Stadtarchiv Erfurt

Stadtarchiv Erfurt Wir sind das Archiv der Stadtverwaltung Erfurt und das größte Stadtarchiv Thüringens. Darunter befinden sich z.B. Urkunden, Amtsbücher, Akten, die seit dem 13.

Wir verwahren, für die wissenschaftliche und private Recherche, Unterlagen aus der Zeit von 1144 bis heute. Jahrhundert in der Verwaltung der Stadt Erfurt entstanden sind. Es wird auch Archivgut anderer Herkunft (Schriftgut von Zünften, Betrieben, Genossenschaften, Nachlässe von Privatpersonen, Fotos u.a.) übernommen, sofern es für die Kenntnis der Stadtgeschichte von Bedeutung ist. zum Impressum


Freunde des Stadtarchiv Erfurt e.V. Landeshauptstadt Erfurt – Stadtverwaltung, Stadtarchiv
99111 Erfurt
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Freibad MöbisburgIn Möbisburg darf seit vergangenem Wochenende wieder gebadet werden! Das Freibad wurde in den letzten z...
11/06/2026

Freibad Möbisburg

In Möbisburg darf seit vergangenem Wochenende wieder gebadet werden! Das Freibad wurde in den letzten zwei Jahren umfassend saniert und öffnete nun wieder seine Pforten. Zu bieten hat es fünf 25m Bahnen, Flachwasserbereich und eine 18-Meter-Rutsche. Außerdem laden Liegewiese, Imbiss, Volleyballplatz, Tischtennisplatte und Kinderspielplatz zum Verweilen ein.

Die Fotografen Heinz Lutz und Kerstin Richter hielten die Eindrücke des Mitte der 1970e-Jahre erstmals eröffneten Freibades 1978 bzw. 1993 fest.

Restaurierung SchimmelakteAuch wenn Schimmelpilze für den Stoffkreislauf der Natur von besonderer Bedeutung sind, so möc...
09/06/2026

Restaurierung Schimmelakte

Auch wenn Schimmelpilze für den Stoffkreislauf der Natur von besonderer Bedeutung sind, so möchten die Archivarinnen und Archivare sie dennoch nicht in ihren Magazinen haben. Ganz verhindern lässt sich dies jedoch nicht: Für den Archiv- und Bibliotheksbereich sind bisher circa 300 Schimmelarten bekannt.

Ihre Entstehung verdanken sie verschiedenen Voraussetzungen: Beispielsweise durch falsche Lagerung in feuchten Kellern, unvorhersehbare Umwelteinflüsse wie Hochwasser oder unsachgemäße Handhabung. In Archiven kann Schimmel vor allem durch schwankendes Klima sowie Staub und Schmutz entstehen.

Da ein solcher Befall nicht nur die Materialien zerstört, sondern auch gesundheitsgefährdend für Menschen sein kann, sind die Akten für die Benutzung zu sperren und schnellstmöglich in die Restaurierung zu geben. Dort werden sie behandelt, damit der Schimmel entfernt und das Objekt gerettet werden kann. Eine solche restaurierte Akte ist jüngst in das Stadtarchiv Erfurt zurückgebracht worden und steht nun den Benutzerinnen und Benutzern wieder zur Verfügung.

Informationen wurden teilweise aus dem Online-Portal der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts bezogen.

Fronleichnam Die Fronleichnamsprozession, bei der „dem Leib und Blut Christi“ gedankt wird, spielte in der Vergangenheit...
04/06/2026

Fronleichnam

Die Fronleichnamsprozession, bei der „dem Leib und Blut Christi“ gedankt wird, spielte in der Vergangenheit Erfurts eine große Rolle, nicht nur in liturgischem Sinne. Das Fest wurde riesengroß, teilweise mit bis zu 20.000 Menschen, gefeiert und hinterließ bei den Besucher:innen einen bleibenden Eindruck. Selbst Goethe war Fan und beschrieb das Fest als „Das allerfürtrefflichste!“

Die Archivbibliothek besitzt eine besondere Handschrift mit dem Titel „Bildliche Darstellung der sonst berühmten und feierlichen Procession des grossen Frohnleichnamfestes“ aus dem Jahr 1854. Darin mahlt Michael Johann Pabst auf 36 Blättern 349 biblische und kirchengeschichtliche „Figuren“, die in entsprechender Kleidung an der Prozession mitgeführt wurden.

