09/06/2026
Ein laaaaaanger Einsatz
👩🏻🚒 Einsatz: 42/2026
📆 Datum: 08.06., 08:22 Uhr
✉️ Stichwort: B 5 - Brand Biogasanlage
📍 Einsatzort: Kairlindach
🕒 Einsatzdauer: 9 Stunden
🚒 Fahrzeuge: HLF (6/40/1), SW (6/58/1), Abends noch MZF (6/11/1)
🚒🚑🚓: u.a. Feuerwehr Weisendorf, Feuerwehr Kairlindach, Feuerwehr Hessdorf, Bayerisches Rotes Kreuz Erlangen-Höchstadt, Freiwillige Feuerwehr Großenseebach, Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach, ASB Erlangen-Höchstadt, THW Ortsverband Erlangen, Technisches Hilfswerk Ortsverband Baiersdorf, Polizei Mittelfranken, Feuerwehr Neuhaus a.d. Aisch, ….
8.22 Uhr – die Sirene in Dechsendorf trommelt zu früher Zeit eine Mannschaft zusammen, die bereits bei der Anfahrt zum Gerätehaus erkennt, dass es wohl zu einem größeren Einsatz geht. In Richtung Seebachgrund ist eine große, schwarze Rauchwolke zu sehen, die bedrohlich wirkt.
Laut Alarmierung geht es zu einer Biogasanlage in Kairlindach. Zunächst ist nicht klar, ob die Anlage brennt, Dutzende anderer Feuerwehren – bis auf Dechsendorf - alle aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt kommend, werden ebenfalls alarmiert. Mit dem Schlauchwagen und mehreren Kilometer Schlauch, die auf diesem verlastet sind, und dem HLF geht es mit Martinshorn und Blaulicht nach Kairlindach. Dort werden beide Fahrzeuge und Mannschaften schnell in das Einsatzgeschehen eingebunden. Der Schlauchwagen organisiert die Wasserversorgung mit und legt kilometerlange Schläuche sowohl von Kairlindach selber als auch von Oberlindach. Gemeinsam mit Kameraden anderer Wehren werden die langen Zuleitungen gelegt, um das dringend benötigte Wasser zum Einsatzort zu bringen. Glücklicherweise brannte nicht die Anlage selbst, Heuballen sind auf dem Gelände in Brand geraten.
Das HLF wurde in Position gebracht, um zum einen die Drehleiter und deren Wasserwerfer zu versorgen, zum anderen, um einen weiteren Löschversuch von der anderen Seite mit Wasser zu versorgen. Sowohl HLF als auch Mannschaft waren extrem gefordert, denn die hochsommerlichen Temperaturen plus der beißende Geruch am Einsatzort machten den Kameradinnen und Kameraden aller beteiligten Wehren zu schaffen.
Gegen 14 Uhr hieß es erstmalig: Feuer weitgehend unter Kontrolle. Beide Dechsendorfer Fahrzeuge wurden aus dem Einsatzgeschehen herausgelöst. Nicht zuletzt, um auch wieder eine Einsatzbereitschaft Nähe der Autobahn herstellen zu können.
In den Abendstunden ging es dann doch noch mal zurück zum Einsatzort. Der Grund? Ganz einfach – über 100 Schläuche, die Tragkraftspritze und Schlauchbrücken mussten wieder eingesammelt werden, die bis zu diesem Zeitpunkt im Einsatzgeschehen noch benötigt wurden. Bis dann alles wieder soweit aufgerüstet war, fing es draußen bereits an zu dämmern und die Ehrenamtler waren froh, als es nach einer Dusche dann ab ins Bett ging.
Fazit: langer Einsatz, taktisch hochinteressant und eine hervorragende Zusammenarbeit mit den vielen Wehren aus dem Landkreis. So anstrengend solch ein Tag ist, es macht die Beteiligten stolz zu dieser großen Blaulichtfamilie zu gehören.
Fotos: FF Dechendorf