UWG Eggenfelden

UWG Eggenfelden Die Unabhängige Wählergemeinschaft ist unabhängig von der Parteipolitik und befasst sich ausschließlich auf kommunaler Ebene zum Wohle der Bürger.

20/04/2026

Rede von UWG-Fraktionssprecher Dr. Andreas Stegbauer zum HAUSHALTS- UND FINANZPLAN
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Nachdem schon der Entwurf des Haushaltsplans 2025 erst im Mai jenes Jahres vorgelegt worden war, ist es 2026 auch wieder April geworden, bis der Stadtrat nun endlich über das Werk abstimmen kann. Hier zeichnet sich eine ungute Entwicklung ab. Es handelt sich dabei auch keineswegs um eine bloße Formalie. Ohne gültigen Haushaltsplan können wesentliche Ausgaben nur aus Mitteln bestritten werden, die aus dem Vorjahr übriggeblieben sind. Die Umsetzung neuer Vorhaben verzögert sich dadurch – zum Nachteil der Stadtentwicklung. Eine FRÜHZEITIGERE VORLAGE wäre daher geboten, erzwingen kann dies der Stadtrat leider nicht.
Die Größe der Aufgabe, den Haushalts- und Finanzplans zu aufzustellen, ist uns allen bewusst. Trotzdem würde ich mir noch etwas MEHR SORGFALT wünschen bei der Erstellung des Entwurfs, der dann zunächst im Hauptausschuss vorberaten wird. Ich bin es mittlerweile auch persönlich müde, dort jedes Jahr wieder auf falsche Beträge in sechs- oder siebenstelliger Höhe hinweisen zu müssen, die man „übersehen“ habe oder die „durchgerutscht“ seien.
Der Entwurf des HAUSHALTSPLANS 2026 in der jetzigen Fassung ist SOLIDE. Die Ansätze wirken im Großen und Ganzen schlüssig, die vorgeschriebene Mindestzuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt wird ohne Probleme erreicht. Negativ fällt lediglich auf, dass trotzdem erstmals seit langem wieder eine Netto-Neuverschuldung vorgesehen ist. Sie erscheint allerdings tragbar. Ob sie auch wirtschaftlich sinnvoll ist angesichts der enormen Rücklagen, die vor allem einem erheblichen Aufwuchs bei den letztjährigen Gewerbesteuereinnahmen zu verdanken sind, wird sich zeigen. Wir sind hier skeptisch, lassen daran aber unsere ZUSTIMMUNG zum Haushaltsplan 2026 nicht scheitern.
Anders sieht es beim FINANZPLAN für die Folgejahre aus. Wichtige Themen haben hier KEINEN ODER NUR UNZUREICHENDEN NIEDERSCHLAG gefunden. Leider sind auch unsere diesbezüglichen Hinweise und Vorschläge in der Vorberatung nur punktuell aufgegriffen worden.
Dass für den Unterhalt der städtischen STRASSEN UND WEGE jährlich eine Million Euro benötigt wird, ist seit langem bekannt und eigentlich Konsens. Trotzdem wird der Ansatz für 2027 auf 75 % heruntergekürzt, und das nicht zum ersten Mal. Auf unseren Hinweis in der Vorberatung hin hieß es dann wie schon in der Vergangenheit, man werde da gar nicht mehr verbauen können. Es wird aber auch in den Folgejahren nichts nachgeholt. Stattdessen schiebt man einen immer größer werdenden Sanierungsstau vor sich her, dessen Auswirkungen die Bürgerinnen und Bürger schon jetzt an etlichen Stellen täglich vor Augen haben und den man auf viele Jahre hinaus nicht mehr wird abbauen können.
