen Landschaftspfleger hier zum Einsatz kommen ist zwar noch nicht abschließend geklärt; 🐐🐏🐄 In jedem Fall werden sie die Pflege der Sandgrube jedoch sehr vereinfachen. Die Weidetiere drängen die Vegetation zurück und sorgen dafür, dass die offenen Flächen nicht verbuschen. So bleiben die Lebensräume der seltenen Tierarten, die hier in Rohboden und Steilhängen nisten, langfristig erhalten. Von Menschenhand wäre das nur mit einem enormen –und aufgrund des steilen Geländes nicht ungefährlichen- Aufwand zu schaffen.😵
Wir freuen uns sehr, dass einer effektiven Pflege der Sandgrube nun nichts mehr im Wege steht!

Morgenstimmung in unserer Sandgrube…So langsam fühlt es sich hier schon ein bisschen nach Herbst an. 🍂 Statt des fröhlic...
15/09/2022

Morgenstimmung in unserer Sandgrube…
So langsam fühlt es sich hier schon ein bisschen nach Herbst an. 🍂 Statt des fröhlichen „prrrrüts“ der Bienenfresser und des rauen Zwitscherns der Uferschwalben begrüßt uns Stille in der Sandgrube, denn die Vögel haben sich längst nach Afrika aufgemacht. Das bedeutet für uns: Endlich können wir mit der Gestaltung loslegen! 🚧 Damit die Sandgrube auch in Zukunft für unsere gefiederten, geflügelten und geschuppten Gäste heimelig bleibt, muss hier einiges getan werden. Die Hangkanten sollen stellenweise neu modelliert, Neophyten bekämpft und junger Gehölzaufwuchs entfernt werden. Denn ohne Pflege würden die Flächen und Hänge schnell verbuschen, was auf lange Sicht dazu führen würde, dass sich die hier lebenden sonnenliebenden und seltenen Tierarten nach einem neuen Zuhause umschauen müssten. 😔 Langfristig werden wahrscheinlich auch ein paar tierische und immer hungrige Landschaftspfleger eingesetzt werden, um die Sandgrube vor Verbuschung und Verbrachung zu schützen. 🐑🐐

Wir halten euch natürlich über alle Entwicklungen auf dem Laufenden!

Look at these BEAUTIES! 🤩🤩🤩Mit diesen Tagfalterschönheiten 🦋 melden wir uns zurück aus der Sommerpause!Eigentlich waren ...
23/08/2022

Look at these BEAUTIES! 🤩🤩🤩
Mit diesen Tagfalterschönheiten 🦋 melden wir uns zurück aus der Sommerpause!
Eigentlich waren wir auf der Suche nach einer unserer Zielarten, dem Kreuzenzian-Ameisenbläuling (rechts oben), um zu prüfen auf welchen Flächen dieser im Paartal vorkommt. Dafür haben wir nicht nur nach den adulten Tagfaltern gesucht sondern auch nach der Raupenfutterpflanze 🐛, dem -der Name sagt es schon- Kreuzenzian und kontrolliert, ob sich daran Eier befinden. Das Ergebnis hat uns positiv überrascht, denn wir haben viel mehr und viel größere Kreuzenzian-Bestände gefunden als noch vor ein paar Jahren! Das ist für unseren Kreuzenzian-Ameisenbläuling enorm wichtig, damit sich die Population wieder positiv entwickeln und ausbreiten kann. 🦋🦋 Dass wir nebenbei noch ein paar andere der heimischen Tagfalter bewundern konnten, hat das ganze gleich doppelt schön gemacht!😍

Bei uns blüht’s wirklich auf! 🌼Vor einem Jahr sah diese Fläche noch ein wenig trostlos aus… doch mit ein bisschen heimis...
22/06/2022

