Rosa Luxemburg Stiftung Hessen

Rosa Luxemburg Stiftung Hessen Begleitung von aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen mit unterschiedlichen Diskussions- und Lernangeboten.

Anregung und Ermöglichung von kritischem Denken und emanzipatorischem Handeln.

40.000 bei Anti-NPD Demo in Frankfurt, 17.06.1979        Am 17.6.1979 will die NPD wie in den Jahren zuvor in Frankfurt ...
17/06/2026

40.000 bei Anti-NPD Demo in Frankfurt, 17.06.1979


Am 17.6.1979 will die NPD wie in den Jahren zuvor in Frankfurt ihr „Deutschlandtreffen“ mit Tausenden Mitgliedern veranstalten. Vor dem Verwaltungsgericht ist die NPD gegen ein Verbot durch den CDU OB Wallmann erfolgreich. Es bildet sich ein Bündnis aus diversen Linken, SPD, Umweltschützern und Gewerkschaftsjugend, die ein explizit politisch-antifaschistisches Rockkonzert unter dem Motto „Rock gegen Rechts“ auf dem Römerberg anmelden. Auch weil die SPD und DGB diesmal die OB Ankündigung eines Verbots nicht mittragen wollen, wird letztlich das Festival unter strengen Auflagen und mit Einschränkungen auf dem Rebstockgelände erlaubt. Doch am Spätnachmittag des 16.6. verbietet der OB aufgrund von "polizeilichem Notstand" alle Kundgebungen und Demonstrationen, und damit erstmals in der Geschichte der BRD eine Gewerkschaftskundgebung. 40.000 Antifaschist*innen aus der ganzen BRD durchbrechen jedoch das Demonstrationsverbot und strömen in die Innenstadt; die NPD kommt nicht nach Frankfurt hinein. Es dauerte fast 10 Jahre, bis die NPD wieder zu einer Kundgebung und Demonstration in Frankfurt mobilisiert.
Das Motto des Frankfurter Festivals „Rock gegen Rechts“ findet in den kommenden Jahren und Jahrzehnten unregelmäßig abermals Verwendung bei Konzertveranstaltungen gegen Rechtsextremismus in Deutschland.

Mehr Infos: https://archiv.antifa-frankfurt.org/Mai/Chronologie.html

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Wilhelm-Leuschner, 15.06.1890hessensgeschichte      Wilhelm Leuschner wurde am 15. Juni 1890 in Bayreuth geboren. Durch ...
16/06/2026

Wilhelm-Leuschner, 15.06.1890
hessensgeschichte

Wilhelm Leuschner wurde am 15. Juni 1890 in Bayreuth geboren. Durch eine abgeschlossene Lehre als Holzbildhauer trat er 1907 zum ersten Mal einer Gewerkschaft bei. Durch seine Ausbildung und seine Hochzeit kam er nach Darmstadt und ließ sich dort nieder. 1909 wurde er in Darmstadt Leiter des Darmstädter Bezirks des Bildhauerverbandes, 1913 wurde er Mitglied der SPD. In Darmstadt gründete er 1921 die Volkshochschule Darmstadt, da er der Meinung war, dass die politische Emanzipation der Arbeiterschaft nur durch eine bessere Volksbildung gelingen könne. 1924 zog er in den hessischen Landtag ein und wurde vier Jahre später zum Innenminister des Volksstaates Hessen gewählt. Während seiner Amtszeit war er für die Veröffentlichung der Boxheimer Dokumente verantwortlich und versuchte Adolf Hi**er vor Gericht zu bringen. Sein Amt hatte er bis zur Machtergreifung inne, danach war er zum Rücktritt gezwungen. Er weigerte sich, mit den N***s zusammenzuarbeiten und kam in mehrere Zuchthäuser und Konzentrationslager. Nach seiner Entlassung gründete er eine kleine Fabrik zur Metallverarbeitung in Berlin. Seine Fabrik wurde zu einer Schaltzentrale des gewerkschaftlichen Widerstands im N***staat. Durch seine Widerstandsarbeit kam er in Kontakt mit Carl Friedrich Goerdeler und Claus Schenk Graf von Stauffenberg. In ihren Plänen für eine neue Regierung sollte er Vizekanzler werden. Nachdem das Attentat vom 20. Juli 1944 scheiterte, wurde Leuschner entdeckt, zum Tode verurteilt und am 29. September 1944 in Berlin-Plötzensee erhängt.