Ein Dauerbrenner war zumindest bisher auch der Mangel an KITA-PLÄTZEN. Im Haushaltsplan 2026 findet sich ein niedriger Betrag für einen Neubau, der Finanzplan für die Folgejahre enthält jedoch weder weitere Bau- noch Betriebskosten. Das ist nicht plausibel.
Die TIEFGARAGE wird entweder saniert oder durch ein Parkdeck am ZOB ersetzt werden, in jedem Fall wird die Stadt hierfür in den kommenden Jahren eine siebenstellige Summe aufwenden müssen. Hierfür gibt es zwar eine Haushaltsstelle, diese ist aber auf Null gesetzt.
Ein neues JUGENDZENTRUM wünschen wir uns wohl alle, es war sogar ausdrücklich Bestandteil der Wahlprogramme von CSU, Grünen und SPD. Der Bürgermeister hat auch schon eine Immobilie dafür im Auge, wie er zwar nicht im Stadtrat, aber in der Podiumsdiskussion der Kandidaten mitteilte. Wenn es sich nicht nur um ein leeres Wahlkampfversprechen handeln soll, wird man allerdings für den Betrieb des Jugendzentrums jährlich einen sechsstelligen Betrag aufwenden müssen. Im Finanzplan findet sich dazu zwar eine Haushaltsstelle, diese ist aber ebenfalls auf Null gesetzt.
Die Neuanlegung des RADWEGS in der Birkenallee war Ende 2025 für heuer angekündigt worden. In den jetzt vorliegenden Entwurf des Haushaltsplans 2026 wurde sie allerdings erst auf unseren Hinweis in der Vorberatung hin noch aufgenommen. Nun müssen wir leider feststellen, dass hier nur Planungskosten berücksichtigt sind. Durchgeführt werden soll die Maßnahme entgegen den ursprünglichen Aussagen offensichtlich erst nächstes Jahr. Die hierfür erforderlichen Mittel in mit Sicherheit sechsstelliger Höhe sind für 2027 indes wiederum nicht ausgewiesen.
Wenn dann trotz all dieser Auslassungen laut Finanzplan die gesetzlich vorgeschriebene MINDESTZUFÜHRUNG vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt 2027 nicht erreicht wird, ist das gewissermaßen das Tüpfelchen auf dem „i“. Auch die Zahlen für die folgenden Jahre zu notwendigen KREDITAUFNAHMEN UND NEUVERSCHULDUNG sind damit ohne hinreichende Aussagekraft. Eine seriöse mittelfristige Planung stellen wir uns anders vor.
Der Zweck eines Finanzplans besteht darin, die Umsetzung der politischen Ziele und Aufgaben zu gewährleisten und eine DAUERHAFTE ORDNUNG DER FINANZEN der Kommune sicherzustellen. Er soll verhindern, dass ohne Weitblick nur auf Sicht gefahren wird. Das ist keine Frage von Hellsehertum. Es geht vielmehr um gerade das, was der Bürgermeister vorhin gesagt hat, nämlich den Weg auszuleuchten. Der vorliegende Entwurf genügt dem nicht. Deshalb ist er – anders als der Haushaltsplan – NICHT ZUSTIMMUNGSFÄHIG. Zugestimmt haben wir auch im Hauptausschuss nicht.

