Kritische Jurist_innen an der Uni Frankfurt

Kritische Jurist_innen an der Uni Frankfurt http://akjffm.blogsport.de/ Hierfür ist die Frankfurter Uni weltweit bekannt.

Wir verstehen unter einem Rechtsstudium mehr als nur das Erlernen von Dogmatik und Prüfungsschemata – Recht ist ein gesellschaftliches Phänomen, das nicht als neutrale Instanz über uns schwebt. Stattdessen ist Recht ein grundlegendes gesellschaftsstrukturierendes Moment, das asymmetrische Herrschaftsverhältnisse begründet und eine spezifische Wissensordnung festschreibt. Eine kritische Auseinander

setzung mit Recht und Rechtswissenschaft, die das Verhältnis von Recht und Gesellschaft thematisiert, ist daher unserer Meinung nach eine Notwendigkeit für ein reflektiertes Jurastudium. Die Universität Frankfurt am Main steht in der Tradition der Kritischen Theorie, die nicht nur bei den Gesellschaftswissenschaften und in der Philosophie, sondern auch in unserem Fachbereich Rechtswissenschaft ihre Spuren hinterlassen hat. An unserem Fachbereich gibt es ein umfangreiches Grundlagenstudium, rechtstheoretische Seminare und viele Professuren mit Schwerpunkten, die fernab des rechtswissenschaftlichen Mainstreams liegen. Doch auch bei uns werden die kritischen Ansätze immer stärker in den Hintergrund gedrängt und pensionierte Profs mit konformeren Schwerpunkten nachbesetzt. Als akj sehen wir uns in der gesellschaftskritischen Tradition unseres Fachbereichs und treten für ein theoretisch und sozialwissenschaftlich fundiertes, selbstbestimmtes Studium ein. Wir sind eine parteiunabhängige Gruppe von Jurastudierenden aus allen Fachsemestern an der Universität Frankfurt. Der Arbeitskreis Kritischer Jurist_innen (akj) existiert schon seit den 1980er Jahren und ist hin und wieder den Fachschaftswahlen angetreten. Wir sehen uns ausdrücklich nicht als politisch neutrale „Servicedienstleistungsgruppe“. Im Gegenteil zu anderen angeblich unabhängigen Gruppen halten wir es für wichtig, Fachschaftsarbeit als politische Arbeit zu begreifen. Wir wollen progressiven Studierenden in unserem Fachbereich endlich wieder eine Stimme geben. Das Spektrum unserer bisherigen Aktivitäten ist breit gefächert, auch über den Fachbereich hinaus. Wir haben in den letzten Monaten Diskussionsrunden mit Dozentinnen und Dozenten veranstaltet, Stellungnahmen zur Fachbereichsentwicklung herausgeben, arbeiten im Bundesarbeitskreis Kritischer Juragruppen (Bakj) mit, haben den diesjährigen Bakj-Herbstkongress in Frankfurt veranstaltet und schreiben Artikel für Rechts(fach-)zeitschriften. Wir würden uns freuen, wenn Du uns bei dieser Fachschaftswahl deine Stimme geben würdest.

Dieses Jahr finden vom 1. bis zum 17. September 2022 die Tage des Exils erstmalig außerhalb Hamburgs, in Kooperation mit...
05/09/2022

Dieses Jahr finden vom 1. bis zum 17. September 2022 die Tage des Exils erstmalig außerhalb Hamburgs, in Kooperation mit dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek, bei uns in Frankfurt am Main statt. In dieser Zeit wird es viele unterschiedliche Veranstaltungen geben; von Lesungen, Begegnungsangeboten, Ausstellungen und Podiumsdiskussionen bis zu Theater- und Konzertveranstaltungen. Schaut doch mal in das Programm, um einen Überblick zu bekommen: https://koerber-stiftung.de/projekte/tage-des-exils/tage-des-exils-in-frankfurt-am-main/veranstaltungen/

Darin findet ihr u.a. auch den von uns organisierten Vortrag zu NS-Entschädigungsverfahren nach 1945 am 14.09.2022 um 19 Uhr im Festsaal des Offenen Hauses der Kulturen in Bockenheim.

Mehr als 40 Veranstaltungen rund um das Thema Exil finden im September in ganz Frankfurt statt.

Morgen sind im Untersuchungsausschuss zu den rassistischen Morden in Hanau zum ersten Mal Zeug*Innen aus Polizei & Justi...
31/03/2022

Morgen sind im Untersuchungsausschuss zu den rassistischen Morden in Hanau zum ersten Mal Zeug*Innen aus Polizei & Justiz geladen und sollen zur Tatnacht aussagen.

