Inklusion in Erftstadt

Inklusion in Erftstadt Der Inklusionsbeirat sucht Menschen mit und ohne Behinderung, die mit offenen Augen durch Erftstadt gehen und ihn über Barrieren informieren die sie erkennen.

"Inklusion in Erftstadt" ist eine private Interessengemeinschaft von Menschen, denen gelebte Inklusion in Erftstadt am Herzen liegt und sie weiter entwickeln möchte. Nur gemeinsam können wir den Weg zur inklusiven Stadt weitergehen. [email protected]

Großartig! Wenn so ein großer Konzern mitmacht, finden sich hoffentlich viele Nachahmer :-)
22/05/2026

Großartig!
Wenn so ein großer Konzern mitmacht, finden sich hoffentlich viele Nachahmer :-)

Ikea Deutschland führt ab Juni 2026 in allen Einrichtungshäusern bundesweit die sogenannte "Stille Stunde" ein. Das verkündete der Konzern am Mittwoch in einer offiziellen Pressemitteilung auf seiner Website. Ziel sei es demnach, Kund:innen ein ruhigeres und barriereärmeres Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Die "Stille Stunde" findet künftig mittwochs von 17 bis 19 Uhr statt.

Während dieser Zeit wird die Einkaufsumgebung gezielt angepasst, um Reize zu reduzieren. Dazu gehören der Verzicht auf Hintergrundmusik und nicht sicherheitsrelevante Durchsagen, eine reduzierte Lichtintensität sowie das Aussetzen lärmintensiver Tätigkeiten. Auch visuelle Reize werden, wo technisch möglich, verringert. Das Angebot richtet sich unter anderem an Menschen mit Neurodivergenz, etwa im Autismus-Spektrum oder mit ADHS, sowie an Personen mit sensorischen Empfindlichkeiten.

Mit der "Stillen Stunde" will Ikea ein Angebot, schaffen das unterschiedliche Bedürfnisse beim Einkaufen stärker berücksichtigt. Damit setzt das Unternehmen ein Zeichen im deutschen Einzelhandel und macht ein inklusiveres Einkaufen im Alltag erlebbar.

Zum Muttertag möchten wir heute besonders den Müttern danken, die ihre Kinder mit Behinderung oder chronischen Erkrankun...
10/05/2026

Zum Muttertag möchten wir heute besonders den Müttern danken, die ihre Kinder mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen begleiten, pflegen und jeden Tag für sie kämpfen.

Sie sind Mütter, die nicht nur Mama sind, sondern gleichzeitig Pflegekraft, Therapeutin, Organisatorin, Dolmetscherin, Kämpferin.
Mütter, die Nächte ohne Schlaf kennen. Arzttermine, Anträge, Hilfsmittelanträge, Diskussionen mit Behörden, Sorgen und Kämpfe um Inklusion, Zukunft und Teilhabe.

Pflegende Mütter von Kindern mit Behinderung leben oft dauerhaft am Limit. Emotional, körperlich und finanziell.
Sie tragen enorme Verantwortung und leisten rund um die Uhr den schier unmöglichen Spagat zwischen eigenen Bedürfnissen und täglichen Anforderungen.

Durch die Pflege ihres Kindes ist es ihnen nicht oder kaum möglich zu arbeiten und damit für sich selbst zu sorgen. Finanzielle Abhängigkeiten und fehlende Altersvorsorge, aber auch Isolation sind die Folge.

Ihre (Fürsorge-)Arbeit findet eher im Verborgenden statt – von der Öffentlichkeit werden sie kaum gesehen.
Spricht man von pflegenden Angehörigen, denkt man zuallererst an erwachsene Kinder, die ihre betagten Eltern pflegen.
Doch es sind mehrere hunderttausend Mütter, die ihre Kinder pflegen.

Deshalb wollen wir sie sichtbar machen. Nicht nur an Muttertag – und dennoch genau an diesem Tag.
Damit sie auch heute nicht übersehen werden.

Sie haben unseren tiefsten Dank und Respekt!

Am 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.In diesem Jahr ist Protest be...
05/05/2026

Am 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.

In diesem Jahr ist Protest besonders wichtig und steht unter dem Motto: „Menschenrechte sind nicht verhandelbar“.

Auch 17 Jahre nach der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention ist die gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderungen keine Realität.
Im Gegenteil: Geplante Kürzungen in Milliardenhöhe bei der Eingliederungshilfe und Einsparungen im Sozialbereich würden genau die Unterstützung treffen, die echte Teilhabe überhaupt erst möglich macht – mit direkten Folgen für Assistenz, Bildung und selbstbestimmtes Leben.

Gleichzeitig erklärt der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) verpflichtende Maßnahmen zur Barrierefreiheit in der Privatwirtschaft (z. B. Geschäfte, Arztpraxen, Restaurants) als unzumutbar. Diskriminierung und Ausgrenzung bleiben so weiterhin bestehen.

Noch nie waren die bisher erreichten Fortschritte in Inklusion und Gleichberechtigung so gefährdet!
Sollten diese Pläne umgesetzt werden, würde die weitere Umsetzung der UN-BRK eher verschlechtert als verbessert.

Darum lasst uns heute laut protestieren. Inklusion geht uns alle an!

22/04/2026

Klingt absurd? Ist es auch.

Aber genau das ist die Realität beim Diskriminierungsschutz für Menschen mit Behinderungen: Wer von einem privaten Unternehmen ausgeschlossen wird, weil ein Laden nicht zugänglich ist oder ein Angebot nicht nutzbar, hat kaum Handhabe. Es gibt vor allem freiwillige Verfahren. Aber keine echten Konsequenzen.

