25/04/2026
Hauptübung der Feuerwehren Ettringen, Siebnach und Traunried
Im Rahmen einer gemeinsamen Hauptübung trainierten die Feuerwehren Ettringen, Siebnach und Traunried den Ernstfall unter realitätsnahen Bedingungen. Angenommen wurde ein Brandereignis im Pfarrheim während einer Feier mit rund 100 anwesenden Personen.
Ausgangspunkt des Szenarios war ein Küchenbrand im Erdgeschoss, der sich rasch ausbreitete und zu einer starken Rauchentwicklung führte. Infolge dessen wurde der zentrale Fluchtweg über das Treppenhaus bis ins zweite Obergeschoss vollständig abgeschnitten.
Die im Erdgeschoss befindlichen Personen konnten sich eigenständig ins Freie retten. Schwieriger stellte sich die Lage für die Personen in den oberen Stockwerken dar: Aufgrund des verrauchten und nicht mehr passierbaren Treppenhauses war eine Selbstrettung nicht möglich. Mehrere „eingeschlossene“ Personen mussten daher durch die eingesetzten Atemschutztrupps betreut und anschließend über tragbare Leitern sowie weitere Rettungsgeräte aus dem Gebäude gerettet werden.
Parallel zur Menschenrettung wurde die Brandbekämpfung im Innenangriff durchgeführt. Ziel war es, den Brandherd in der Küche unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Zudem wurde das Gebäude belüftet, um die Rauchentwicklung zu reduzieren.
Die Übung zeigte eindrucksvoll die Bedeutung einer funktionierenden Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Feuerwehren. Besonders das koordinierte Vorgehen bei der Menschenrettung aus den oberen Stockwerken sowie die parallele Brandbekämpfung stellten hohe Anforderungen an die Einsatzkräfte.
In der abschließenden Nachbesprechung wurde die Übung insgesamt positiv bewertet. Verbesserungspotenziale wurden angesprochen, um die Abläufe im Ernstfall weiter zu optimieren.
Solche Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der Aus- und Fortbildung, um im Einsatzfall schnell, sicher und effektiv helfen zu können.