Freiburg gegen Faschismus

Freiburg gegen Faschismus Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Freiburg gegen Faschismus, Politische Organisation, Freiburg im Breisgau.

18/12/2025

🇩🇪 Deutschland zur Weihnachtszeit, erklärt in einem Video 🇩🇪

Es ist eigentlich immer das gleiche...

Christliche Werte sind bei stolzen Patrioten und ihren Fans nur vorgeheuchelt...

Letztendlich sind es die Migranten, die jedesmal aus neue zeigen, was Nächstenliebe wirklich ist.
Wie auch bei den Experimenten wo Frauen in Kirchen angerufen haben und um Babynahrung baten, aber erst nach 26 Absagen von Kirchen, bei einer Moschee Hilfe bekommen haben.

Auch in Freiburg erleben wir gerade diese Doppelmoral von vermeintlichen Christen, die der UKraine nicht mal die alten Busse der VAG Freiburg gönnen.
Sh*tstorm mit den üblichen rassistischen Hasskommentaren.

Sagt mal liebe , fühlt ihr euch eigentlich noch?
Neid und Habgier sind eine Todsünde. 😉

Frohe und besinnliche Weihnachten an alle ECHTEN Christen! 🎄🎅🎁

Aus gegebenen Anlass: Diskriminierung? - Nicht nur von der AfD.Ableismus ist allgegenwärtig. Er durchzieht unsere Sprach...
13/11/2025

Aus gegebenen Anlass:

Diskriminierung? - Nicht nur von der AfD.

Ableismus ist allgegenwärtig. Er durchzieht unsere Sprache, unsere Medien und unseren Alltag – oft unbemerkt, oft bagatellisiert. Und doch ist er eine der verbreitetsten Formen von Diskriminierung. Menschen mit psychischen oder körperlichen Erkrankungen, mit Behinderungen oder neurodiversen Hintergründen erleben tagtäglich Herabwürdigung, Spott oder Ausschluss – auch dort, wo sich viele selbst für „aufgeklärt“ oder „links“ halten.

Ein besonders bitteres Beispiel: Selbst auf antifaschistischen Facebookseiten,, in Gruppen und Kommentarspalten, wo Menschen gegen Hass, Hetze und Rechtsextremismus kämpfen, wird Ableismus offen und unmoderiert reproduziert. Immer wieder werden rechte Ideologien, Hass oder Gewalt pauschal als „krank“, „verrückt“ oder „psychisch gestört“ bezeichnet. Damit werden nicht nur wissenschaftliche Fakten ignoriert – es wird vor allem das Leid jener Menschen unsichtbar gemacht, die tatsächlich mit psychischen Erkrankungen leben.

Wer Rechtsextremismus pathologisiert, verschiebt die Verantwortung: Er tut so, als sei Hass eine Krankheit – statt ein gesellschaftliches, politisches und moralisches Problem. Und er trifft dabei jene, die ohnehin schon am Rand stehen.

Ableismus ist kein Randphänomen.
Er ist tief verankert – auch in den Strukturen, die sich selbst als progressiv verstehen. Er begegnet uns in Witzen, in Sprache, in der Darstellung von Menschen in Medien und sogar in vermeintlich solidarischen Bewegungen.

Ein Appell an alle, die gegen Hass kämpfen

Wenn wir wirklich eine offene, gerechte und solidarische Gesellschaft wollen, dürfen wir keine Diskriminierung tolerieren – auch keine ableistische.
Das bedeutet:

- Keine Herabsetzung von Menschen mit psychischen oder körperlichen Erkrankungen.

- Keine Entschuldigung von Gewalt oder Hass durch die Zuschreibung „krank“.

- Kein Schweigen, wenn in Kommentaren oder Beiträgen ableistische Sprache verwendet wird.

An alle Admins, Moderatorinnen und Betreiberinnen von Facebookseiten und Gruppen gegen Rechts: Ihr tragt Verantwortung.
Eure Räume sollten sichere Orte für alle marginalisierten Menschen sein – auch für jene, die mit psychischen Erkrankungen oder Behinderungen leben. Tretet ein, wenn ableistische Kommentare gepostet werden. Setzt klare Regeln. Löscht diskriminierende Beiträge.

Wer gegen die AfD kämpft und gleichzeitig ableistische Denkmuster reproduziert, ändert nichts am Hass in dieser Gesellschaft – er verschiebt ihn nur.
Der Kampf gegen Diskriminierung muss intersektional sein – oder er bleibt leer.

Folgsschwärmer Querulanten 711 AFP Deutschland Gegen Rechts - Bunt statt Braun Das Siebte Flugblatt Antifa Germany GmbH Bazis gegen N***s - Das Original 1.000 Gründe, niemals die AfD zu wählen Plaste - Die Demokratie-Ultras No AfD Wemeze 2.0 Gegen die Alternative für Deutschland Antifa Gemeinsam gegen AFD-N***s Gegen die blau braune patriotisch nationale Heimatfront - AfD Zitate gegen rechte Hetze No AfD

Vielfalt zeigen gegen Merz – Ein Problem im Stadtbild sein!Am Samstag, den 25. Oktober, um 15:00 Uhr, lädt ein breites B...
24/10/2025

Vielfalt zeigen gegen Merz – Ein Problem im Stadtbild sein!

Am Samstag, den 25. Oktober, um 15:00 Uhr, lädt ein breites Bündnis zur Demonstration auf dem Platz der Alten Synagoge in Freiburg ein.