Mehr Infos: https://www.wilhelm-leuschner-stiftung.de/index.php/de/ort-der-erinnerung/biographie
Podcast zum Leben von Wilhelm-Leuschner: https://www.gewerkschaftsgeschichte.de/podcast-geschichte-wird-gemacht-wilhelm-leuschner-ein-leben-fuer-die-demokratie-63216.htm

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Wir möchten euch auf folgende Publikation der Bundesstiftung aufmerksam machen: "Atlas der Migration 2026 -Flucht, Hoffn...
16/06/2026

Wir möchten euch auf folgende Publikation der Bundesstiftung aufmerksam machen: "Atlas der Migration 2026 -Flucht, Hoffnung, Zukunft – Daten und Fakten über Menschen in Bewegung"

📥Jetzt kostenlos als PDF downloaden!

https://www.rosalux.de/publikation/id/54702/atlas-der-migration-2026

Dieser dritte, aktualisierte und erweiterte Atlas der Migration der Rosa-Luxemburg-Stiftung zeigt, wie sich das globale Migrationsgeschehen entwickelt. Seit der ersten Ausgabe 2019 hat sich vieles verändert:

Mehr Länder werden von rechten Parteien regiert, die eine extrem restriktive Migrationspolitik verfolgen. Neue Kriege verschieben die Aufmerksamkeit, und die Lage in Ländern wie dem Sudan oder der Ukraine gerät zunehmend in Vergessenheit. Die Klimakrise steht nur noch selten auf der politischen Agenda.

Abschottung ist zu einem profitablen Markt für Technologiekonzerne geworden. Staatliche Ausgaben dafür steigen weltweit jährlich um bis zu sieben Prozent. Die
EU-Grenzschutzagentur Frontex darf ihr Personal vervielfachen.

Zahlen der Vereinten Nationen zufolge dürften 2026 weltweit etwa acht Millionen Menschen neu migrieren. Die Realitäten ihrer Mobilität könnten unterschiedlicher
nicht sein. Viele verlassen ihr Zuhause unfreiwillig und stehen größten Hürden gegenüber. Gleichzeitig sind viele Migrationsbiografien Erfolgsgeschichten – individuell
und gesellschaftlich. Über sie wird kaum berichtet.

Migration wird nicht enden, auch wenn sie noch so sehr bekämpft wird. Sie ist und bleibt der gesellschaftliche Normalzustand, mit dem wir endlich einen produktiven
Umgang finden sollten. Dazu soll dieser Atlas beitragen.

Antifaschistische Filmreihe: The ReturnSonntag, 21. Juni 2026, 19.00 UhrClub Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankf...
15/06/2026

Antifaschistische Filmreihe: The Return

Sonntag, 21. Juni 2026, 19.00 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt am Main

Der Dokumentarfilm erforscht die Nachwirkungen und verflochtenen Geschichten von Holocaust und Antisemitismus, aber auch von kolonialer Gewalt und Rassismus. Er wirft einen kritischen Blick auf deutsche Erinnerungskämpfe zwischen NS-Verbrechen und rassistischem Terror. Die verflochtene Familienbiografie als Ausgangspunkt reist Heidi Grunebaum, selbst südafrikanische Post-Apartheids Aktivistin, in die deutsche Kleinstadt ihrer Großmutter, einer exilierten Holocaust Überlebenden. Im Gespräch mit Aktivist:Innen und Zeitzeug:Innen ergründet sie Brüche und Zusammenhänge zwischen Ideologien und Strukturen, die Rückkehr von Faschismus und rassistischen Phantasien der heutigen Zeit.

Präsentiert von: Rheinmetall Entwaffnen

Der Eintritt ist frei. Mit Einleitung und anschließendem Filmgespräch mit Filmemacherin Heidi Grunebaum.

In Kooperation mit VVN-BdA, ANPI und Dritte Welthaus

Kommt vorbei, schaut & diskutiert mit uns!

Alles Infos auf: http://www.antifaschistische-filmreihe-ffm.de

Telegram: http://t.me/Antifaschistische_Filmreihe

VVN-BdA: http://t.me/VVN_BdA_FFM_Infokana

Anne Frank, geb. 12.6.1929 in Frankfurt/M          Anne Frank, geboren am 12. Juni 1929 in Frankfurt/M, ist bekannt für ...
13/06/2026