Bei uns blüht’s wirklich auf! 🌼
Vor einem Jahr sah diese Fläche noch ein wenig trostlos aus… doch mit ein bisschen heimischem Saatgut und etwas Geduld hat sich hier mittlerweile ein wunderschönes Blütenmeer entwickelt!😍 Auf den ersten Blick erkennt man vor allem Margeriten, doch es haben sich auch Wiesen-Salbei, Hornklee, Ackerwitwenblume und viele weitere Arten etabliert. Getreu unserem Motto fördern wir an dieser Stelle aber nicht nur die Artenvielfalt der heimischen Pflanzenwelt, sondern schaffen gleichzeitig ein weiteres Trittsteinbiotop auf dem Flugweg vieler, vieler hungriger Insekten! 🐝😋

Wer in letzter Zeit auf etwas entlegeneren Wegen im Paartal unterwegs gewesen ist, dem wird sicher ein neues Landschafts...
02/06/2022

Wer in letzter Zeit auf etwas entlegeneren Wegen im Paartal unterwegs gewesen ist, dem wird sicher ein neues Landschaftsmerkmal aufgefallen sein: runde Drahtmanschetten.
Was genau haben wir da wieder gebaut? 🤔 Diese professionell anmutenden Drahthosen sollen wildwachsende Spargelpflanzen (Asparagus officinalis) vor hungrigen Rehen 🦌 schützen und sind Teil eines kleinen Experiments. Wir befinden uns nämlich auf der Suche nach einer – wie könnte es im Paartal anders sein – seltenen Wildbienenart. 🕵️ Die Spargel-Sandbiene ernährt sich nur von den Pollen von wildem Spargel und gilt in Bayern eigentlich als ausgestorben. Aber das hat man ja auch mal von der Malven-Langhornbiene gedacht. 🤫 Vom Wildbienenexperten Erwin Scheuchl wurde eine gezielte Suche nach der Spargel-Sandbiene angeregt, denn die Art findet im Paartal eigentlich einen perfekten Lebensraum: Wilden Spargel als Pollenquelle und sandige Böden als Nistmöglichkeit. Ohne Schutz werden die Spargelpflanzen jedoch stark von Rehen verbissen, sodass kaum noch Blüten für die Spargel-Sandbiene übrig bleiben würden. Das soll durch die Drahthosen verhindert werden⛔️, sodass die Blüten von Mitgliedern der Bund Naturschutzgruppe Reichertshofen nach der Wildbiene abgesucht werden können. 🐝

Jetzt heißt es: Daumen drücken, dass eine weitere in Bayern eigentlich ausgestorbene Art ihr letztes Refugium im Paartal hat! 🤞

Wer diesen Sommerboten entdecken möchte braucht vor allem eins: Gute Augen 👀, denn den Neuntöter sieht man eher als dass...
25/05/2022

Wer diesen Sommerboten entdecken möchte braucht vor allem eins: Gute Augen 👀, denn den Neuntöter sieht man eher als dass man ihn hört. Als typische Art des Offenlands ist er auch im Paartal zuhause. Gut sichtbar nimmt er häufig auf den Spitzen von Hecken und Büschen Platz, von denen aus er auf Beuteflug geht.🦅 Besonders das Neuntöter-Männchen ist leicht an der schwarzen Augenbinde zu erkennen, die ihm das Aussehen eines Banditen verleiht.
Sein etwas brutal klingender Name entstammt übrigens dem irrtümlichen Glauben, dass der Neuntöter neun Beutetiere aufspießen würde, bevor er sie verspeist. Tatsächlich legt er sich Nahrungsreserven an, um Schlechtwetterperioden zu überbrücken💧, indem er größere Beute auf Dornen oder spitzen Zweigen aufspießt. Hier spezialisiert er sich vor allem auf Insekten und Feldmäuse aber auch Jungvögel stehen auf seiner Speisekarte. 😋

Beobachten kann man den Neuntöter gut von Mai bis August. Also: Beim nächsten Spaziergang unbedingt den Hecken einen gründlichen Blick schenken! 🕵️‍♂️

19/05/2022

„Oh, das riecht aber lecker hier…“ 😋
„Ich weiß gar nicht, was ich zuerst probieren soll…“ 🤔
„Ach schau, da ist die Lieblingsblume von der Biene Maja...“ 🐝
„Ist das da etwa eine Wiesenglockenblume?! Die gehört mir!!!“ 😍
Was eine Biene wohl so alles denkt, während sie durch unsere Straßenbegleitflächen fliegt?