Die jüngsten Äußerungen von Friedrich Merz zum sogenannten „Problem im Stadtbild“ schüren rassistische Ressentiments und tragen zur Ausgrenzung von Menschen bei. Dagegen richtet sich der Protest mit klarer Haltung und Entschlossenheit.

Freiburg steht für Buntheit, Vielfalt und Solidarität. Zahlreiche Organisationen – darunter Die Linke, Unabhängige Frauen Freiburg, ROMA BÜRO, VVN-BdA, Navenda Civaka Kurd ya Demokratîk, Nuda, OUR VOICE, Grüne Alternative Freiburg, Kurdistan Solidarity Committee, LINKE LISTE Solidarische Stadt und viele weitere – unterstützen den Aufruf. Dieses breite Bündnis zeigt: Freiburg steht zusammen gegen Ausgrenzung und rechte Hetze.

Die Demonstration setzt ein deutliches Zeichen für eine offene Gesellschaft und gegen Rassismus und Faschismus. Jede Teilnahme stärkt die Botschaft, dass rechte Parolen in dieser Stadt keinen Platz haben.

Wann: Samstag, 25.10., 15:00 Uhr
Wo: Platz der Alten Synagoge, Freiburg

Patriarchale   Femizide sind keine Einzelfälle – sie sind das tödliche Ende einer Kette.🖤   – Wer wegschaut, stabilisier...
17/10/2025

Patriarchale

Femizide sind keine Einzelfälle – sie sind das tödliche Ende einer Kette.

🖤 – Wer wegschaut, stabilisiert Strukturen, die töten.

Der schreckliche Femizid in Bollschweil hat uns alle tief getroffen. Doch anstatt das Problem als das zu benennen, was es ist – tief verwurzelte, patriarchale Gewalt – erleben wir in den Kommentarspalten das altbekannte Muster: Ablenkung durch Rassismus und Täterschutz.

Unser vorheriger Post hat die verschiedenen Mechanismen des Täterschutzes beleuchtet: vom Relativieren („War ein Familienstreit“) über Victim Blaming („Warum hat sie sich nicht getrennt?“) bis hin zu rassistischen Externalisierungen („Bestimmt war’s ein Migrant.“).

Doch diese Reaktionen sind nicht nur isolierte Kommentare. Sie sind integraler Bestandteil der Patriarchalen Gewaltspirale, deren Spitze der Femizid ist. Die uns vorliegende Grafik zeigt klar: Gewalt gegen Frauen entsteht nicht im Vakuum. Sie ist ein eskalierender Prozess, der von der Basis unserer Gesellschaft getragen wird.

Die Patriarchale Gewaltspirale: Von der Norm zur tödlichen Spitze
Die Grafik macht deutlich: Am Beginn der Spirale stehen Verhaltensweisen und Strukturen, die in unserer Gesellschaft oft noch als "normal" oder "harmlos" gelten – aber den Nährboden für immer brutalere Gewalt bilden:

- Basis - Der Nährboden der Ungleichheit:
* Stereotype Rollenbilder, Sexismus im Alltag, Diskriminierung, Objektifizierung, ungleiche Bezahlung.

⚠️ Die Botschaft: Frauen sind weniger wert. Sie sind Objekte, nicht Subjekte.
Dies schafft das Machtgefälle, auf dem alles Weitere aufbaut.

- Stufe 2: Bagatellisierung & Schuldumkehr:
* Relativierungen (z.B. "Ist doch nur Spaß"), Victim Blaming, Täter-Opfer-Umkehr, sexistische Witze.

⚠️ Die Botschaft: Wenn Gewalt passiert, ist die Gesellschaft nicht schuld, das Opfer ist es. Täter werden entlastet. Dies ist exakt der Mechanismus, den rassistische Kommentare und Relativierungen im Fall Bollschweil bedienen!

- Stufe 3: Digitale und nonverbale Gewalt:
* Ungefragte Dick Pics, Catcalling, Spannen, heimliche Fotoaufnahmen, Stalking.

⚠️ Die Botschaft: Frauenkörper und der öffentliche Raum sind ein Verfügungsbereich des Mannes. Die Grenzen der Frau werden bewusst ignoriert.

- Stufe 4: Direkte Bedrohung:
* Gewaltandrohung, Beleidigung, Rachepornos, Erpressung, Stealthing, ungefragtes Anfassen.

⚠️ Die Botschaft: Hier beginnt die offene physische oder psychische Gewalt. Das Drohszenario wird zur Kontrolle eingesetzt.

🔥 Spitze: Tödliche Gewalt:
* Femizid, Vergewaltigung, Gewalt.

⚠️ Das Ergebnis: Die konsequente Zuspitzung patriarchaler Kontrolle und Entmenschlichung. Der Täter sieht sich im Recht, die Frau (oder in Bollschweil die Tochter) als sein Eigentum oder als Störung seiner Ordnung zu vernichten.

⚠️ Das Fatale an den Reaktionen:

Jeder Satz, der den Täter entlastet oder die strukturelle Dimension externalisiert, stärkt die Basis dieser Spirale.