Anne Frank, geb. 12.6.1929 in Frankfurt/M


Anne Frank, geboren am 12. Juni 1929 in Frankfurt/M, ist bekannt für Ihr Tagebuch während der Naziterrorherrschaft über Europa, starb aber bereits im Alter von 15 Jahren im KZ Bergen-Belsen Anfang März 1945.
1934 wanderte sie mit ihrer jüdischen Familie aus Deutschland in die Niederlande aus, um der Willkür der N***s zu entfliehen. Ihr Tagebuch, das sie im Versteck 1942 bis 1994 in den von den N***s besetzten Amsterdam schrieb, wurde nach ihrem Tod weltberühmt. Es erzählt vom Alltag im beengten Versteck, von Annes Gedanken und ihrem Wunsch nach einer Welt ohne Hass und Gewalt. Ohne ihren Vater, Otto Frank, der die Shoa überlebte, wäre Anne Franks Tagebuch uns heute nicht zugänglich. Von Anfang an setzte sich Otto Frank für das Andenken seiner Tochter ein. In ihrer Geburtsstadt Frankfurt wurde bis in die 1990er Jahre kaum öffentlich an sie und die Botschaft ihres weltberühmten Tagebuchs erinnert.

Mehr Infos: https://www.bs-anne-frank.de/ueber-uns/anne-frank

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Erster Verein von kurdischen Migrant*innen in Hessen, 11.6.1981         Als ab Ende der 70er Jahre im türkischen besetzt...
12/06/2026

Erster Verein von kurdischen Migrant*innen in Hessen, 11.6.1981


Als ab Ende der 70er Jahre im türkischen besetzten Teil Kurdistans die Bevölkerung sich gegen Unterdrückung und Assimilation nennenswert zu wehren begann, organisierten sich auch hier in Hessen die zehntausenden kurdischen Migrant*innen – von deutschen Behörden als „Türk*innen“ bezeichnet. Am 11.06.1981 gründen kurdische Migrant*innen ihren ersten Verein in Hessen in Frankfurt Main: der Kultur- und Unterstützungsverein des Kurdischen Volkes e.V.
Bis zu den 90er Jahren folgten in ca. 10 weiteren Orten Hessens ähnliche Selbstorganisationsstrukturen. Seitdem finden hier solidarische Selbstorganisation, sozialer Austausch und demokratische Selbstbildung statt. Vor allem junge Menschen und Frauen kurdischer Herkunft politisieren sich und fangen an, sich gegen Rassismus in Deutschland und für Inklusion und Demokratie einzusetzen. Der anhaltende Krieg in Kurdistan der vier Besatzerstaaten Türkei, Iran, Irak und Syrien bleibt jedoch für die Vereinsarbeit sehr wichtig, denn dies führt auch zur Vertreibung von Menschen bis nach Europa - zuletzt hunderttausende aus Rojava und Ezid*innen aus Irakisch-Kurdistan. So leben etwa 1,2 Mio. kurdische Migrant*innen in der BRD, davon rund hunderttausend in Hessen.
Fast alle kurdische Vereine in Hessen werden wie die in der ganzen BRD von der Bundesregierung durch das sog. „PKK Verbot“ ab 1993 systematisch kriminalisiert: Vereinsschließungen, Inhaftierungen, Demoverbote und Geldstrafen gehören zum Alltag. Trotzdem gibt es eine anhaltende Vernetzung mit Demokrat*innen und linken Organisationen und Menschen in Hessen.

Mehr Infos: https://civaka-azad.org/
https://kon-med.com/
Kontakt: [email protected]

Rosa-Luxemburg-Stiftung RLS_history DIE LINKE. Hessen DGB Region Frankfurt Rhein Main SPD Hessen CDU Frankfurt am Main BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen Linksjugend Frankfurt am Main Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main

Civaka Azad informiert seit über zehn Jahren transparent und unabhängig über Kurdistan und die kurdische Diaspora – als Brücke zwischen Community und Gesellschaft in Deutschland.

26. Juni 2026 - 19:30 Uhr - WiesbadenSalem Khalfani liest aus seinem noch unveröffentlichten Buch „Rastplätze im Sturm“....
10/06/2026

26. Juni 2026 - 19:30 Uhr - Wiesbaden

Salem Khalfani liest aus seinem noch unveröffentlichten Buch „Rastplätze im Sturm“. Der Band versammelt Texte, die Migration sowohl in ihrem geografischen als auch in ihrem geistigen Sinn erkunden. Zwischen Erzählung, Essay und Meditation kreisen die Texte um Erfahrungen von Entfremdung, Verlust, Erinnerung und Identität.
Salem Khalfani wurde 1963 im Iran geboren und lebt seit 1985 in Deutschland. Von ihm erschienen bislang ein Sachbuch zum Thema Absurdität, drei Romane (Nachtschwimmer, 2009; Die ersten Tage der Welt, 2019; Fliegende Katzen, 2023) sowie ein Gedichtband mit dem Titel Nachtschwimmer.

