26/10/2026
Ein neuer Kreisbrandrat für den Landkreis Landshut
Rudolf Englbrecht war in den vergangenen sechs Jahren das Oberhaupt der knapp 150 Feuerwehren im Landkreis Landshut.
Auf Grund persönlicher Gründe trat er bei der erneuten Wahl im September 2026 nicht mehr an.
Am Wahlabend im Bürgersaal Ergolding nutzte Landrat Alfred Holzner die Gelegenheit, dem nun Kreisbrandrat a. D., für seinen langjährigen Einsatz zu danken. „Mit Rudi Englbrecht hat ein überzeugter und sehr erfahrener Mann in den vergangenen sechs Jahren das höchste Feuerwehr-Amt im Landkreis ausgeübt, der sich in dieser Amtszeit sehr verdient um die Feuerwehren im Landkreis Landshut gemacht hat.
Anschließend widmete man sich der Wahl des neuen Kreisbrandrates.
Für diese Wahl obliegt nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz dem Landrat das alleinige Vorschlagsrecht.
„Im Landkreis Landshut können wir uns glücklich schätzen, auf eine so hervorragend aufgestellte Kreisbrandinspektion zurückgreifen zu können, dass eine Nachfolge von Rudi Englbrecht sichergestellt werden kann. Jeder der potentiellen Kandidaten hat sich sehr um die Feuerwehren im Landkreis Landshut verdient gemacht und sich als Feuerwehrführungsgrad bewiesen.
Nach vielen Gesprächen, Telefonaten und sorgfältiger Prüfung der zur Verfügung stehenden Bewerberinnen und Bewerber schlage ich Andres Pichl zur Wahl als neuen Kreisbrandrat vor“, erklärt der Landrat seinen Vorschlag. „Andres Pichl verfügt als bisheriger Fach-KBI über die höchste einschlägige Ausbildungsqualifikation unter den potenziellen Bewerbern. Darüber hinaus kann er auf eine langjährige und umfassende Führungserfahrung bei der Berufsfeuerwehr am Kernkraftwerk Isar zurückblicken und hat sich hier umfassend in allen Bereichen des vorbeugenden als auch aktiven Brandschutzes und des Feuerwehrwesens vielfältig und qualitativ hochwertig ausgebildet.
Zudem hat er sich als Örtlicher Einsatzleiter, aber auch um die Neustrukturierung der Kreiseinsatzzentrale im Neuen Landratsamt und in vielen weiteren Bereichen mehr als bewiesen. Diese Verbindung aus herausragender fachlicher Qualifikation, praktischer Einsatzerfahrung und bewährter Führungskompetenz bietet eine hervorragende Grundlage für die anspruchsvolle Aufgabe des Kreisbrandrates“, so Holzner weiter.
Insgesamt brachte es Andres Pichl auf 127 Stimmen der Kommandanten aus dem kompletten Landkreis.
Pichl ist seit 2017 als Fach-Kreisbrandinspektor für den vorbeugenden Brandschutz, Kreiseinsatzzentrale (KEZ) und Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) aktiv. Dieses Amt gibt er mit seiner Wahl zum Kreisbrandrat ab. Zuvor war er sieben Jahre stellvertretender Kommandant der FF Altheim und zwei Jahre Kreisbrandmeister Ausbildung. Bei seiner Heimatwehr, der FF Mirskofen, ist er im Alter von 15 Jahren beigetreten. Seit 2010 ist er hauptberuflich in der Werkfeuerwehr des Kernkraftwerkes Isar beschäftigt.
Für die nächsten sechs Jahre wünschte Landrat Alfred Holzner, Rudolf Englbrecht und Abteilungsleiterin Stefanie Kratzer, Andres Pichl alles Gute und eine weiterhin gute Zusammenarbeit.
Änderungen stehen an!
Mit der Wahl des neuen Kreisbrandrates Andres Pichl gibt es neben personellen Änderungen auch Gebietsverschiebungen.
Statt den bisherigen drei Inspektionsbereichen, Nord, Mitte und Süd gibt es jetzt „nur“ noch zwei Bereiche. Nord und Süd.
„Die Isar sowie das Stadtgebiet Landshut stellen besondere geografische und verkehrstechnische Rahmenbedingungen dar, die wir bei der neuen Gebietseinteilung gezielt berücksichtigen“ erklärte Pichl.
„Mit dieser Neuerung soll die Führungsstruktur der Kreisbrandinspektion schlanker und übersichtlicher gestaltet werden, sowie die Zuständigkeiten noch klarer regeln“, so seine Worte.
Ziel sei eine einfachere, einheitlichere und effizientere Zusammenarbeit.
Durch klare Zuständigkeiten und kurze Kommunikationswege sollen die Kommandanten bestmöglich unterstützt werden.
Hinzu kommen feste Gebiets-Kreisbrandmeister (KBM) als Ansprechpartner für Fragen, Hilfen und zur Unterstützung.
Die beiden jetzigen Gebiets-Kreisbrandinspektoren für Nord, Alexander Grocholl und Süd, Wolfgang Metz bleiben weiterhin in ihren Ämtern. Ihnen zur Seite stehen zukünftig Fach-KBM´s, die insbesondere für Organisation bei Ausbildungs- und Leistungsprüfungen im jeweiligen Bereich zuständig sind.
Nicht mehr Teil der Kreisbrandführung ist Günter Deller. Er war zuständig für den Bereich Mitte, der in beide Bereiche Nord und Süd aufgeteilt worden ist.
Ebenso ausgeschieden ist Kreisbrandmeister Michael Bachmeier.
Einige Posten wurden schon neu besetzt. Die restlichen werden im Laufe der nächsten Wochen nach Gesprächen ebenfalls besetzt.
Wir, die Feuerwehr Ergolding, wünschen der neuen Kreisbrandführung alles Gute und hoffen auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.