Mahnwache ab 11 Uhr
Kundgebung um 16 Uhr
Freitag 1. April, Dernsches Gelände, Wiesbaden

Solidarität mit den Überlebenden und Angehörigen!
Kein Vergeben, Kein

Gegen das Vergessen, gegen das Verschweigen, gegen die Angst. Hanau.

21/02/2022

- ERINNERN HEIßT KÄMPFEN -

"Weil wir im Gedenken an Fatih, Ferhat, Gökhan, Hamza, Kaloyan, Mercedes, Said Nesar, Sedat und Vili-Viorel auch unseren Widerstand gegen Geschichtskittung und das rassistische staatliche Handeln zeigen wollen, schreiben wir die Namen unübersehbar auf die Züge dieser Stadt. Dass sie uns immer Mahnung bleiben, niemals Rassismus und Faschismus zu unterschätzen."




https://de.indymedia.org/node/176300?fbclid=IwAR1pU6bE_FHGij0w1hd_OwX2JI1C9kjtrB698ShJTrXlYvrmgGQh9e1VgQk

*** 2 Menschen von uns suchen Mitstreiter*innen für die Examensvorbereitung. Meldet Euch, falls Ihr Interesse an einer n...
31/08/2021

*** 2 Menschen von uns suchen Mitstreiter*innen für die Examensvorbereitung. Meldet Euch, falls Ihr Interesse an einer nicen Examenscrew habt. Gemeinsam ist immer besser als einsam - gerade in der Examenszeit! ***

Wenn ihr wissen wollt, wie uncool wir die geplanten Kürzungen des Tutorienprogramms nach über einem Jahr Homeoffice find...
02/06/2021

Wenn ihr wissen wollt, wie uncool wir die geplanten Kürzungen des Tutorienprogramms nach über einem Jahr Homeoffice finden, schaut doch mal hier vorbei: https://akjffm.blackblogs.org/2021/05/31/stellungnahme-zu-den-geplanten-kurzungen-des-tutorienprogramms/

Stellungnahme zu den geplanten Kürzungen des Tutorienprogramms Posted on 31. May 2021 by akjffm Wir Studierende sind darüber entsetzt, dass ein großer Teil der Tutorien ersatzlos gestrichen oder durch vorlesungsähnliche Propädeutika ersetzt werden sollen. Über ein Jahr waren wir im Homeoffice ...

- KEINE ZWEI-KLASSEN-IMPFSTRATEGIE AN DER GOETHE-UNI -Die Unterstützer:innen-Liste, den Offenen Brief sowie die dazugehö...
07/05/2021

- KEINE ZWEI-KLASSEN-IMPFSTRATEGIE AN DER GOETHE-UNI -

Die Unterstützer:innen-Liste, den Offenen Brief sowie die dazugehörige PM könnt ihr unter folgendem Link abrufen: https://asta-frankfurt.de/.../offener-brief-hessische...

[ OFFENER BRIEF: KEINE ZWEI-KLASSEN-IMPFSTRATEGIE AN DER GOETHE-UNI ]

Wir fordern, dass Beschäftigte die über Subunternehmen in der „Kritischen Infrastruktur“ arbeiten, bei der Vergabe der Impfberechtigungen in Hessen berücksichtigt werden. Aktuell werden nur die Mitarbeiter:innen aus der Verwaltung und dem Wissenschaftsbetrieb der Prioritätsgruppe 3 der Impfberechtigung zugerechnet. Angestellte bei Subunternehmen, die beispielsweise an der Pforte oder als Reinigungskraft den Betrieb der Goethe Universität Frankfurt aufrechterhalten, sind davon ausgenommen.

Dabei müssten gerade sie bevorzugt Zugang zu Impfungen haben, da sie einem besonders hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Prekäre Arbeitsbedingungen bei Subunternehmen dürfen nicht auch noch dazu führen, nicht beim Impfen berücksichtigt zu werden!

Im Zuge der Öffnung der Prioritätsgruppe 3 der Corona-Impfverordnung können in Hessen nun auch Beschäftigte in der „Kritischen Infrastruktur“ geimpft werden. Das ist schön für die Beschäftigten aus Bereichen wie „Finanz- und Versicherungswesen“, „Staat und Verwaltung“ wie auch „Medien und Kultur“, die jetzt Anspruch auf einen Impftermin haben. So haben beispielsweise seit dieser Woche alle Landesbediensteten in Hessen, und damit auch alle Mitarbeitenden der Goethe Universität, Anspruch auf einen Impftermin. Explizit davon ausgenommen sind nach den Auslegungshinweisen des Hessischen Innenministeriums Beschäftigte bei Subunternehmen. Das bedeutet, dass gerade diejenigen Beschäftigten keinen Impfschutz erhalten, die dem größten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind und wenig Geld verdienen: die Pförtner:innen, die Reinigungskräfte, das Sicherheitspersonal, die Mitarbeitenden in Kantinen.

