04/11/2025
Hilfeleistungseinsatz: Automatisierter Notruf durch eine Smartwatch bei Koordinate »48,97488° N, 8,96110° 0«, Näheres nicht bekannt.
Die Abt. Ensingen rückte mit 16 Mann aus und fand im Steilhang unterhalb der Eselsburg einen schwer verletzten Jugendlichen. Er berichtete, dass zwei Freunde vom Geländer der Holzbrücke gestürzt sind und er Hilfe holen wollte - und dabei im stockdunklen Wald den Abhang abgerutscht ist.
Zur Einsatzstelle an der Eselsburgbrücke wurde die Abt. Horrheim alarmiert, sie rückten mit 23 Feuerwehrleuten und allen Fahrzeugen aus.
Zum Glück nur eine Einsatzübung. Aber eine, die es in sich hatte.
Die „schwerverletzten“ Jugendlichen mussten aus schwierigem Gelände unter widrigen Bedingungen gerettet werden. Die Betroffenen erlitten multiple Verletzungen, darunter Pfählungsverletzungen durch Äste, die den Oberschenkelmuskel durchdrangen. Da Fremdkörper grundsätzlich in der Wunde verbleiben, war eine entsprechende Fixierung und Kürzung der Äste erforderlich. Der Zugang zur Einsatzstelle am Hang war für Fahrzeuge nicht möglich, sodass sämtliches Gerät, inklusive der Beleuchtung, schweißtreibend unter erheblichem körperlichen Aufwand zum Unfallort transportiert werden musste. An der Brückeneinsatzstelle war ein besonders schonender Transport der Verletzten „nach oben“ notwendig. Hierfür wurde der sogenannte „Leiterhebel“ eingesetzt, bei dem die Trage mit der Leiter vertäut wird, um einen waagerechten Transport zu gewährleisten.
Eine fordernde Einsatzübung unter nicht optimalen Bedingungen, die Mensch und Gerät gefordert hat und einige Erkenntnisse in Sachen Einsatztaktik, Kommunikation und Erste-Hilfe lieferte. Es war spannend und hat Spaß gemacht - ein besonderer Dank gebührt den “Verletzten” aus den Reihen der Jugendfeuerwehr!