Schildower Kreis

Schildower Kreis Schildower Kreis - Netzwerk von Experten aus Wissenschaft und Praxis
(German Expert Panel for Drug Policy Reform) Lorenz Böllinger.

Wir wollen auf die schädlichen Folgen der Drogenprohibition aufmerksam machen und legale Alternativen zur repressiven Drogenpolitik aufzeigen. Wir fordern von den Verantwortlichen eine alternative Drogenpolitik und eine ideologiefreie und wissenschaftliche Überprüfung von Schaden und Nutzen der aktuellen Drogenpolitik. Unsere Forderungen haben wir in einem Manifest niedergeschrieben. Sprecher des Schildower Kreises ist der Bremer Professor für Strafrecht und Kriminologie Dipl.-Psych.

LesetippMohnblumenkriege - Helena Barop | Wallstein Verlag
17/06/2026

Lesetipp

Mohnblumenkriege - Helena Barop | Wallstein Verlag

In ihrer Geschichte der globalen US-amerikanischen Drogenpolitik erklärt Helena Barop, warum der »War on Drugs« gescheitert ist. Der Krieg gegen die Drogen ist gescheitert: Bei dem Versuch, den Anbau …

17/06/2026

Justice Collective spoke to Philine Edbauer from the My Brain My Choice initiative about undoing the War on Drugs in Germany. We discussed the harms of prohibition and discrimination, the need for decriminalization, and other transformations for a more equitable drug policy.

17/06/2026

"Philippinische Wahrheits- und Versöhnungskommission" plant öffentliche Anhörungen und will Empfehlungen an Präsidialamt, Parlament und Nationale Polizeikommission geben - Kardinal David: "Wir kämpfen für die Wahrheit!"

17/06/2026

Menschenrechte sind keine Fußnote!
Menschenrechte gehören ins Zentrum der Drogenpolitik!

Statement des Schildower Kreises zum Tag der Menschenrechte
10. Dezember 2024

Der weltweite Drogenkrieg führt zu einem Erstarken krimineller Strukturen, wachsender Korruption und zunehmender Militarisierung der Innenpolitik. Todesstrafe und Exekutionen, extralegale Hinrichtungen im großen Ausmaß, Lagerhaft und unwürdige Haftbedingungen, Folter, Zwang und Willkür gehören zur Realität des Drogenkrieges untrennbar dazu. Die staatlichen Massenmorde in Thailand (2003) und den Philippinen (seit 2016) belegen, dass im Namen der Drogenbekämpfung grausamste Verbrechen begangen werden.

https://schildower-kreis.de/tag-der-menschenrechte-2024/

17/06/2026

Wärter der JVA Augsburg-Gablingen sollen Gefangene aus Spaß gedemütigt und misshandelt haben. Das geht aus Recherchen von BR und Kontraste hervor. Die frühere Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger spricht von "Abgründen".

17/06/2026
2021 - ein offener Brief unseres Mitgliedes Michael Kleim an die Bürgermeisterin von AmsterdamAktuelle Meldung"Das gepla...
15/06/2026

2021 - ein offener Brief unseres Mitgliedes Michael Kleim an die Bürgermeisterin von Amsterdam

Aktuelle Meldung
"Das geplante Coffeeshop-Verbot für Touristen ist Geschichte — die neue Stadtkoalition hat dem Einwohnerkriterium eine klare Absage erteilt.
Auswärtige Gäste dürfen also weiterhin in den rund 166 Coffeeshops der Stadt einkaufen. Statt eines Verbots setzt Amsterdam auf steigende Übernachtungssteuern — von 12,5 auf bis zu 20 Prozent.
Der Grund: Ein Verbot hätte laut Studien rund ein Viertel der Touristen in den Schwarzmarkt getrieben. Genau das wollte die Stadt vermeiden." (Hanf Magazin)

Femke Halsema, Politikerin der Partei GroenLinks und Bürgermeisterin der niederländischen Hauptstadt Amsterdam, plant seit einigen Wochen eine Verbotspolitik hinsichtlich der Abgabe von Cannabis an ausländische Touristen. Laut der neu angedachten Regelungen soll es nur noch niederländischen Staa

15/06/2026
Das Positionspapier liegt bereits mehrere Jahre vor:Positionspapier von Trägern und MitarbeiterInnen der deutschen Droge...
15/06/2026

Das Positionspapier liegt bereits mehrere Jahre vor:

Positionspapier von Trägern und MitarbeiterInnen der deutschen Drogenhilfe zur Drogenpolitik