Er leitet ein: „Der sonst berühmten und feierlichen Procession des jährlich am dritten Sonntage nach Pfingsten in Erfurt der Hauptstadt Thüringens abgehaltenen von den Jesuiten nach ihrer im Jahre 1601 erfolgten Niederlaßung eingeführten und im Jahre 1801 zum letzten Male stattgefundenen sogenannten grossen Frohnleichnamfestes.“

Die Figuren, die viele schaulustige Menschen anzogen, unterteilt Pabst in fünf Ordnungen:
1) aus den Büchern Moses
2) aus den Büchern der Richter und der Könige
3) aus dem neuen Testamente und der Kirchengeschichte
4) die Clerisey, die Staatsbeamten und die Brüderschaften
5) das andächtige Frauenvolk.

Zeitgenössische Kritik zum Fest und das Ende der Veranstaltung in dieser Form lesen Sie im Artikel „Als Fronleichnam noch ein Volksfest war“ der Zeitschrift für die ostdeutschen Bistümer „Tag des Herren“ von 2008, Ausgabe 22.
https://archiv.tag-desherrn.de/archiv_2008_bis_2011/tdh_artikel_876.php .tab=0 (Stand Mai 2026)

Neues aus der ArchivbibliothekErfurter BildbandWir sind froh, dass ein neuer Bildband über die thüringische Landeshaupts...
02/06/2026

Neues aus der Archivbibliothek

Erfurter Bildband

Wir sind froh, dass ein neuer Bildband über die thüringische Landeshauptstadt Erfurt erschienen ist, der ihre historische und moderne Bedeutung beleuchtet und über sehenswerte Fotografien vielfältige Stimmungen einfängt. Erfurt wird als wohlhabende Mittelaltermetropole dargestellt, deren gut erhaltene Altstadt dank geringer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg bis heute erlebbar ist. Die Stadt überzeugt durch ihre hohe Lebensqualität, geprägt von historischen Bauwerken, charmanten Gassen und lebendiger Kultur. Gleichzeitig zeigt der Band auch das moderne Erfurt mit seinen Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und Freizeiteinrichtungen. Insgesamt wird die gelungene Verbindung von Geschichte und Gegenwart hervorgehoben.

Die Bücher unserer Archivbibliothek können Sie als Recherchehilfe im Lesesaal bestellen.

SchwellenburgDie Eisheiligen scheinen überstanden und der Frühling ruft nach einem Ausflug. Vielleicht auf die Schwellen...
28/05/2026

Schwellenburg

Die Eisheiligen scheinen überstanden und der Frühling ruft nach einem Ausflug. Vielleicht auf die Schwellenburg?

Der ein oder andere wird den 230 m hohe Gipshügel im Erfurter Nord-Westen, gelegen zwischen Kühnhausen und Tiefthal, als Übungspiste für die ersten Ski-Versuche oder als Abenteuerspielplatz beim Erkunden der Steinhöhlen in Erinnerung haben.

Doch im Mittelalter und der frühen Neuzeit diente die Erhebung dem Wein- und Waidanbau. Der Verkauf von „sieben Acker Weinwachs an der Schwellenburg“ wird bereits in einer im Stadtarchiv verwahrten Urkunde aus dem Jahr 1431 erwähnt. Später im 19. Jahrhundert betrieb man eifrig Obst- und Ackerbau, worauf die noch gut erkennbaren Terrassen hinweisen, die dem kleinen Berg seinen Namen geben. Eine Burg sucht man jedoch vergeblich.
Besonders sind die klimatischen und geologischen Verhältnisse auf der Schwellenburg, hohe Temperaturen aufgrund der Sonnenhänge und wenig Niederschlag sorgen für eine seltene Steppenvegetation mitten im Thüringer Becken.

Weshalb das 22 ha große Gebiet aus Rücksicht auf seine Flora und Fauna bereits seit 1939 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und nach wie vor ein beliebtes Ausflugsziel mit Blick über das nördliche Geratal ist.