- Wer sagt: "Das war sicher ein Familienstreit" oder "Er war bestimmt überfordert", betreibt Relativierung und leistet damit einen Beitrag zur Normalisierung sexistischer Strukturen auf der zweiten Stufe.
- Wer die rassistische Ablenkung nutzt, um Gewalt als "Problem der Anderen" abzutun, verkennt, dass Stereotype Rollenbilder und Sexismus (Stufe 1) tief in der deutschen Mehrheitsgesellschaft verwurzelt sind.
Femizide sind keine "Einzelfälle". Sie sind das Resultat eines Systems, das über alle Stufen hinweg Gewalt ermöglicht, duldet und verharmlost.

📢 Wir brauchen eine klare Absage an Täterschutz – in all seinen Formen:

* Strukturell: Klare Benennung des Problems als Patriarchale Gewalt, unabhängig von Herkunft des Täters.
* Individuell: Schluss mit Relativierungen, Victim Blaming und der Fokussierung auf männliche Befindlichkeiten ( -Abwehrreflexe).
* Politisch: Ausbau von Opferschutz und Präventionsarbeit auf allen Ebenen der Spirale.
Schweigen oder rassistische Ablenkungsmanöver machen uns zu Komplizen dieser Spirale. Lasst uns die Strukturen angreifen, nicht die Opfer und nicht rassistische Sündenböcke suchen.

🖤   – Wenn Gewalt nicht nur von Tätern, sondern auch von Strukturen getragen wirdAm vergangenen Wochenende wurde unsere ...
15/10/2025

🖤 – Wenn Gewalt nicht nur von Tätern, sondern auch von Strukturen getragen wird

Am vergangenen Wochenende wurde unsere Region erneut von einer brutalen Tat erschüttert:

In hat ein seine 8-jährige getötet. Der Sohn und die Mutter überlebten unverletzt.
Ein .
Ein weiterer Tatort mitten in unserer Gesellschaft.

❗Der Tatverdächtige ist deutscher Staatsbürger. Und trotzdem — oder gerade deswegen — zeigen sich in den Kommentarspalten dieselben rassistischen Reflexe wie so oft:

„Bestimmt wieder ein Migrant.“

„Das sind doch diese kulturellen Probleme.“

„Mit solchen Leuten im Land passiert sowas.“

"Wieder so ein Passdeutscher."

"Danke Merkel"

"Nur die A*D"

➡️ Diese Reflexe sind nicht nur falsch, sondern brandgefährlich. Sie lenken von der eigentlichen Realität ab:
Gewalt gegen Frauen und Kinder ist kein Import. Sie ist tief verankert in patriarchalen Strukturen – auch mitten in Deutschland.
Der Täter war kein „Fremder“. Er war Teil dieser Gesellschaft.

📉 In den Diskussionen rund um (sexuelle) Gewalt an Frauen (in Beziehungen) tauchen immer die gleichen Muster auf:

„Warum hat sie sich nicht getrennt?“

„Was hatte sie an?“

„Nicht alle Männer!“

„Das ist ein Einzelfall.“

„Bestimmt war er kein Deutscher.“

"Ich bin nicht so."

Diese Sätze sind kein Zufall. Sie dienen der Verschiebung von Verantwortung. Sie machen Gewalt zu etwas Exotischem, Abweichendem – statt sie als das zu benennen, was sie ist: ein strukturelles Problem, das quer durch alle Herkunftsgruppen, Milieus und Schichten verläuft.

👊 Femizide entstehen nicht plötzlich. Sie sind das Ende einer langen Spirale patriarchaler Kontrolle und Gewalt. Wer in solchen Momenten rassistische Klischees bedient, schützt keine Opfer – er schützt das System, das diese Gewalt ermöglicht.

📢 AllMen heißt nicht, dass jeder Mann Täter ist.
Es heißt, dass alle Männer Teil einer Gesellschaft sind, in der Gewalt gegen Frauen möglich bleibt, weil sie relativiert, entschuldigt, rassistisch externalisiert oder banalisiert wird.

💬 Täterschutz zeigt sich in zwei Gesichtern:

1. Individuell – durch Relativierungen („war bestimmt ein Einzelfall“) und Schuldverschiebung („sie hätte ja gehen können“).

2. Strukturell – durch rassistische Narrative, die Gewalt an Frauen anderen Gruppen zuschieben, anstatt sie als gesamtgesellschaftliches Problem zu begreifen.

🧍‍♂️ Relativierungen & Täterentlastung:

Diese Sätze schieben Verantwortung weg, relativieren die Tat oder stellen sie als Ausnahme dar:

„Das war sicher ein Familienstreit, sowas kann überall passieren.“

„Man weiß ja nie, was da wirklich vorgefallen ist.“

„Er war bestimmt in einer Ausnahmesituation.“

„Er war sicher überfordert.“

„Das ist doch tragisch, aber sowas passiert halt.“

„Er war bestimmt ein guter Vater, bis er durchgedreht ist.“

„So was passiert halt, wenn Beziehungen scheitern.“

„Das ist ein privates Drama, kein gesellschaftliches Problem.“

„Das war doch kein Femizid, das war ein Einzelfall.“

„Ihr macht aus jeder Tragödie sofort ein politisches Thema.“

👉 Was dahinter steckt:

Gewalt wird banalisiert oder psychologisiert, statt benannt.

Täter werden menschlich gemacht, Opfer dagegen unsichtbar.

Strukturelle Gewalt wird als persönliches Schicksal dargestellt.

