29/04/2026
„In Fürstenfeldbruck ist es einfach schön – ich brauche nicht mehr.“ Mit diesen Worten bringt Willi Brugglehner im Erzählcafé in der Aumühle seine tiefe Verbundenheit zu seiner Heimatstadt auf den Punkt.
Brugglehners Geschichte ist untrennbar mit Fürstenfeldbruck verbunden. Seit seiner Geburt lebt er in dem Stadtteil, der auch als „Brucker Westen“ bezeichnet wird, in jenem Haus, das seine Großeltern in den 1930er Jahren eigenhändig errichteten. Der Staat stellte damals lediglich das Grundstück zur Verfügung, den Bau mussten die Familien selbst leisten. Auch die Haltung von Tieren war verpflichtend: Was einst ein Stall war, ist heute Teil des Wohnraums, erzählt Brugglehner.
Mit seiner Großmutter sei er oft beim Beerenpflücken im Wald gewesen, aber mit dem wirtschaftlichen Aufschwung sei diese Natur der nötigen Ansiedlung von Firmen und neuen Mitbürgern gewichen. Über die Jahrzehnte, so empfindet es der 61jährige, sei aber im „Brucker Westen“ das Leben entstanden, das er heute so schätzt: Cafés, Kultur, Nahversorgung und ein gutes Verkehrskonzept.
Auch seiner Arbeit ist Brugglehner sein Leben lang treu geblieben: Im Autohaus Rasch hat er als 15jähriger Groß- und Außenhandelskaufmann gelernt, seit 2017 ist er Mitinhaber der Firma mit über 120 Angestellten und hat in der Vergangenheit so manche Herausforderung bewältigen müssen.
Neben seinem beruflichen Engagement findet Brugglehner Ausgleich in der Natur: Skitouren und Mountainbiking gehören zu seinen Leidenschaften. Für den Deutschen Alpenverein organisiert und leitet er Touren – von lokalen Strecken direkt vor der Haustür bis hin zu Touren im Ausland. Mindestens einmal im Jahr überquert er die Alpen. Die nötige Vorbereitung dafür absolviert er in den Wäldern rund um seine Heimatstadt. Besser geht’s nicht. Probieren Sie es aus“, ermuntert Brugglehner die Zuhörerinnen und Zuhörer im Erzählcafé.
In Kooperation mit der Stadtbibliothek Aumühle und dem LiB Mehrgenerationenhaus