Gleiches gilt für die Goethe Universität Frankfurt: Alle Mitarbeitenden der Goethe-Universität haben als Landesbedienstete Anspruch auf eine Impfung. Explizit davon ausgenommen sind beispielsweise die Beschäftigten beim Studierendenwerk und des AStA Frankfurt. Das Wissenschaftsministerium begründet das gegenüber dem AStA Frankfurt damit, dass es sich weder bei Studierendenwerken noch bei Studierendenschaften um kritische Infrastruktur handle. Dabei spielt in der Erwägung keine Rolle, dass viele Arbeiten des Studierendenwerks nur bedingt ins Homeoffice verlagert werden können. Auch die Mitarbeiter:innen des Studierendenhauses, die beim AStA angestellt sind, sind seit Pandemiebeginn gezwungen, vor Ort und in mehrfach belegten Büros zu arbeiten. Damit sind sie einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt.

Ähnliches gilt für die Mitarbeitenden an der Pforte und des Sicherheitsdienstes sowie das Reinigungspersonal der Goethe Universität Frankfurt. Sie alle sind seit Beginn der Pandemie permanent vor Ort in den Gebäuden der Universität und können nicht im Homeoffice arbeiten. Die Pförtner:innen haben täglich mehrere Personenkontakte und müssen den Einlass zu den Gebäuden kontrollieren. Die Reinigungskräfte putzen Büros, in denen ganztägig ohne Maske gearbeitet wird und leeren den Müll. Sie alle müssen jeden Tag zur Arbeit fahren. Ohne sie könnte der Betrieb an der Goethe-Universität nicht aufrecht erhalten werden. Doch einen Anspruch auf eine Impfung haben sie nicht, denn sie sind bei Subunternehmen angestellt. Sie alle haben ein deutlich größeres Infektionsrisiko als die meisten Angestellten der Goethe-Universität, die ihre Forschung und Online-Lehre im Homeoffice oder einem Einzelbüro organisieren können.

Die Auswirkungen der Auslagerungen von Dienstleistungstätigkeiten an Subunternehmen werden hier deutlich: Niemand fühlt sich für den Schutz der Beschäftigten verantwortlich, niemand tritt für ihre Rechte ein. Das zeigt sich unter normalen Bedingungen an prekären Arbeitsbedingungen und schlechten Löhnen – in der Pandemie an einer Geringschätzung der Gesundheit der bei Subunternehmen Beschäftigten.

Wir fordern die Goethe-Universität auf, sich für die Gesundheit und Arbeitsbedingungen all ihrer Beschäftigten einzusetzen. Dazu gehört insbesondere das Anrecht auf eine Impfberechtigung in der Prioritätsgruppe 3 für die Mitarbeitenden des Studierendenwerks, des AStA und der Mensen, die Pförtner:innen, das Sicherheitspersonal und die Reinigungskräfte. Sie alle haben den Betrieb an der Goethe-Universität in der Pandemie maßgeblich am Laufen gehalten und sich dabei dem höchsten Infektionsrisiko ausgesetzt. Sie dürfen jetzt nicht vergessen werden, nur weil sie die schlechtesten Arbeitsbedingungen haben.

Zudem fordern wir die Landesregierung auf, ihre Regelung zurückzuziehen, dass Beschäftigte bei Subunternehmen von den Impfberechtigungen ausgeschlossen werden. In fast allen Betrieben der kritischen Infrastruktur sind das Sicherheitspersonal, die Pförtner:innen und die Reinigungskräfte bei Subunternehmen beschäftigt. Sie alle haben in den Einrichtungen ein besonders hohes Infektionsrisiko. Sie aufgrund ihres Beschäftigungsverhältnisses von Impfungen auszuschließen, ist realitätsfern und verstärkt soziale Ausschlüsse. Gerade im Niedriglohnsektor und Dienstleistungsbereich ist nicht davon auszugehen, dass die Arbeitgeber auf den Schutz ihrer Beschäftigten achten. Deshalb müssen prekäre Beschäftigte von der Landesregierung geschützt werden.

Hinzuzufügen bleibt, dass wir die Landesregierung und die Goethe Universität Frankfurt dazu auffordern, die Organisation ihrer Dienstleistungen zu verändern. Offensichtlich ist es ihnen nicht möglich, sich angemessen für das Wohlergehen der Mitarbeitenden in der Infrastruktur ihrer Institutionen einzusetzen, wenn sie bei Subunternehmen beschäftigt sind. Alle an der Universität tätigen Beschäftigten müssen daher direkt angestellt und mit Tarifverträgen ausgestattet werden.