🧠 AllMen-Verharmlosung & Abwehrreflexe:

Diese Aussagen lenken die Debatte von Gewalt gegen Frauen weg auf männliche Befindlichkeiten:

„Nicht alle Männer sind so, hört auf uns alle über einen Kamm zu scheren.“

„Ihr macht Männer pauschal zu Tätern.“

„Ich fühle mich durch solche Hashtags angegriffen.“

„Mit solchen Parolen vertreibt ihr die Männer, die eigentlich auf eurer Seite wären.“

„Warum müsst ihr das so konfrontativ machen?“

„Solche Hashtags spalten nur.“

„Wenn ihr wollt, dass Männer euch zuhören, müsst ihr anders reden.“

„Ich finde Gewalt auch schlimm, aber AllMen geht zu weit.“

„Ich hab noch nie einer Frau was getan, warum soll ich mich da angesprochen fühlen?“

„Wenn ihr ständig über Männer schimpft, erreicht ihr gar nichts.“

👉 Was dahinter steckt:

Fokusverschiebung: Weg von den Opfern, hin zur Verteidigung männlicher Unschuld.

Individualisierung: Aus einem strukturellen Thema wird eine persönliche Betroffenheit gemacht.

Zentrierung: Die Wahrnehmung und das Unbehagen von Männern werden wichtiger als die Gewalt selbst.

🧼 Täter-Opfer-Umkehr & Victim Blaming:

Diese Aussagen stellen das Opfer in Frage, zweifeln an Glaubwürdigkeit oder verschieben die Verantwortung:

„Warum hat sie sich nicht früher getrennt?“

„Sie hätte doch einfach die Polizei rufen können.“

„Sie wusste doch, wie er ist.“

„Was hatte sie an?“

„Sie hätte ja Nein sagen können.“

„Warum hat sie das Kind nicht besser geschützt?“

„Sie ist selbst schuld, wenn sie ihn zurückgelassen hat.“

„Das war bestimmt nicht so schlimm, wie sie sagt.“

„Warum geht sie dann überhaupt wieder zu ihm?“

„Frauen übertreiben bei sowas oft.“

👉 Was dahinter steckt:

Täter wird entlastet, Opfer belastet.

Gewalt wird nicht als Gewalt benannt, sondern als „beiderseitiger Konflikt“ dargestellt.

Strukturelle Machtverhältnisse (z. B. Abhängigkeiten, Kontrolle, Angst) werden ignoriert.

💩 Rassistische Narrative:

Typisch, wenn Täter nicht in stereotype Vorstellungen passt (wie im Fall Bollschweil):

„Bestimmt war das ein Ausländer.“

„Solche Dinge kennt man doch sonst nur aus diesen Kulturkreisen.“

„Das ist doch typisch für Migranten.“

„Mit solchen Leuten im Land passiert sowas.“

„Früher gab’s sowas hier nicht.“

👉 Was dahinter steckt:

- Gewalt wird externalisiert — weg von der Mehrheitsgesellschaft.

- Strukturelle Probleme des Patriarchats werden ignoriert.

- Rassismus wird genutzt, um sich selbst aus der Verantwortung zu nehmen.

🧭 Fazit:

Diese Kommentare mögen auf den ersten Blick harmlos oder „meinungsstark“ wirken — sie formen aber den Diskurs.
Sie verschieben Schuld, verharmlosen Gewalt, schützen Täterstrukturen und verhindern echte gesellschaftliche Auseinandersetzung.

📢 Darum ist es wichtig, sie klar zu benennen:
Nicht jede Person, die solche Sätze sagt, will Täterschutz betreiben — aber jede solche Aussage wirkt täterschützend.

👉 Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist kein Randphänomen.
👉 AllMen ist kein Angriff auf Männer.
👉 Rassismus ist keine Lösung, sondern Teil des Problems.
👉 Schweigen und Relativieren halten Strukturen stabil, die töten.

⚠️ Wir brauchen:

- konsequenten Opferschutz,

- ernsthafte gesellschaftliche Auseinandersetzung mit patriarchaler Gewalt,

- klare Absage an Täterschutz und rassistische Scheinargumente,

- mehr Prävention statt Wegsehen.

Der Femizid in Bollschweil ist kein tragischer Einzelfall. Er ist ein weiteres Beispiel dafür, wie tödlich patriarchale Gewalt ist – und wie gefährlich es ist, wenn Rassismus dazu genutzt wird, das Problem wegzuschieben, statt es anzugehen.

+ + + Ruhe in Frieden, kleine Maus 🕯 Viel Kraft der Mama, dem Bruder und allen Angehörigen 🕊🕯 + + +

Mach mit bei der Operation   auf TikTok von  . "Das Schweigen ist vorbei - Wir holen uns   zurück!" Dafür stellt der lin...
23/09/2025

Mach mit bei der Operation auf TikTok von .

"Das Schweigen ist vorbei - Wir holen uns zurück!"

Dafür stellt der linke Aktivist und antifaschistische Content Creator seine Inhalte frei zum runterladen zur Verfügung. Auch andere Creator beteiligen sich an dieser Operation.

Für alle die selbst keine TikToks erstellen möchten oder können, bietet sich dazu die Möglichkeit, diese runtergeladenen Videos von Marcant und den anderen Creator mit dem eigenen Account auf TikTok zu verbreiten um dadurch mehr linken/antifaschistischen Content zu produzieren.