Musik: Peter Gresser via canva.com


Aktuell sind sie noch „nur“ grün: die Straßenbegleitflächen entlang der Staatsstraße Nr. 2048 von Freinhausen nach Adels...
04/05/2022

Aktuell sind sie noch „nur“ grün: die Straßenbegleitflächen entlang der Staatsstraße Nr. 2048 von Freinhausen nach Adelshausen. Aber nicht mehr lange und man kann sich auf der Auto- 🚗 oder Radfahrt 🚴 wieder an bunten Farbtupfern auf dem Weg nach Freinhausen erfreuen. 😍 In Zusammenarbeit mit dem Straßenbauamt Ingolstadt und lokalen Landwirten wurden im September 2020 drei Straßenbegleitflächen mit einer artenreichen Grünlandmischung eingesät. Diese auch liebevoll „Bienen-Highways“ genannten Blühstreifen vernetzen die Lebensräume von Pflanzen und Tieren und sind wichtig für viele Insekten- und Bienenarten. 🐝 Auch die für die Malven-Langhornbiene, denn durch die in dem Saatgut enthaltenen Malvensamen entstehen wieder neue Pollenstandorte für die seltene Wildbiene. 🌸 Dank der tollen Pflege durch den Tiefbau des Landkreises haben sich die Flächen bereits im ersten Jahr prächtig entwickelt! Gemäht wird erst im September 🍂, damit die Samen der Pflanzen noch reifen können. Vor und während der Mahd fallen sie dann zu Boden, sodass in diesem Jahr ein neues Blütenmeer entstehen kann. 🌱 Da freuen sich nicht nur die Insekten über diese Farbenpracht! 🥳

Fotos: Natur Perspektiven, FNL Landschaftsplanung

Wusstet ihr, dass die ersten Wildbienen bereits im März unterwegs sind ⏰? Finden sie so früh überhaupt schon Nahrung, we...
14/04/2022

Wusstet ihr, dass die ersten Wildbienen bereits im März unterwegs sind ⏰? Finden sie so früh überhaupt schon Nahrung, wenn die Blüten der meisten Pflanzen noch auf sich warten lassen? 🌸 Tatsächlich beginnen im März auch die ersten Weiden zu blühen. Die schönen flauschigen Kätzchen sind eine der ersten Pollenquellen, die den Bienen zur Verfügung stehen. Einige Wildbienenarten ernähren sich sogar ausschließlich von den Weidenkätzchen und finden deshalb auch so früh im Jahr schon ausreichend Nahrung. Auch in den Paartaler Sanddünen lebt eine vom Aussterben bedrohte Wildbiene, die sich auf Weiden spezialisiert hat: die Graue Lockensandbiene!
Besonders beliebt sind die Weidenblüten auch bei überwinterten Völkern der Honigbiene 🐝, die in großer Zahl die Pollen absammeln. Die verschiedenen Weidenarten und dementsprechend unterschiedlichen Blütezeitpunkte sichern zudem eine längere Versorgung der Bienen mit Pollen im Frühjahr. Weiden sind also wirklich echte Bienenweiden!

Liebe Naturfreunde, 🍀leider haben wir in letzter Zeit festgestellt, dass immer wieder Motorcrossfahrer in den Sandgruben...
06/04/2022