Die Unterstützer:innen-Liste, den Offenen Brief sowie die dazugehörige PM könnt ihr unter folgendem Link abrufen: https://asta-frankfurt.de/aktuelles/offener-brief-hessische-landesregierung-praesidium-goethe-universitaet

In Gedenken an Matiullah.Heute vor 3 Jahren, am 13. April 2018, wurde Matiullah Jabarkhil in Fulda von der Polizei ersch...
13/04/2021

In Gedenken an Matiullah.

Heute vor 3 Jahren, am 13. April 2018, wurde Matiullah Jabarkhil in Fulda von der Polizei erschossen.
In den frühen Morgenstunden soll er den Ermittler*innen zufolge mit Steinen auf den Lieferanten einer Bäckerei geworfen haben. Daraufhin wurde die Polizei gerufen, mit welcher es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam. Matiullah versuchte daraufhin wohl zu fliehen, doch zwei Straßen weiter wurde er von der Polizei erschossen. 12 Schüsse aus einer Waffe. 4 Schüsse trafen ihn. 2 waren tödlich.
Bis heute ist ungeklärt, weshalb es fünf Polizist*innen nicht möglich war die Situation zu deeskalieren. Warum gelang es fünf Polizisten*innen, die für solche Einsätze ausgebildet sind, nicht Matiullah festzunehmen, sondern schossen auf ihn?

Zu viele Fragen sind offen, als dass wir der offiziellen Version, der Polizist hätte aus Notwehr gehandelt, glauben schenken könnten. Außerdem ist es untragbar, dass der Polizist, der die tödlichen Schüsse abfeuerte, eine Woche nach dem Einsatz und noch vor Abschluss der Ermittlungen, schon wieder im Dienst war.

Wir fordern Aufklärung und ein Ende (tödlicher) Polizeigewalt!
Wir stellen uns gegen jeden (strukturellen) Rassismus und fordern als ersten Schritt unabhängige Beschwerde- und Ermittlungsstellen für Fälle von Polizeigewalt!

*Yes, we can break stereotypes! 8. März jeden Tag!*Gestern haben wir uns anlässlich des 8.03., des Frauen*kampftages,  i...
09/03/2021

*Yes, we can break stereotypes! 8. März jeden Tag!*

Gestern haben wir uns anlässlich des 8.03., des Frauen*kampftages, in einem offenen Brief an den Fachbereich der Rechtswissenschaften der Goethe Uni gewendet. In diesem fordern wir die konsequente Durchsetzung antidiskriminierender Sprache und Geschlechtergerechtigkeit - auch im Jurastudium.

Lest gerne rein und teilt den Beitrag!
Emanzipatorische Grüße - Es lebe der Feminismus!

18/02/2021

- 19.02.2021 HANAU IST ÜBERALL -

Morgen jährt sich der rassistische Terroranschlag, bei dem in Hanau Kesselstadt 9 Menschen ermordet wurden. Unter folgendem Link könnt ihr sehen, an welchen Orten am und um den 19. Februar Kundgebungen, Demos und Gedenkveranstaltungen stattfinden: https://19feb-hanau.org/

Außerdem findet ihr hier eine Dokumentation, die sich mit der Tatnacht und dem Kampf der Angehörigen und Hinterbliebenen für Aufklärung und Gerechtigkeit im vergangenen Jahr beschäftigt: https://www.ardmediathek.de/hr/video/doku-und-reportage/hanau-eine-nacht-und-ihre-folgen/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xMjY5MzE/

Hier findet ihr noch ein Feature vom Deutschlandfunk mit Überlebenden und Hinterbliebenen, welches die Tatnacht rekonstruiert: https://www.deutschlandfunkkultur.de/hanau-ein-jahr-nach-dem-rassistischen-terroranschlag-der.3682.de.html?dram:article_id=488835

Und falls ihr am Sonntag den Livestream der Initiative 19. Februar Hanau verpasst habt, in welchem sie ihre Recherche offenlegen und die endlose Kette behördlichen Versagens nachzeichnen, könnt ihr ihn hier nochmal nachsehen: https://www.youtube.com/watch?v=Qu0NM_TYOPM

Gökhan Gültekin
Sedat Gürbüz
Said Nesar Hashemi
Mercedes Kierpacz
Hamza Kurtović
Vili Viorel Păun
Fatih Saraçoğlu
Ferhat Unvar
Kaloyan Velkov

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