Das kann wirklich jede*r! 😉✊🏻

- Einfach TikTok Account erstellen
- Das Profil von Macant oder Die Operation Flut suchen
- Seine TikToks aufs Handy laden
- TikToks mit dem eigenen Profil hochladen und mit Hashtags versehen
- Linke und Antifaschistische Creator folgen, liken und teilen
- Postet antifaschistische Sharepics in alle Kommentarspalten

Mehr Infos über die Operation:

https://vm.tiktok.com/ZNdsNKL5S/

Wer ist Marcant?

Marcant ist aktiv auf YouTube, Twitch, TikTok, Instagram etc. Er betreibt u.a. Kanäle mit Reaction-Videos. Er mischt politische Inhalte mit Meinungs-Kommentaren, Kritik und Aufklärungsarbeit.

Besonders engagiert ist er gegen Rechtsextremismus: Er geht „hin, wo es wehtut“, z.b. auf Demos der , versucht Jugendliche und andere Teilnehmer*innen aus rechtsextremen Kontexten anzusprechen oder zu de-radikalisieren.

Macht mit und teilt diesen Post! 😉 Holen wir uns TikTok zurück!

Folgsschwärmer Querulanten 711 Gegen die Alternative für Deutschland Bazis gegen N***s - Das Original Gegen Rechts - Bunt statt Braun Antifa Germany GmbH Antifa No AfD 1.000 Gründe, niemals die AfD zu wählen Zitate gegen rechte Hetze Antifa-Kunst Fridays for Hoperoom Anti AfD Gegen die blau braune patriotisch nationale Heimatfront - AfD Gemeinsam gegen AFD-N***s AFP Deutschland Laut gegen N***s Sonneberg gegen N***s Kein Bock Auf N***s Wemeze 2.0 Das Siebte Flugblatt Plaste - Die Demokratie-Ultras

    sind
20/09/2025

sind

Leute, heute ist Weltkindertag, und in Gaza sind eine halbe Million Menschen am verhungern. jedes vierte Kind droht zu sterben. Das ist doch alles nur noch pervers und grausam.
Wisst ihr noch, Margot Friedländer hat etwas sehr wichtiges gesagt: Es ist das gleiche Blut, das uns allen durch die Adern rauscht - ob wir Freigeister, Juden, Palästinenser, Christen, Moslems, Buddhisten etc. sind.
wir sind doch alle brothers and sisters, ein Blut, eine Menschenfamilie!! - alles andere wird uns doch von oben irgendwann drauf gestempelt von so skrupellosen Machtstrategen-Typen, die da irgendwelche Feindbilder befeuern, religiöse Fanatiker, Egoshooter und Schwachmaten, die immer noch nicht begreifen, dass die einzige Message aller Religionen und Glaubensformen nur die sein sollte, dass Frieden, love & peace u friendship für ALLE und mit ALLEN sein soll.

We are one!!!
And the world will be as one.

Und deshalb darf das Unrecht der israelischen Verbrecherregierung nicht weiter geduldet werden. Ebenso wenig wie die unfassbaren Gräueltaten der Terror Hamas.

Unsere Forderung an die israelische Völkermord-Regierung das unermessliche Leid in Gaza zu stoppen, hat ja absolut nichts mit Antisemitismus, dem Judentum oder dem israelischen Volk zu tun. es ist einfach die ganz simple menschliche Verpflichtung, die Gaza Menschen und all die Kinder dort nicht ermorden zu lassen!
Leute, welche Verantwortung trägt die deutsche Regierung in diesem Krieg? Zwischen historischer Verpflichtung und der grausamen Realität der Gegenwart, sollte es doch immer nur um die Menschen gehen, die Zivilbevölkerung, die keine Schuld trägt und soviel Leid ertragen muss. Auf beiden Seiten. Aber die deutsche Regierung is immer noch peinlich zurückhaltend - voll daneben.

Krieg und Gewalt war noch nie die Lösung. Die Erinnerung daran, dass wir alle Menschen sind. Das ist das einzige was zählt.

Die UNO hat das militärische Wirken von Israels Regierung in Gaza nun offiziell als Genozid eingestuft. Unsere Freunde von UNICEF und viele andere humanitäre NGOs versuchen ja schon seit Ausbruch des Krieges vergeblich, zu helfen und Leben zu retten… wir dürfen nicht zulassen, noch mehr Kinder zu verlieren!! Wenn Ihr irgendwie könnt: Unterstützt UNICEF, das Kinderhilfswerk der UNO, schreibt Briefe an euren Bundestagsabgeordneten, lasst uns laut sein und für Gerechtigkeit einstehen. Für das Leben, für die Menschlichkeit. Danke an alle, die gerade alles riskieren, um den Menschen im Gaza beizustehen, so viele großartige Menschen und Initiativen, die diese urmenschliche Verantwortung spüren und niemals aufgeben!!!
LOVE & POWER ❤️‍🔥❤️‍🔥❤️‍🔥 Udo & Panikfamily

Foto: Tine Acke

13/09/2025

Über Privilegien, Moral und das Urteil über fremde Wunden:

Es ist immer wieder dasselbe Bild: weiße, privilegierte Menschen stellen sich empört hin, wenn marginalisierte Menschen ihre Freude über den Tod eines Rechtsextremen ausdrücken. Sie erheben den moralischen Zeigefinger und predigen "Respekt vor dem Leben" – ohne auch nur einen Moment innezuhalten und zu reflektieren, aus welcher Position heraus sie sprechen.

