30/06/2019
Wir solidarisieren uns mit der Crew der Sea-Watch 3 und fordern, dass sich die Bundesregierung für die Freilassung der inhaftierten Kapitänin Carola Rackete einsetzt. Menschenleben zu retten ist kein Verbrechen!
Die italienische Regierung hat unter dem rechtsradikalen Innenminister Salvini die Seenotrettung auf dem Mittelmeer fast komplett zum Erliegen gebracht. Die Repressionen gegen die Retter*innen haben eine neue Stufe der Radikalität erreicht. Hilfsorganisationen, die versuchen mit Schiffbrüchigen italienische Häfen anzulaufen, drohen lange Haft- und Geldstrafen. Hier wird die Justiz instrumentalisiert, um die rassistische und menschenfeindliche Politik der italienischen Rechten durchzusetzen.
So geschah es auch bei dem deutschen Seenotrettungsschiff Sea-Watch 3. Nach mehr als zweiwöchiger Irrfahrt vor der italienischen Küste, sah sich Kapitänin Rackete nicht länger im Stande, die unhaltbaren Lebensbedingungen der 22 Crewmitglieder sowie der etwa 40 Geretteten auf dem Schiff hinzunehmen. Sie lief mit dem Schiff in Lampedusa ein.
Eine politische Lösung für die geretteten Personen existierte. Fünf europäische Länder, darunter auch Deutschland, haben sich bereit erklärt, die Menschen aufzunehmen. Doch Italien verhinderte das legale Einlaufen in die Häfen und inhaftierte die Kieler Kapitänin Carola Rackete.
Kapitänin Rackete hat das einzig Richtige getan und das Seerecht sowie die Menschenrechte eingehalten. Wir stehen an der Seite von Sea-Watch, welche die letzten Reste Menschlichkeit im Mittelmeer schützen. Und das unter Einsatz ihres Lebens und gegen alle Repressionen.
Was können wir tun?
Es gibt eine Petition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, damit sich dieser für die Freilassung der Kapitänin einsetzt:
https://www.openpetition.de/petition/online/freiheit-fuer-frau-rackete
Um Sea-Watch bei den kommenden hohen Prozesskosten in Italien zu unterstützen, kann man Spenden. Jeder Euro rettet Menschenleben und schützt die Retter*innen:
http://sea-watch.org/spenden/