25/07/2023
Am vergangenen Dienstag war ich wieder in Bräuersdorf bei Emskirchen um gemeinsam mit meinem Bundestagskollegen aus dem Verkehrsausschuss Jan Plobner, dem Emskirchener SPD-Vorsitzenden Günther Hammerl und unserem örtlichen SPD-Landtagskandidaten Harry Scheuenstuhl mit Vertretern des staatlichen Bauamts Ansbach über die neuen Planungen für den viel befahrenen Unfallschwerpunkt an der großen Kreuzung in Bräuersdorf zu sprechen.
Die aktuellen Planungen verzichten auf die große Umgehungsstraße mit großen Auf- und Abfahrspuren, die enorme Flächen verbraucht und hochwertigen Naturraum durchschnitten hätte – das ist schon einmal gut. Kurzfristig soll nun in den kommenden zwei Jahren die Fahrbahndecke erneuert und in diesem Zug Linksabbiegerspuren auf der B8 sowie eine Ampelanlage installiert werden, um den Unfallschwerpunkt zu entschärfen. Die Ampel soll dabei grundsätzlich grün auf der B8 zeigen; nur wenn tatsächlich Autos aus Bräuersdorf oder aus Richtung Dürrnbuch kreuzen oder Auffahren möchten, wird sie durch Induktionsspulen geschalten. Der Verkehr auf der B8 soll also fast ungehindert fließen können, die Kreuzung aber deutlich sicherer werden. Das scheint kurzfristig eine sinnvolle Maßnahme zu sein. Wie möglicherweise doch noch eine höhenfreie Auf- und Abfahrt und ein 2+1-streifiger Ausbau hergestellt werden könnte, soll dann erst in den Folgejahren erarbeitet werden.
Besonders wichtig war mir aber wieder der Lärmschutz für die geplagten Anwohnerinnen und Anwohner. Bei der Deckenerneuerung wird geräuschmindernder Asphalt aufgebracht und die Geräuschentwicklung auf neuem Asphalt ist stets geringer als auf älterem. Trotzdem brauchen wir an dieser Stelle auch umfangreichere Lärmschutzmaßnahmen. Diese können laut dem staatlichem Bauamt aber nicht im Zuge einer Deckenerneuerung, sondern nur bei größeren Umbaumaßnahmen finanziert werden.
Die Anwohnerinnen und Anwohner in Bräuersdorf warten inzwischen seit Jahrzehnten auf Lärmschutz. Hier müssen wir flexibler werden und mehr Möglichkeiten für den Bestand schaffen. Jan Plobner und ich werden jetzt in Berlin noch einmal prüfen, ob es dafür Sonderförderprogramme gibt oder solch ein Programm geschaffen werden könnte.