Diese Empörung ist nichts anderes als ein Ausdruck von Privileg. Wer nie mit Rassismus, rechter Gewalt oder ständiger Entmenschlichung konfrontiert wurde, kann sich den Luxus leisten, „objektiv“ und „humanistisch“ zu klingen. Doch diese angebliche Neutralität ist kein Beweis für höhere Moral – sondern ein Zeichen dafür, wie weit entfernt man vom realen Schmerz der Betroffenen lebt.

Für marginalisierte Menschen steht hinter jedem Neonazi-Gesicht nicht „ein Mensch wie jeder andere“, sondern die Verkörperung einer Ideologie, die ihr Leben bedroht, ihre Würde infrage stellt und ihre Existenz abwertet. Freude über den Tod solcher Personen ist kein „mangelnder Respekt“ – es ist eine Reaktion auf das Ende einer Quelle von Gefahr und Hass.

Wenn Privilegierte diese Reaktion verurteilen, dann urteilen sie über etwas, das sie selbst nie durchleben mussten. Sie maßen sich an, moralische Regeln über Emotionen zu stellen, die aus tiefem Schmerz, Trauma und jahrzehntelanger Gewalt entstehen.

👉 Wer wirklich solidarisch sein will, sollte nicht den Schmerz marginalisierter Menschen disziplinieren, sondern die Strukturen bekämpfen, die diesen Schmerz verursachen.

Das Mindeste, was man tun kann, ist zuzuhören, zu verstehen und die eigene privilegierte Perspektive zu hinterfragen – statt sich über Gefühle zu empören, die man selbst nie tragen musste.

⚠️ Vorsicht vor irreführenden Statistiken: Faktencheck zu „Todesursachen in Deutschland“Immer wieder tauchen im Netz Gra...
11/09/2025

⚠️ Vorsicht vor irreführenden Statistiken: Faktencheck zu „Todesursachen in Deutschland“

Immer wieder tauchen im Netz Grafiken auf, die angeblich „die wahren Gefahren“ in Deutschland belegen. Eine dieser Darstellungen listet Todesursachen der letzten 30 Jahre auf – von islamistischen Anschlägen über rechte und linke Gewalt bis hin zu häuslicher Gewalt. Klingt nach harter Faktensammlung, ist aber bei genauerem Hinsehen höchst problematisch.

🔎 Was stimmt nicht?

Zahlen ohne klare Quellen: Die Grafik verweist zwar auf BKA, Bundesregierung und Stiftungen, aber dort finden sich die angegebenen Werte nicht in dieser Form.

Übertreibungen und Schätzungen: Beispielsweise werden bei Kindstötungen durch Angehörige „600–1.050 Männer“ und „300–600 Frauen“ genannt. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik liegt die Zahl der getöteten Kinder deutlich darunter (z. B. 146 Fälle im Jahr 2022).

„Frauen = 0“ bei fast allen Kategorien: Das ist schlicht falsch. Es gibt auch Täterinnen, wenn auch in geringerer Zahl.

Islamistische vs. rechtsextreme Morde: Hier wird mit Zahlen hantiert, die je nach Definition (zählt nur „terroristisch motiviert“? auch Einzelfälle?) stark variieren. Die Amadeu Antonio Stiftung listet seit 1990 über 200 Todesopfer rechter Gewalt, islamistische Anschläge in Deutschland sind seltener – aber die in der Grafik genannten „24“ sind nicht belegt.

Amokläufe an Schulen: Deutschland hatte tragische Fälle wie Erfurt (2002) oder Winnenden (2009). Aber eine pauschale Zahl wie „36“ Tote an Schulen ist nicht nachvollziehbar.

⚠️ Warum ist das problematisch?
Solche Grafiken erwecken den Eindruck von wissenschaftlicher Exaktheit, sind aber oft tendenziös. Je nach Absicht kann das bestimmte Tätergruppen verharmlosen oder andere überbetonen. Fakt bleibt: Gewalt und Extremismus haben viele Facetten – und man muss seriöse Statistiken heranziehen, um darüber aufzuklären.

✅ Bessere Quellen sind:

Bundeskriminalamt (BKA) → Polizeiliche Kriminalstatistik

Amadeu Antonio Stiftung → Dokumentation rechter Gewalt

Destatis (Statistisches Bundesamt) → Todesursachenstatistik

Fachverbund der TU Dortmund → Kindstötungen

👉 Merke: Wenn Zahlen ohne seriöse Quelle durch Social Media geistern, lohnt es sich immer, einen Faktencheck zu machen. Verlässliche Infos gibt es direkt bei Behörden oder anerkannten Forschungsstellen – nicht in viral gestalteten Tabellen.

„Importierte Gewalt?“ – Wie AfD und Rechtsextreme Häusliche Gewalt instrumentalisieren, und was die Fakten sagen:⚠️ Rech...
04/09/2025

„Importierte Gewalt?“ – Wie AfD und Rechtsextreme Häusliche Gewalt instrumentalisieren, und was die Fakten sagen:

⚠️ Rechtsextreme Akteure – darunter die AfD – nutzen das Thema häusliche Gewalt, Gewalt gegen Frauen und Femizide regelmäßig, um Ressentiments gegen Migrant*innen zu schüren. Dabei werden Polizeistatistiken selektiv zitiert, Begrifflichkeiten verdreht und Frauenhaus-Daten falsch interpretiert. Dieser Artikel ordnet ein: Was zeigen die belastbaren Zahlen? Wo werden Korrelationen als Kausalitäten verkauft? Und warum ist die Erzählung von der „importierten Gewalt“ irreführend.