Liebe Naturfreunde, 🍀
leider haben wir in letzter Zeit festgestellt, dass immer wieder Motorcrossfahrer in den Sandgruben nahe Freinhausen unterwegs sind. Die Sandgruben stellen für viele Arten wichtige Fortpflanzungs- und Ruhestätten dar.‼️ Hier finden sich bedeutende und streng geschützte Vogel-🦅, Wildbienen-🐝, Reptilien-🐍, und Amphibienarten 🐸, die durch die lauten Geräusche gestört oder deren Fortpflanzungsstätten durch das Befahren zerstört werden. Vögel sind gerade jetzt zur Vogelbrutzeit besonders sensibel und wiederholte Störungen können sogar dazu führen, dass die Vögel ihre Nester aufgeben. Darüber hinaus befinden sich die Gruben in Privat- und Gemeindebesitz und dürfen nicht einfach ohne Erlaubnis betreten werden. 🚫Deswegen bitten wir euch, die Sandgruben in Zukunft nicht zu betreten und so den dort lebenden Tierarten die nötigen Ruhe- und Rückzugsräume zu geben, die sie so dringend brauchen. Die Paartaler Artenwelt dankt es euch! 🙏

Wer trotzdem gerne mehr über die Tier- und Pflanzenwelt der Sandgruben erfahren möchte: Wir werden in Zukunft einmal im Jahr eine geführte Tour durch die Sandgruben anbieten, zu der wir alle Interessenten herzlich einladen. Details zu Zeit, Ort und Anmeldung geben wir hier bekannt. 🤩

Die Aufregung war groß als nahe des NSGs Windsberg einige Standorte von Rosen-Malven🌸kürzlich bei der Pflege von Abwasse...
24/03/2022

Die Aufregung war groß als nahe des NSGs Windsberg einige Standorte von Rosen-Malven🌸kürzlich bei der Pflege von Abwassergräben und Wegesrändern geräumt worden waren. Die Rosen-Malve ist die einzige Nahrungsquelle der hier so seltenen Malven-Langhornbiene 🐝 und ein reiches Vorkommen der Futterpflanze für den Fortbestand der Wildbienenart entscheidend. In einem offenen Gespräch mit dem Hohenwarter Bürgermeister Herrn Haindl, Vertretern der Ortsgruppe von der BN Ortsgruppe Reichertshofen, dem Landwirt Herrn Döhner, der von der Gemeinde Hohenwart mit der Räumung der Gräben und Wege beauftragt wurde, und unserem Projektmanager Dominik wurden die Wogen geglättet. Durch die Neuansaat von Rosen-Malven 🌱, die unmittelbar von Herrn Döhner umgesetzt wurde, soll der Nahrungsstandort auch in Zukunft gesichert werden. Kurzfristig stehen der Malven-Langhornbiene immer noch ausreichend Futterpflanzen zur Verfügung, sodass ihr Bestand zunächst nicht akut gefährdet ist. 💡
Auch wenn die Zusammenarbeit aller Akteure bereits sehr gut funktioniert, sollen Maßnahmen zukünftig noch enger abgestimmt werden, um Naturschutz, Landschaftspflege und Landwirtschaft bestmöglich in Einklang zu bringen. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die Gesprächsbereitschaft und den konstruktiven Austausch! 🙏

Ein detaillierter Beitrag zu diesem Thema ist auch auf Pfaffenhofen Today erschienen: https://pfaffenhofen-today.de/68649-hohenwart-malven-280236

Ein kleines Update gibt es zu unseren Flächen oberhalb des Windsbergs, die wir letztes Jahr neu eingesät haben. Die Saat...
17/03/2022

Ein kleines Update gibt es zu unseren Flächen oberhalb des Windsbergs, die wir letztes Jahr neu eingesät haben. Die Saat ist super aufgekeimt und nach den ersten warmen und sonnigen Tagen ☀ des Jahres starten die kleinen Pflänzchen nun voll durch! 🌱 Im Frühjahr und Sommer wird sich hier eine schöne Blühwiese entwickeln, die den vielen verschiedenen Insektenarten rund um den Windsberg ein reichhaltiges Buffet bieten wird. 🌺🌸🌼🌻 Durch die vielen verschiedenen Pflanzenarten im Saatgut und ihre unterschiedlichen Blühzeitpunkte kommen hier viele Insekten voll auf ihre Kosten. 😋

Wir freuen uns schon auf die ersten Blüten des Jahres und sind gespannt, wer sich so alles daran tummeln wird! 🤩

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86558

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