http://www.palette-hamburg.de/index.php/palette-ev-aktuelles/228-positionspapier-der-ag-drogenpolitik-hamburg-zur-aktuellen-drogenpolitik
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Die am Verbot orientierte Drogenpolitik sowie der „Global War on Drugs“ sind nachweisbar gescheitert. Dies wird selbst durch PolitikerInnen wie Kofi Annan, Ban Ki-Moon und Mitgliedern der Gewerkschaft der Polizei sowie 122 deutschen StrafrechtsprofessorInnen bestätigt.
Die Folgen der Drogenprohibition sind neben den Folgen für den einzelnen Konsumenten auch international zu protokollieren. In Mexico geht man von ca. 70.000 Toten im Drogenkrieg seit 2006 aus. Dies ist nicht der Wirkung der Drogen geschuldet, sondern der repressiven Drogenpolitik. Die hieraus resultierenden Schäden sind weitreichend:
auf gesellschaftlicher Ebene
• Organisierte Kriminalität/Schwarzmarkt
Der Drogenmarkt wird zu 100% der Mafia, den Drogenkartellen und Terrornetzwerken wie Al Qaida überlassen. Der Staat wird seiner Aufgabe, die Kontrolle über illegalisierte Substanzen zu übernehmen, nicht gerecht.
• Einschränkung von Bürgerrechten
Ein Verhalten, mit dem man sich - wenn überhaupt - nur selbst schädigt, liegt nicht im Aufgabenbereich der Strafverfolgungsbehörden , ansonsten müssten auch Rockkonzerte, Alkohol und Formel 1 Rennen verboten werden. Das Ziel der Eindämmung des Drogenkonsums durch Verbote ist nachweislich gescheitert. Der Umgang mit psychoaktiven Substanzen ist mündigen und aufgeklärten Bürgern zuzutrauen. Ein Verbot ist ein unzulässiger Eingriff in die Persönlichkeitsrechte und damit ein Verstoß gegen Artikel 2 Grundgesetz (allgemeine Handlungsfreiheit). Die Prohibition führt zu sozialer Stigmatisierung der Konsumenten und zu einem Schwarzmarkt mit raubtierkapitalistischen Ausmaßen, der weder Verbraucher- noch Jugendschutz kennt.
• Kein Jugend- und Verbraucherschutz
Der Drogendealer fragt nicht nach dem Personalausweis. Der illegale Drogenmarkt zielt auf maximalen Gewinn ab. In fast allen Substanzen sind bereits Beimischungen gefunden worden, welche die Gefährlichkeit der eigentlichen Droge bei weitem übertreffen, so z.B. Blei und Glasstaub in Cannabisprodukten oder Medikamente im Kokain und He**in.
• BürgerInnen als Opfer der Beschaffungskriminalität und organisierter Kriminalität
Die negativen Auswirkungen durch Terrornetzwerke (Al Qaida finanziert sich zu 30 – 40 Prozent aus dem illegalen Drogenhandel) und die Mafia müssen nicht weiter erläutert werden. Delikte wie Diebstahl und Einbrüche sind die üblichen Straftaten zur Finanzierung von Drogenabhängigkeit. Bei weiblichen Konsumentinnen ist häufig die Beschaffungsprostitution eine Folgeerscheinung des kriminalisierten Drogengebrauchs. Bei einer flächendeckenden Versorgung von Abhängigen mit Originalstoffen und regulierten Drogenmärkten für Erwachsene, kann eine Loslösung aus dem kriminellen Drogenmilieu gelingen, was Plausibelerweise zu einem sprunghaften Rückgang dieser Straftaten führen würde. Dementsprechend wäre die volkswirtschaftliche Belastung bei weitem niedriger als bisher.
auf individueller Ebene
• Strafrechtliche Verfolgung, Inhaftierung und Diskriminierung von KonsumentInnen
• Gesundheitliche Schäden
• Drogentote
Pro Jahr sterben in Deutschland mehr als1000 Menschen an illegalisierten Drogen. Fast alle Drogennotfälle hängen mit der starken Verunreinigung und dem schwankenden Wirkstoffgehalt zusammen.
auf Wirtschaftsebene
• Milliardenbeträge für die Strafverfolgung
• 25.000 Menschen in Haft wegen Drogen- oder Beschaffungsdelikten
• Keine Steuereinnahmen durch fehlende Regulierung des Drogenschwarzmarktes
Die überwiegende Zahl der DrogenkonsumentInnen lebt ein normales Leben. Selbst sogenannte „abhängige“ KonsumentInnen bleiben oftmals sozial integriert. Menschen mit problematischem Drogenkonsum brauchen Hilfe. Die Strafverfolgung hat für sie und alle anderen negative Folgen. Prohibition soll den schädlichen Konsum illegalisierter Drogen verhindern, doch tatsächlich ist dieses Ziel nicht erreicht worden, vielmehr potenziert die Prohibition die Gefahren durch Drogenkonsum.
Eine Legalisierung würde zur Auflösung des Schwarzmarktes und Senkung der Drogenkriminalität beitragen. Zudem wäre eine Regulierung und Kontrolle des Marktes möglich, Verbraucher- und Jugendschutz könnten besser gewährleistet und mittels Steuereinnahmen finanziert werden. Eine Verminderung von psychischen, physischen und sozialen Schäden der DrogenkonsumentInnen wäre die Konsequenz.
Durch gesetzlich regulierte Märkte (kontrollierter Anbau und Herstellung der Substanzen, Qualitätskontrollen, Verbraucher- und Jugendschutz) und der kontrollierten Abgabe durch unterschiedliche Modelle ist eine Drogenlegalisierung möglich.
Wir fordern eine ideologiefreie gesellschaftliche Debatte zur Legalisierung, die über die Entkriminalisierung von CannabiskonsumentInnen hinausgeht.
Wir brauchen eine Neuausrichtung der bisherigen Drogenpolitik jenseits der Orientierung auf Repression und Strafe, eine Drogenpolitik die den betroffenen Menschen hilft Risiken zu vermeiden und Abhängigkeiten zu überwinden. Letztlich geht das nur über eine regulierte Legalisierung von Anbau und Vertrieb einerseits und medizinischem sowie privatem Gebrauch von Substanzen andererseits. Drogenpolitik den kriminellen und offenbar prosperierenden Drogenkartellen zu überlassen, bedeutet jedenfalls eine drogenpolitische Bankrotterklärung. Wir können uns eine nicht nur wirkungslose sondern kontraproduktive Drogenpolitik nicht mehr erlauben. Dementsprechend fordern wir eine evidenzbasierte Überprüfung der Auswirkungen der repressiven Drogenpolitik und des BtmG, mit dem Ziel die strafrechtliche Verfolgung im Kontext des Drogenkonsums abzuschaffen.

Hilfe - Beratung - Begleitung. Palette Hamburg e.V. steht konsequent für einen akzeptierenden Drogenhilfeansatz.

Adresse

Nibelungenplatz 1
Frankfurt
60318

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