Mehr zur Schwellenburg können Sie online in einem Artikel der Thüringischen Landeszeitung vom 13.10.1984 auf der Website des Ortsteils Tiefthal nachlesen:
https://www.tiefthal.de/umgebung/schwellenburg/

Thüringischer Archivtag 2026Am Fuß der Burg Greifenstein (ehemals Blankenburg) fand am 6. Mai 2026 der 66. Thüringische ...
26/05/2026

Thüringischer Archivtag 2026

Am Fuß der Burg Greifenstein (ehemals Blankenburg) fand am 6. Mai 2026 der 66. Thüringische Archivtag in Bad Blankenburg statt. Im Fokus standen die Überlieferungsbildung und Bewertung im Verbund. Archive werden aufgrund der zunehmenden Herausforderungen zukünftig stärker zusammenarbeiten müssen. Dafür sind Verbundlösungen und vor allem der kollegiale Austausch unabdingbar.

Bonifatius JubiläumAm 23. Mai 1954 feierten viele Erfurterinnen und Erfurter den Hl. Bonifatius (um 672-754) auf dem Dom...
21/05/2026

Bonifatius Jubiläum

Am 23. Mai 1954 feierten viele Erfurterinnen und Erfurter den Hl. Bonifatius (um 672-754) auf dem Domplatz. Die Geistlichen vollzogen den Gottesdienst auf den Domstufen, unterhalb versammelte sich eine riesige Menschenmenge an Gläubigen. Bonifatius spielt in der Erfurter Stadtgeschichte eine entscheidende Rolle:

Der in England geborene Missionar und kirchliche Organisator, soll bereits um 725 eine Kirche auf dem heutigen Domhügel errichtet haben, 742 gründete er das Bistum Erfurt (neben den Bistümern Büraburg und Würzburg).
Im selben Jahr bat er Papst Zacharias in einem Schreiben um die Bestätigung des Bischofssitzes. Dieser Brief enthält die erste schriftliche Überlieferung der damaligen Siedlung „Erphesfurt“. Die älteste erhaltene Abschrift stammt allerdings aus 790, das Original gilt als verschollen.

Bonifatius legte damit den Grundstein für die Erfurter Stadtentwicklung. Als er wenig später das Mainzer Bistum übernahm, ordnete er Erfurt diesem zu, so leitete er gleichzeitig die wechselhafte Geschichte zwischen Erfurt und Mainz ein.

*Ergänzungen in den Kommentaren.

Stadt und GeschichteGanz frisch aus der Druckerei, lang erwartet und nun endlich da: Das Heft 1 des Jahres 2026 der Zeit...
19/05/2026

Stadt und Geschichte

Ganz frisch aus der Druckerei, lang erwartet und nun endlich da: Das Heft 1 des Jahres 2026 der Zeitschrift "Stadt und Geschichte." (Nr. 88). Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung des Sports, insbesondere auf Vereinen, sportlichen Erfolgen und der Rolle Erfurts als Sportstadt seit dem 19. Jahrhundert. Zudem werden Themen wie Skihütten, der MTV 1860 und der Sport im Dritten Reich behandelt. Weitere Beiträge beleuchten die Entwicklung der Feuerwehr seit dem Mittelalter, besondere Ereignisse wie Namensänderungen bei Straßennamen oder die kulturelle Blütezeit Erfurts.

Außerdem enthält das Heft Artikel über das Leben junger Erfurter im Zweiten Weltkrieg und in der DDR-Zeit, darunter persönliche Erinnerungen an Musik und Jugendkultur, beeinflusst von Bands wie den Beatles und den Rolling Stones. Ergänzt wird dies durch Einblicke in das Theaterleben der 1950er und 1960er Jahre.

Abschließend widmet sich ein Beitrag historischen Adressbüchern Erfurts, die als wichtige sozial- und ortsgeschichtliche Quellen dienen.

Die neue Ausgabe ist im Benutzerdienst des Stadtarchivs für 4,00 Euro zu erwerben, aber auch in vielen Buchhandlungen der Stadt Erfurt.