Eintritt frei, Spende erbeten.

Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Wiesbaden in Kooperation mit der Caliban Literaturwerkstatt

Link zur Veranstaltung:
https://hessen.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/Y5OAG/buchlesung-mit-autor-salem-khalfani-zu-rastplatz-im-sturm?cHash=78fe2020135ccccd3d1998679060abdf

Wiesbadener Kurier Brigitte Forßbohm Wiesbadenaktuell.de

Radiosendung des Rosa-Luxemburg-Club Wiesbaden vom 4. Juni 2026 zur Suche der LINKEN des neuen Ko-Vorsitzenden. Dieser s...
10/06/2026

Radiosendung des Rosa-Luxemburg-Club Wiesbaden vom 4. Juni 2026 zur Suche der LINKEN des neuen Ko-Vorsitzenden. Dieser soll vom 19.-21. Juni in Potsdam gewählt werden.
Auf einer vom Parteivorstand organisierten Rundreise durch Deutschland machte der bisher einzige Kandidat Luigi Pantisano auch in Wiesbaden Station und stellte sich am 21. Mai abends im Kulturpalast den Mitgliedern der LINKEN aus Wiesbaden und der Region vor.

Wer ist Luigi Pantisano, welche Ziele vertritt er und die von ihm mitgegründete Bundesarbeitsgemeinschaft Migrantische LINKE – Links*Kanax, wie möchte er Frieden in der Ukraine erreichen?
Moderiert durch Michael Forssbohm.

Link zum Podcast dieser Radiosendung auf Rheinwelle: https://www.youtube.com/watch?v=QXn_dv2Hpfw

Brigitte Forßbohm Buchhandlung Büchergilde Wiesbaden Rosa-Luxemburg-Club Vogelsberg Wiesbadener Kurier

Der Dokumentarfilm "Kein Land für Niemand - Abschottung eines Einwanderungslandes" ist von von Max Ahrens und Maik Lüdem...
09/06/2026

Der Dokumentarfilm "Kein Land für Niemand - Abschottung eines Einwanderungslandes" ist von von Max Ahrens und Maik Lüdemann und aus dem Jahr 2025. Der Film behandelt die politische und gesellschaftliche Dynamik zunehmender Abschottung gegenüber Geflüchteten.

15. Juni 2026 - 19_30 Uhr
Roter Laden, Friedberg

Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Wetterau.

Mehr Infos: https://hessen.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/X38LJ/cinema-rouge-kein-land-fuer-niemand?cHash=b01dec0a11d5410f1618b24f1612d6cd

Rosa Luxemburg Stiftung - Migration Refugees Welcome International Flüchtlingsrat Thüringen e.V. PRO ASYL

Helga Einsele, geb. 9.6.1910          Die am 9.6.1910 in Halle an der Saale geborene Juristin Helga Einsele wurde von de...
09/06/2026

Helga Einsele, geb. 9.6.1910


Die am 9.6.1910 in Halle an der Saale geborene Juristin Helga Einsele wurde von den N***s wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ nicht zum Justizdienst zugelassen. Nach dem Krieg war sie von 1947 bis 1975 die Leiterin der Frauen-Vollzugsanstalt in Frankfurt-Preungesheim. Dort initiierte sie viele bedeutsame Reformen: erstes Mutter-und-Kind-Haus in einem deutschen Gefängnis, verbindliche Einführung von Sozialarbeit, das Recht in der Haft auf das Tragen normaler Kleidung, weibliche Strafgefangene mussten ihre Babys und Kleinkinder nicht mehr automatisch in ein Heim abgeben und vieles mehr. Zu Einseles Zeit lag die Rückfälligen-Quote in ihrem Gefängnis deutlich niedriger als anderswo. 1962 wurde sie wegen Unterstützung des SDS aus der SPD ausgeschlossen. Nach ihrer Pensionierung 1975 war sie Honorarprofessorin für Kriminologie an der Goethe-Universität Frankfurt. Sie beteiligte sich aktiv auch an der Friedensbewegung der 80er Jahre. Gestorben am 13.2.2005 in Frankfurt/M.

Mehr Infos: https://www.linksnet.de/artikel/19041
Erinnerungsfeier an Helga Einsele in Frankfurt-Preungesheim 2010: https://www.mkhpreungesheim.de/medien/185-erinnerungsfeier-prof-dr-helga-einsele-
Literatur von und über Helga Einsele im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek: https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=11893807X

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