03/06/2026
Der Landesparteitag des BSW Brandenburg in Cottbus liegt hinter uns.
Wir wollten Veränderungen anstoßen – vor allem bei der Frage, wie wir uns als Landesverband organisieren und wie stark die Basis beteiligt wird. Das ist uns am Sonntag nicht gelungen. Unsere Anträge wurden mehrheitlich abgelehnt, und auch bei meiner Kandidatur als Landesgeschäftsführer hat es am Ende nicht gereicht.
Man muss ehrlich sein: Die Unterstützer des bisherigen Kurses waren sehr gut organisiert und konnten ihre Mitglieder erfolgreich mobilisieren. Auf der anderen Seite haben wir es schlicht nicht geschafft, genug unserer eigenen Leute zu motivieren, den Weg nach Cottbus anzutreten. Das gehört zur Demokratie dazu, und dieses Votum der Mitglieder respektiere ich ohne Wenn und Aber.
Trotzdem bin ich nicht frustriert nach Hause gefahren. Unsere Argumente sind nicht auf taube Ohren gestoßen. Gerade bei unserem Antrag zum Beschluss einer Landesfinanzordnung gab es enorm viel Zuspruch. Auch wenn er formell abgelehnt wurde, gibt es einen wichtigen Teilerfolg: Der Antrag wurde zur weiteren Bearbeitung an den neuen Landesvorstand verwiesen. Das Thema ist also nicht vom Tisch, sondern bleibt auf der Tagesordnung.
In vielen Gesprächen am Rande gab es großen Zuspruch für unsere Sichtweise: Eine Partei muss von unten wachsen und darf nicht nur von oben gesteuert werden. Ich habe große Hoffnung, dass sich diese Sichtweise auch im neuen Landesvorstand wiederfindet. Der Vorstand ist jetzt deutlich breiter aufgestellt als vorher, und es sind Leute dabei, die das Ohr ganz nah an der Basis haben.
Herzlichen Glückwunsch an alle Gewählten! Ganz besonders freue ich mich natürlich für unseren Kreisschatzmeister Roberto Makoschey, der als Beisitzer im neuen Vorstand mitarbeiten wird.
Für mich steht fest: Die Sache ist wichtiger als einzelne Personen. Uns verbindet nach wie vor die Idee von wirtschaftlicher Vernunft, sozialer Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit und vor allem die Sorge um den Frieden. Politische Mühlen mahlen manchmal langsam. Aber sie mahlen. Deshalb werde ich mich auch weiterhin mit voller Kraft für unsere gemeinsamen Ziele im BSW einsetzen.
Packen wir es an!
Thomas Paschy
Vorsitzender Kreisverband Oder-Spree