Brandschutz, Denkmalschutz – da käme niemand auf die Idee, das freiwillig zu regeln. Aber bei Barrierefreiheit soll Freiwilligkeit reichen?

Foto: Anna Spindelndreier

19/04/2026

✨Heute war der erste Schultag nach den Ferien.

Und für manche Kinder
war er kein Neubeginn,
sondern ein Absturz.

Und zwar schon gestern Abend,
nicht erst heute Morgen.

Weil der Körper nicht zur Ruhe kommt,
wenn er weiß, was kommt.
Weil Schlaf nicht erholt,
wenn er ausbleibt.
Weil ein neuer Schultag
sich anfühlt wie etwas,
das überlebt werden muss.

Und so saßen wir heute in einem Gespräch.

Die Schule.
Das Jugendamt.
Der Träger der Inklusionshilfe.
Ich.
Und die Mutter.

Eine Mutter mit Tränen in den Augen.
Mit einer Stimme,
die bricht,
obwohl sie stark sein muss.

Sie erklärte,
wie anstrengend Schule für ihr Kind ist.
Nicht,
weil er nicht versteht.
Nicht,
weil er nicht will.
Sondern,
weil sein Nervensystem
in dieser Struktur
keinen Platz findet.

Und während sie spricht,
denke ich:

Wie kann es sein,
dass wir 2026 immer noch
ein Schulsystem haben,
das von Gleichheit spricht,
aber Unterschiedlichkeit nicht trägt?

Ein System,
in dem Lautstärke kein Problem ist,
sondern Alltag.

In dem Reizüberflutung
kein Kriterium ist,
sondern Privatsache.

In dem Übergänge funktionieren müssen,
egal, was sie im Inneren auslösen.

Ein System,
das Leistung misst.
Aber nicht den Preis.

Nicht die schlaflosen Nächte.
Nicht die inneren Kämpfe.
Nicht das Zusammenreißen.
Nicht das Funktionieren
auf Kosten der eigenen Stabilität.

Noten sagen:
„So gut warst du.“

Aber sie sagen nicht:
„Das hat es dich gekostet.“

Und ja,
es gibt engagierte Lehrkräfte.
So viele.

Die sehen.
Die auffangen.
Die kämpfen.
Im Rahmen dessen,
was ihnen möglich ist.

Aber genau das ist das Problem:
Der Rahmen.

Zu groß die Klassen.
Zu starr die Strukturen.
Zu eng die Bewertung.
Zu wenig Raum
für echte Inklusion.

Inklusion bedeutet nicht,
dass Kinder sich anpassen,
bis nichts mehr von ihnen übrig ist.

Inklusion bedeutet,
dass ein System sich bewegt.

Und solange Kinder nach der Schule
zusammenbrechen,
solange Eltern nachts wachliegen,
solange Mütter in Gesprächen sitzen
und erklären müssen,
dass ihr Kind nicht „weniger“ ist,
sondern einfach anders funktioniert,
solange läuft etwas grundlegend falsch.

Vielleicht sollten wir aufhören zu fragen:
„Warum schafft das Kind es nicht?“

Und endlich anfangen zu fragen:

Warum schaffen wir es nicht,
ein System zu bauen,
in dem es Platz hat?💛✨

19/04/2026

Ob Studium oder Ausbildung: Was waren echte Hürden für euch? 👇 Erzählt uns in den Kommentaren davon!

Studieren bedeutet: Vorlesungen, Prüfungen, Campusleben. Für viele aber auch: (un)sichtbare Barrieren. Dabei sollte nicht die (fehlende) Barrierefreiheit einer Uni entscheiden, ob jemand studieren kann, sondern die eigenen Wünsche für die Zukunft.

Schwere Zeiten für InklusionVorgestern hat der Paritätische Wohlfahrtsverband ein geheimes Arbeitspapier veröffentlicht,...
17/04/2026

Schwere Zeiten für Inklusion

Vorgestern hat der Paritätische Wohlfahrtsverband ein geheimes Arbeitspapier veröffentlicht, in dem Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände radikale Kürzungen bei der Eingliederungs- und Jugendhilfe planen. Individuelle Rechtsansprüche auf Schulbegleitung sollen gestrichen, das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen eingeschränkt, die Nachbetreuung junger Erwachsener aus der Jugendhilfe abgeschafft, der Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende zusammengestrichen werden. Manche Vorschläge widersprechen offen der UN-Behindertenrechtskonvention und der UN-Kinderrechtskonvention.

Das bedeutet z.B. im Konkreten die Streichung von Integrationshilfen & Schulassistenz (§112 SGB IX) für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Regelschulen.
Die Unterstützung soll vollständig durch die Schule/Hochschule selbst erbracht werden. Leistungen zur Teilhabe an Bildung (Eingliederungshilfe) werden als entbehrlich erklärt.
Alternativ soll die 1:1-Betreuung gestrichen und stattdessen ein Pooling eingerichtet werden: eine Schulbegleitung für mehrere Kinder.
Dies wird unausweichlich dazu führen, dass Kinder und Jugendliche, die eine enge Unterstützung benötigen, wieder vermehrt in Förderschulen unterrichtet werden oder im schlimmsten Fall überhaupt nicht schulfähig sind. Das ist das Gegenteil von Inklusion!

Weitere Infos inkl. des veröffentlichten Arbeitspapiers unter: https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/enthuellung-kahlschlag/

Es gibt auch bei uns in Erftstadt noch so vieles zu tun. Wir werden dazu beitragen.
13/04/2026

Es gibt auch bei uns in Erftstadt noch so vieles zu tun. Wir werden dazu beitragen.

Ich bin gespannt auf eure positiven (!) Erfahrungen!

12/04/2026

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