15/06/2026
Kürzt doch woanders!
Geld ist genug da – Solidarität mit den Protesten gegen die Kürzungen!
Bürgerliche Politiker*innen und ihre Medienhäuser beten es uns fast täglich vor: „Es ist kein Geld da, die Haushaltslage ist angespannt, und darum müssen wir (sic!) jetzt alle sparen!“ Das sind offensichtliche Lügen, denn Geld ist jede Menge da. Es ist nur ungleich verteilt. Die ärmere Hälfte der Haushalte besitzt nur 1,2 % des gesamten Vermögens. Die reichsten 10 % hingegen besitzen 70 % des Reichtums. Und ihr Vermögen wächst, denn Unternehmen und Superreiche müssen immer weniger Steuern zahlen, während der Rest sparen soll.
Nach den Plänen der Bundesregierung sollen in Zukunft fast 50 % des Haushalts in Aufrüstung und Kriegsvorbereitung fließen – das sind fast 250 Milliarden Euro pro Jahr. Hier wäre wirklich großes Kürzungspotenzial. Und auch Hessen ist betroffen: Ihr Kürzungspaket stellt die Landesregierung dann auch noch als alternativlos dar und behauptet sogar, es gebe keinen Sparkurs, weil der Bildungsetat schließlich um ca. 400 Millionen Euro steige. Doch das ist im Verhältnis lächerlich wenig und langfristig schädlich. Gerade die am meisten benachteiligten Kinder und Jugendlichen sind die Leidtragenden. Wichtige Kolleg*innen sollen ihren Job verlieren, ein ohnehin auf Kante genähtes System soll mit noch weniger Personal immer mehr leisten.
Deshalb rufen wir, die Deutsche Kommunistische Partei, dazu auf, sich an den Protesten gegen die Sozialkürzungen am 17. Juni 2026 in Frankfurt am Main zu beteiligen! Dazu erklärt Iris Schaffrina, Gewerkschafterin und Sprecherin der DKP Frankfurt am Main:
„Dieser Protest ist mehr als gerechtfertigt. Er muss erfolgreich sein. Der Kampf gegen die Kürzungen muss ein Kampf aller sein, denn betroffen sind alle, die sich keine Privatschule leisten können. Die Milliarden, die jetzt in die Kassen der Rüstungsindustrie fließen, brauchen wir im Bildungssystem, in den Krankenhäusern sowie für Klimaschutz und Infrastruktur. Wir sagen: Wenn die Regierungen auf Krieg und Kürzungen setzen, braucht es Widerstand von unten!“
Presseerklärung, DKP Frankfurt am Main, 15.06.2026