01/12/2025
24-Stunden-Übung der ASJRK: Jugend übt den Ernstfall
Am Wochenende vom 22. bis 23. November 2024 verwandelte sich Erlangen für 24 Nachwuchsretterinnen und -retter in ein realitätsnahes Einsatzgebiet.
Die Arbeitsgruppe ASJRK – ein Zusammenschluss des Jugendrotkreuzes im Bayerischen Roten Kreuz und der Arbeiter-Samariter-Jugend des ASB – führte ihre jährliche Großübung durch und zeigte eindrucksvoll, wie engagiert und professionell Jugendliche im Bereich Katastrophen- und Zivilschutz agieren können.
Die Teilnehmenden arbeiteten in einem Schichtsystem und durchliefen dabei 21 realitätsnahe Rettungsdienstszenarien, eine Zivilschutzlage sowie einen Großbrand mit mehreren Verletzten. Für die Einsätze rückten sie mit Kranken- und Rettungswagen zu verschiedenen Einsatzpunkten in Erlangen aus. Ob enge Wohnungen, Parkplätze, Cafés oder Treppenhäuser – die Jugendlichen mussten ihr Können unter anspruchsvollen Bedingungen unter Beweis stellen und erlebten hautnah, wie vielfältig und herausfordernd der Rettungsdienst sein kann.
Besonders fordernd war die Großschadenslage am Samstagabend: Ein inszenierter Brand mit etwa 15 Verletzten verlangte medizinisches Geschick, Übersicht und Teamarbeit. Die Jugendfeuerwehr Hemhofen-Zeckern war mit zehn Kräften eingebunden und bekämpfte parallel das Übungsfeuer – ein intensives Einsatzbild für alle Beteiligten.
Am Sonntag schloss sich eine Zivilschutzübung an. Ein simuliertes Drohnenszenario auf dem THW-Gelände führte zu neun Verletzten und stellte den Nachwuchs vor komplexe Aufgaben. Neben medizinischer Versorgung standen Eigenschutz, technische Rettung und reibungslose Zusammenarbeit mit dem THW im Fokus. Rund zwölf Kinder sowie Darstellerinnen und Darsteller des THW unterstützten das Szenario aktiv.
Begleitend zu den Einsatzübungen konnten die Jugendlichen an Workshops teilnehmen und erhielten Einblicke in die Arbeit von Rettungsdienst, Bereitschaften, Wasserwacht und Bergwacht. Die Übung bot damit nicht nur Praxiserfahrung, sondern auch intensive Wissensvermittlung und Organisationsübergreifende Vernetzung.
Insgesamt wirkten rund 100 Personen an der Übung mit – darunter Verpflegungs- und Unterstützungsgruppen aus den Bereitschaften, Notfalldarstellerinnen und -darsteller der Notfalldarstellung Erlangen, Fahrerinnen und Fahrer des Rettungsdienstes von BRK und ASB, der Kreiswasserwacht Erlangen sowie der Bergwacht Erlangen sowie viele weitere Helfende im Hintergrund.
„Die 24-Stunden-Übung zeigte eindrucksvoll, wie engagiert und motiviert junge Menschen im Bereich Katastrophenschutz und Rettungswesen sind – und dass sie bereit sind, in Zukunft Verantwortung zu übernehmen. Für die Jugendlichen ist dies das Highlight des Jahres. Besonders wertvoll ist dabei das organisationsübergreifende Arbeiten, das in Erlangen hervorragend funktioniert“, betont Benedikt Diribas-Thelen, Stellv. Leitung der Jugendarbeit des Jugendrotkreuzes Erlangens.
Nach dem Erfolg der diesjährigen Übung richtet die ASJRK den Blick bereits nach vorn. Die Planungen für die nächste 24-Stunden-Übung laufen – mit neuen Szenarien, frischen Herausforderungen und weiteren Orten, an denen die Jugend wieder zeigen kann, was in ihr steckt.
Bayerisches Rotes Kreuz Erlangen-Höchstadt
ASJ Erlangen-Höchstadt
Stadtjugendring Erlangen
THW Ortsverband Erlangen
Feuerwehr Hemhofen/Zeckern
BRK Bereitschaft Erlangen 2
Kreiswasserwacht Erlangen-Höchstadt
Bergwacht Erlangen
BRK Herzogenaurach