➡️ Die Faktenlage: Häusliche Gewalt in Deutschland:

- Ausmaß und Trend: 2023 registrierte die Polizei 256.276 Opfer häuslicher Gewalt; rund 70 % davon sind weiblich. Gegenüber 2022 ist das ein Plus von 6,5 %. Im polizeilichen Unterfeld „Partnerschaftsgewalt“ wurden 138.000 bis 167.865 weibliche Opfer erfasst – ein Höchststand. Das BKA weist zugleich darauf hin, dass die Erfassung seit 2022 auf den größeren Bereich „Häusliche Gewalt“ erweitert wurde (Partnerschaftsgewalt und innerfamiliäre Gewalt).

- Täterbild: Bei häuslicher Gewalt sind rund drei von vier Tatverdächtigen männlich – auch 2023. Das BMI fasst das im Zuge der Veröffentlichung des Bundeslagebilds so zusammen.

- Tötungsdelikte/Femizide: 2023 wurden 938 Mädchen und Frauen Opfer von versuchten oder vollendeten Tötungsdelikten; 360 davon endeten tödlich. In Beziehungen wurden 2023 155 Frauen von (Ex-)Partnern getötet. (Hinweis: „Femizid“ ist kein eigener Straftatbestand, wird aber als geschlechtsspezifisch motivierte Tötung von Frauen wissenschaftlich, medial und politisch diskutiert.)

➡️ Was Rechtsextreme daraus machen – typische Erzählmuster:

1. „Importierte Gewalt“: Straftaten gegen Frauen würden „maßgeblich von Ausländern“ begangen. Dafür werden häufig PKS-Zahlen zu Tatverdächtigen mit ausländischer Staatsangehörigkeit herangezogen – ohne den Kontext zu erklären (siehe unten).

2. Cherry Picking: Einzeljahre, einzelne Deliktsgruppen oder einzelne Städte werden herausgegriffen, um ein generelles Narrativ zu stützen – entgegen der Gesamtentwicklung und ohne methodische Hinweise des BKA zu erwähnen.

3. Verwechslung von Kategorien: Partnerschaftsgewalt, innerfamiliäre Gewalt, sexuelle Gewalt im öffentlichen Raum, „Femizide“ – all das wird in Posts und Reden oft vermischt, obwohl die Datengrundlagen und Risikofaktoren jeweils verschieden sind.

4. Frauenhauszahlen als „Beweis“: Hohe Anteile nichtdeutscher Bewohnerinnen in Frauenhäusern werden als „Beleg“ für importierte Gewalt ausgegeben – ohne zu sagen, dass Frauenhäuser keine Vollerhebung sind, kein Delikt belegen und Platzmangel, Wohnungsnot, Aufenthaltstitel, soziale Netze maßgeblich beeinflussen, wer Schutzplätze tatsächlich nutzt.

➡️ Korrelation vs. Kausalität – was die PKS (nicht) sagt:

- Tatverdächtigen-Status ≠ Schuldnachweis: Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zählt Tatverdächtige, keine Verurteilungen. Sie misst polizeiliches Hellfeld, nicht die wahre Kriminalität. Wer häufiger kontrolliert, angezeigt oder angezeigt werden kann (z. B. weil er/sie in Gemeinschaftsunterkünften lebt), erscheint eher in der PKS. Das ist Korrelation, keine Kausalität.

- Überrepräsentanz erklärbar: Seriöse Einordnungen (bpb, Mediendienst Integration) zeigen: Eine statistische Überrepräsentanz bestimmter Gruppen bei einigen Delikten lässt sich u. a. durch Strukturfaktoren (z. B. Alter: junge Männer begehen generell überdurchschnittlich viele Gewaltdelikte; soziale Benachteiligung, beengte Unterkünfte, fehlende soziale Netze) mit erklären – sie „beweist“ nicht kulturell determinierte Gewalt.

- Messänderungen & Anzeigeverhalten: Steigende Fallzahlen können auch durch bessere Erfassung, geringere Dunkelziffer (mehr Anzeigen, mehr Sensibilisierung) und erweiterte Deliktkataloge entstehen – nicht nur durch „mehr Gewalt“. Das BKA hat die Berichterstattung von „Partnerschaftsgewalt“ auf das umfassendere Lagebild „Häusliche Gewalt“ umgestellt.

- Was die Zahlen zur Herkunft der Täter*innen in der häuslichen Gewalt wirklich hergeben:

Mehrheit deutsch: Im Bereich häuslicher Gewalt sind die meisten Tatverdächtigen männlich und ein erheblicher Anteil hat deutsche Staatsangehörigkeit – pauschale Zuschreibungen an „Ausländer“ sind empirisch falsch verkürzend. (Das BMI bringt es 2024 auf die knappe Formel: „Die Opfer sind überwiegend Frauen – 70 %, und die Tatverdächtigen sind in drei von vier Fällen Männer.“)

⚠️ Differenzierter Blick nötig. ☝🏻 Wo Anteilswerte nichtdeutscher Tatverdächtiger höher liegen, sind Kontextfaktoren mitzudenken (Unterkünfte, Kontrolldichte, sozioökonomische Lage, Altersstruktur). Seriöse Einordnungen (bpb, Mediendienst) warnen vor monokausalen Kultur-Erklärungen.

