01/06/2026
Moorgutachten für die Ahamer Filze startet:
In der Ahamer Filze zwischen Eiselfing und Griesstätt beginnen in den kommenden Wochen umfangreiche Untersuchungen zum aktuellen Zustand und zur Zukunft des Moorgebiets. Bürger*innen werden dabei Fachleute im Gelände antreffen, die Gräben vermessen, Wasserstände erfassen oder mit speziellen Bohrstöcken den Moorboden untersuchen. Die Kartierungen erfolgen im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde und dienen der Vorbereitung eines moorökologischen Gutachtens.
Das Landratsamt weist darauf hin, dass sich die Untersuchungen auf Flächen des Landkreises und der Gemeinden konzentrieren. Eingriffe auf Privatgrundstücken finden nicht statt. Die Untersuchungen laufen ab dem Frühjahr 2026 und dauern bis zum Frühjahr 2027 an. Im Sommer 2026 plant die Untere Naturschutzbehörde gemeinsam mit den Gemeinden Eiselfing und Griesstätt eine Informationsveranstaltung für Grundstückseigentümer*innen. Dabei sollen die laufenden Kartierungen sowie die Ziele des Moormanagements näher vorgestellt werden. Im Rahmen des Projekts werden auch Pflanzen- und Tierarten kartiert, unter anderem von Amphibien, Reptilien und Libellen.
Auf Grundlage der Ergebnisse wird anschließend ein Plan für mögliche Renaturierungsmaßnahmen erarbeitet. Ziel ist es, das Moor langfristig, wo es rechtlich und fachlich möglich ist, wieder in ein Moor mit wassergesättigtem Torfboden zu verwandeln und damit sowohl den Klimaschutz als auch die Artenvielfalt zu fördern.
Das aktuelle Gutachten wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Für Rückfragen zum Projekt steht die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim per E-Mail ([email protected]) oder telefonisch (08031-3923366) zur Verfügung.