15/08/2026
Die beste Person für den Kreis – nicht die beste Lösung für eine Partei.
Die SPD-Kreistagsfraktion ist heute zusammengekommen, um intensiv über die Besetzung der Stelle des Ersten Kreisbeigeordneten zu beraten. Für uns steht dabei eine Frage im Mittelpunkt: Wie finden wir die beste Person für unseren Werra-Meißner-Kreis?
Denn diese Stelle ist zu wichtig, um sie hinter verschlossenen Türen zwischen Parteien auszuhandeln.
Nicht das richtige Parteibuch darf entscheiden. Nicht Koalitionsarithmetik. Nicht die Frage, wer sich welchen Posten sichert. Entscheidend müssen Kompetenz, Erfahrung, Integrität und vor allem die Interessen der Bürgerinnen und Bürger sein.
Umso weniger verstehen wir, warum jetzt auf eine öffentliche Ausschreibung verzichtet werden soll. Gerade aus den Erfahrungen der Vergangenheit sollten wir gelernt haben.
Und auch Landrätin Nicole Rathgeber hielt eine Ausschreibung bei der damaligen Besetzung noch für sinnvoll. Warum gilt das heute nicht mehr?
Für die SPD-Kreistagsfraktion ist deshalb klar: Wir wollen ein offenes und parteiunabhängiges Verfahren, bei dem sich geeignete Persönlichkeiten bewerben können – unabhängig davon, welches Parteibuch sie haben oder ob sie überhaupt eines besitzen.
Am Ende geht es nicht um CDU, Freie Wähler, Grüne, FDP oder SPD.
Es geht um unseren Kreis. Um seine Zukunft. Und um die Menschen, die hier leben.
Dafür sollten persönliche und parteipolitische Interessen auch einmal hinten anstehen.
Die beste Person für den Kreis muss das Ziel sein – nicht der beste Deal für eine Partei.