Brand Erfurter RathausDie Trümmer infolge des Zweiten Weltkrieges waren noch nicht beseitigt, da wachten die Erfurterinn...
14/05/2026

Brand Erfurter Rathaus

Die Trümmer infolge des Zweiten Weltkrieges waren noch nicht beseitigt, da wachten die Erfurterinnen und Erfurter am Morgen des 11. Mai 1949 zu dem in Flammen stehenden Rathaus auf. Ausgelöst durch nicht ordnungsgemäß aufbewahrte bzw. entsorgte glühende Asche, fing der Dachstuhl an dem „Marktstraßen-seitigen“ Rathausflügels Feuer.

Während der Luftangriffe im Krieg, blieb das Rathaus verschont, nun musste ein paar Jahre später aufgrund der schweren Feuerschäden das gesamte obere Stockwerk neu errichtet werden. Jene Holztreppe, die zum Dachgeschoss führte, wurde im Zuge dessen durch eine steinerne Treppe ersetzt und der Dachreiter erneuert. Der kleine Turm musste allerdings noch bis 1956 auf seine Schlagglocken warten, nachdem diese 1944 eingeschmolzen worden waren.

Im selben Jahr beseitigte man, jedoch ohne direkten Zusammenhang mit dem Brand, die Kolonnade an der Nordseite des Gebäudes. Die freistehenden Säulen wurden durch Mauern und Fenster verbunden. In dem neu geschaffenen großen Raum wurden später Küche und Speisesaal für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung untergebracht.

Auch heute werden diese Räume noch gastronomisch durch ein asiatisches Restaurant genutzt. Seit einigen Jahren finden Bürgerinnen und Bürger in der ehemaligen Kolonnade des Rathauses den erfurtkultur-Laden mit Informationen zum kulturellen Leben der Stadt.

Aus: Das Rathaus und der Fischmarkt in Erfurt, Fritz Wiegand (1961)

Übernahme Gottstedter HandschriftVor Kurzem konnten wir eine private Schenkung in den Archivbestand der eingemeindeten O...
12/05/2026

Übernahme Gottstedter Handschrift

Vor Kurzem konnten wir eine private Schenkung in den Archivbestand der eingemeindeten Ortschaften übernehmen.

Die kleinformatige Handschrift beinhaltet Einträge über die Verordnungen und deren Verlesungen der Dorfgemeinschaft Gottstedt.

Die Seiten wurden nicht in der richtigen Reihenfolge gebunden, wie man an den Jahreszahlen aber auch an „den Händen“ erkennen kann. Das Buch besteht hauptsächlich aus Papier, nur der Einband ist aus Pergament. Hierbei handelt es sich um eine Makulatur, Reste von mittelalterlichen Schriften, oft religiösen Inhalts, die wiederverwendet wurden. Die hier verwendeten Makulaturen stammen vermutlich aus einem Kirchenbuch, höchstwahrscheinlich aus dem 14./15. Jh. Der Einband ist in einem schlechten Zustand, weitere kleinere Makulaturschnipsel aus anderer Zeit blitzen u. a. am Buchrücken hervor. Das Buch konnte durch zwei Bänder geschlossen werden. Die Einträge reichen ca. vom Ende des 17. Jh. bis ins 19. Jh.

Historisch ist es vor allem wertvoll, weil es einen tiefen Einblick in das Leben und Wirken eines thüringischen Dorfes in der Frühen Neuzeit ermöglich. Darüber hinaus sind viele Heimbürgen* namentlich genannt und auch die ein oder andere Örtlichkeit lässt sich wiederfinden.

Ca. 2/3 des Buches sind durch ein Formular beschrieben, dass die Verlesung der Dorfverordnung, Abgaben usw. beinhaltet, im hinteren Teil des Buches werden die Verordnungen dann auch selbst aufgezählt. Äußere politische Einflüsse auf das Dorf oder Ähnliches sind auf den ersten Blick nicht erkennbar.

Die Schäden am Einband und am Buchrücken erlauben vor einer umfassenden Restaurierung nur eine eingeschränkte Benutzung.

*Ein Heimbürge war ein dörflicher Amtsträger, der von der Gemeinde selbst bestellt wurde. Er verwaltete v. a. das Vermögen, fungierte z. T. als Richter und war häufig der Vorsteher der Dorfgemeinde.

Adresse

Gotthardtstraße 21
Erfurt
99084

Öffnungszeiten

Dienstag 08:00 - 12:00
13:00 - 18:00
Mittwoch 08:00 - 12:00
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