➡️ Frauenhaus-Statistik: Was sie zeigt – und was nicht:

- Nicht vollständig, aber wichtig: Die bundesweite Frauenhaus-Statistik (FHK) basiert auf freiwilligen Meldungen – 2023 waren es 176 Häuser (ca. die Hälfte). Hochrechnung: rund 14.200 Frauen und 16.000 Kinder/Jugendliche fanden Schutz. Viele wurden mangels Plätzen abgewiesen. Das beschreibt Auslastung/Unterversorgung, nicht Täterprofile.

- Warum der Anteil nichtdeutscher Bewohnerinnen höher ist: FHK weist aus: In der Stichprobe hatten nur 36 % der Bewohnerinnen deutsche Staatsangehörigkeit. Das heißt nicht, dass „vor allem Ausländer Gewalt ausüben“, sondern spiegelt u. a. wider: fehlende Alternativunterkünfte, geringere Privatnetze vor Ort, Unsicherheiten beim Aufenthaltsstatus, Sprach-/Zugangsbarrieren – all das erhöht die Abhängigkeit vom Frauenhaus. FHK betont zudem mögliche Doppelzählungen bei Haus-Wechseln – ein weiterer Grund, die Zahlen nicht als Täter-Statistik zu missbrauchen.

⚠️ Femizide: Begriff, Debatte, Verzerrungen:

➡️ Begriffsklärung. „Femizid“ bezeichnet Tötungen an Frauen aufgrund ihres Geschlechts (z. B. Besitzansprüche, Kontrolle, Misogynie). In Polizeistatistiken laufen diese Fälle unter Tötungsdelikten; die Einordnung als „Femizid“ erfolgt analytisch/soziologisch. 2023 liegen die polizeilich genannten Opferzahlen und die partnerschaftsbezogenen Tötungen vor (s. o.). Wer behauptet, Deutschland erlebe primär „importierte Femizide“, ignoriert, dass Partnerschaftstötungen überwiegend innerdeutsch verübt werden und mit Trennungsgeschehen sowie Kontroll- und Besitzdenken korrelieren – nicht mit der Staatsangehörigkeit per se.

⚠️ Wie Desinformation zu Gewalt gegen Frauen funktioniert:

➡️ Emotionalisierung + Feindbild: Schockierende Einzelfälle werden mit Migration verknüpft; Kontext (z. B. Beziehungstat) und Mehrheitslage werden ausgeblendet. Faktencheck-Redaktionen dokumentieren diese Muster seit Jahren.

➡️ Statistik-Tricks: Auswahl einzelner Delikte/Orte/Jahre, Vermischung von Kategorien, Verwechslung von Tatverdächtigen mit Tätern oder Verurteilten, Ignorieren von Dunkelfeld und Erfassungseffekten.

➡️ Schein-Belege durch Frauenhauszahlen: Auslastung wird als „Beweis“ für „importierte Gewalt“ verkauft – obwohl Frauenhausdaten Hilfesystem-Nutzung abbilden, keine Täterherkunft.

⚠️ Was wirklich hilft – und worauf wir schauen sollten:

1. Gesetzliche Absicherung des Hilfesystems (z. B. ein Gewalthilfegesetz mit Rechtsanspruch auf Schutz, Ausbau von Plätzen, verlässliche Finanzierung), damit Platzmangel niemanden gefährdet.

2. Risikomanagement & Kooperation nach Istanbul-Konvention: systematische Gefährdungsbewertungen, Täterarbeit, Wohnungsverweise, Schutzanordnungen.

3. Prävention & Aufklärung: Beziehungskompetenz, frühe Hilfen, ökonomische Unabhängigkeit, Sprach- und Zugangsangebote für alle Betroffenen – unabhängig von Pass oder Herkunft.

4. Saubere Kommunikation: korrekte Verwendung von PKS-Begriffen; keine monokausalen Kultur-Erzählungen; Fokus auf strukturelle Risikofaktoren (Armut, Kontrolle, Trennungssituationen), nicht auf Feindbild-Politik.

✅ Checkliste: So erkennt man irreführende Behauptungen:

• Werden Tatverdächtige mit Schuldigen gleichgesetzt?

• Werden Partnerschafts-, innerfamiliäre und sonstige Gewalt durcheinandergeworfen?

• Fehlt der Hinweis auf Dunkelfeld und Messänderungen (z. B. neues Lagebild „Häusliche Gewalt“)?

• Werden Frauenhaus-Belegungen als „Täter-Herkunft“ gedeutet?

• Fehlt der Verweis auf Strukturfaktoren (Alter, Armut, Wohnsituation)?

(Wenn „Ja“: Vorsicht – wahrscheinlich Cherry Picking oder Desinformation.)

🆘️ Hilfe & Beratung:

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ – 116 016 (rund um die Uhr, mehrsprachig, anonym). Online-Beratung: hilfetelefon.de.

⬇️ Aktuelle Femizide in D. 🥺🕯🥀 Stand 01.01.2025 bis 04.09.2025: ⬇️

90 Frauen,
Dabei: 2 Kleinkinder (1), 1 Mädchen (15), 2 Jungen (16, 17).

Weitere 94 Frauen, zwei Mädchen, (5 und 10) und zwei Jungen (10) wurden zum Teil sehr schwer verletzt, sowie 11 Frauen, und 1 Mädchen (15) mit dem Tod bedroht.

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Freiburg Im Breisgau

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