17/04/2022
An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu. Die Tage von Gründonnerstag bis Ostersonntag bilden den Höhepunkt des Kirchenjahrs. Wie kein anderes Fest führt das Osterfest in das innerste Geheimnis des Glaubens: die Erlösung und die Neuschöpfung, welche Gott in Jesus Christus vollbracht hat.
Mit seinen Bräuchen und seiner reichen liturgischen Tradition gibt das Fest Gelegenheit, dieses heilsgeschichtliche Ereignis zu feiern und zu erleben. Dazu gehört die Folge der Zeiten.
Mit Ostern endet die Passions- und Fastenzeit.
Es beginnt die fünfzigtägige österliche Freudenzeit, an deren Ende das Pfingstfest steht. Auf dem Weg Jesu schreiten die Gläubigen vom Verderben zum Heil, vom Verzicht zur Fülle und vom Leiden zur Freude.
Was geschah an Ostern wirklich?
Jesus war ein Tischler aus Nazareth, einem Dorf in Israel. Er lebte vor rund 2000 Jahren und als er Ende 20 war, begann er, Menschen um sich zu scharen und zu predigen. Denn seit seiner Kindheit war ihm klar, dass er eine besondere Berufung hatte: Er sollte Menschen in eine tiefe Beziehung zu seinem Vater führen – in eine ewige Gemeinschaft mit Gott.
Er heilte Kranke und tat andere Wunder, er predigte Freiheit und Gnade, aber das gefiel den damaligen religiösen Führern nicht. Sie ließen ihn vor Gericht bringen und zum Tod verurteilen. So starb Jesus ans Kreuz genagelt, eine damals übliche Hinrichtungsmethode.
Das Osterfest gehört zu den christlichen Feiertagen in der evangelischen wie auch in der katholischen Kirche. Es beginnt mit Gründonnerstag. An Karfreitag wird an die Kreuzigung erinnert und am Ostersonntag und Ostermontag feiern Christen die Auferstehung von Jesus.
In Deutschland und vielen anderen Ländern sind Karfreitag und Ostermontag arbeitsfreie Tage, die Schulen machen Osterferien.
Die Auferstehung der Toten gehört zur christlichen Vorstellungswelt. Demnach wird am Ende der Zeit die Macht des Bösen gebrochen sein.