17/06/2026
EU-Parlament beschließt Verbot von KI für sexualisierte Deepfakes
Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können täuschend echt wirkende Bilder ins Netz gestellt werden.
Sexualisierte Deepfakes richten sich fast ausschließlich gegen Frauen. Schätzungen zufolge sind etwa 90 % bis 95 % aller im Internet zirkulierenden Deepfakes pornografischer Natur. Von diesem Missbrauch sind längst nicht mehr nur Prominente betroffen, sondern zunehmend auch Privatpersonen, Schülerinnen oder Kolleginnen. Es ist ein primitiver Ausdruck von - meist männlicher - Machtdemonstration.
Was im Netz falsch kursiert, ist schwer zu korrigieren. Es demütigt und traumatisiert, sogar ohne dass es die geschädigte Person real betrifft. Es geht nochmal weiter als unerlaubt extern eigene private Bilder der Öffentlichkeit Preis zu geben, was ebenfalls verboten ist. (Recht am eigenen Bild, nach § 22 KunstUrhG).
Für sexualisierte Deepfakes soll künftig ein EU-weites Verbot gelten.
Ein wichtiger gesetzlicher Schritt für unsere Persönlichkeitsrechte. Fraglich ist, ob es bei der Vielzahl entsprechender Apps wirklich in denn Griff zu bekommen ist. Bewusstsein für strafbare Handlung ist ein erster wichtiger Schritt und erlaubt erfolgreiche rechtliche Schritte der Betroffenen.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, akm