20/04/2026

UWG-Bericht zur Stadtratssitzung vom 14.04.2026:
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Die letzte Sitzung des Stadtrats in "alter" Zusammensetzung hatte mit 16 Punkten im öffentlichen und 9 Punkten im nicht öffentlichen Teil eine prall gefüllte Tagesordnung. Neben einer rein formell zu vollziehenden Einstellung eines "Uraltbauleitverfahrens" in Gern ging es in der Hauptsache um die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn bei der Generalsanierung der Wirtschaftsmittelschule, die Zustimmung zum Haushaltsplan 2026 samt Finanzplan, Berichte der örtlichen Rechnungsprüfung zu allen relevanten Wirtschaftsbereichen der Stadt im Jahr 2024 samt Wirtschaftsplan, die Stellungnahmen der Verwaltung dazu sowie Feststellungen der Jahresrechnungen mit jeweiliger Entlastung. Einen großen Teil beanspruchte die Verabschiedung von 9 ausscheidenden Mitgliedern des Stadtrats.
Zu Beginn gab es im Mitteilungsblock interessante Neuigkeiten zum Sanierungsstand im Freibad, vorgetragen von Jürgen Leitl, wonach eine eingeschränkte Öffnung am 1. Mai möglich sei. Viele abgeplatzte Fliesen sowie Pumpen für alle Becken und Toiletten im Schwimmerbereich seien erneuert. Lediglich eine Wohlfühltemperatur des Wassers im Attraktionsbecken bekomme man nicht mehr hin. Auch die Umkleiden und die Toiletten im Eingangsbereich seien durch Lieferverzögerungen bei den Trennwänden zur Eröffnung nicht fertig bzw. nur bedingt benutzbar. Auch nach Insistieren von SR Helmut Gabriel auf pünktliche Eröffnung gab Bgm. Biber schließlich bekannt: "Wir sperren zum 1. Mai auf, haben aber noch Defizite." Beim UWG-Antrag mit Unterstützung der Grünen und SPD für eine Machbarkeitsstudie zur Versorgung mit "kalter Nahwärme" für das Neubaugebiet Rott am Wald West stimmten alle für eine Delegierung in den Bau- und Umweltausschuss. Einhellige Zustimmung erhielt auch die Durchführung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns bei der Schulsanierung. Herr Rupprich (Fa. BMP) stellte Planungsdaten vor, wobei man finanziell im Soll sei und Umzüge der GS bis zu den Sommerferien erfolgen sollen. Mit der Fertigstellung der Mittelschule sei im Schülerbereich bis 2028 und im Verwaltungstrakt bis 2030 zu rechnen.
Für den Gesamthaushalt über 69,7 Mio. gab es keine Gegenstimme, wobei betont wurde, dass das Gewerbesteueraufkommen nach wie vor erfreulich hoch sei, man aber bedenken müsse, dass nur 30 % des Haushalts für freie Gestaltung zur Verfügung stünde. Kreditaufnahmen seien künftig unvermeidbar, würden den Schuldendienst aber nicht gefährden, so der Bürgermeister. In den Wortmeldungen der Fraktionssprecher fanden sich fast ausschließlich positiv gefärbte Allgemeinplätze, wobei aus der Ecke von SPD und Grüne an das CSU-Wahlversprechen "Jugendzentrum" erinnert wurde, nun aber zu wenig Berücksichtigung finde. Gewohnt fundiert nahm Dr. Andreas Stegbauer Stellung. Natürlich könne man dem Haushalt zustimmen, er sei mittlerweile aber müde ständig Fehler mit falschen Beträgen in sechs- und siebenstelliger Höhe aufzuspüren, was letztendlich doch nicht Aufgabe der Mitglieder des Hauptausschusses sei, sondern durch mehr Sorgfalt in der Vorbereitung verhindert werden könne. Nicht zustimmungsfähig sei seiner Ansicht nach der Finanzplan für die kommenden Jahre, in dem wichtige Themen nicht den erforderlichen bzw. gar keinen Niederschlag fänden. Straßenbau, Tiefgarage, Jugendzentrum, Erweiterung Kita-Plätze: Fehlanzeige! Alle fünf UWGler stimmten aus diesem Grund gegen den Finanzplan, die übrigen Fraktionen scheinen dem Ganzen weniger Bedeutung beizumessen und votierten dafür, obwohl die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt 2027 nicht erreicht wird. Aber, wen interessiert's! Strittig bei dem Block der Prüfberichte waren die Stellungnahmen der Verwaltung nur zu den exorbitant hohen Heizkosten der Bücherei sowie das Fehlen von abstimmungsrelevanten Infos für Abstimmungen im Stadtrat zu nachträglichen Finanzzuschüssen für die RegioLab GmbH. Von Seiten der UWG und FWG wurde eine separate Abstimmung zu den strittigen Textziffern erwirkt. In der Sache Heizkosten ergaben sich nur zwei Pro-Stimmen (Biber, Haderer) und bei den vorenthaltenen Sitzungsunterlagen hielten nur neun die Stellungnahme der Veerwaltung für akzeptabel (alle CSU außer Menzel plus Herrmann von Grünen). So manchem CSUler sah man hier die Unentschlossenheit beim Handaufheben an. Beim Wirtschaftsplan der WiFöG wies SR Christof Lugeder auf den zu niedrig angesetzten Betrag für die Instandhaltungsrücklagen hin, die bei weitem nicht den Standardwerten ähnlichen Umfangs wie der alten Brauerei entsprächen. Bevor es zu den Verabschiedungen kam, trugen SR Rabanter und SR Dr. Stegbauer noch Bürgeranliegen vor. Zum einen wurden wilde Müllablagerungen (altes Sofa) bei Kleidercontainern bemängelt, zum anderen der Wunsch nach Verkehrsüberwachung in der Weinbergstraße (unzumutbare LKW-Durchfahrten und Geschwindigkeits-überschreitungen) sowie dem Aufstellen weiterer Sitzbänke entlang des Geh- und Radwegs auf dem Damm an der B388 Richtung Zainach geäußert. Der BGM versprach schnellstmögliche Abhilfe.
Die Bandbreite der Dienstjahre der "Ausscheider" erstreckte sich von drei Jahrzehnten bis sechs Jahre. Die einzelnen Würdigungen enthielten jeweils eine kurze Laudatio, waren aber je nach Länge der Zugehörigkeit gestaffelt: Dankesurkunden und Geschichtstaler bis zum einfachen Händedruck. Die jeweiligen Abschiedsworte waren getragen von Dank, Allgemeinplätzen und etwas Wehmut mit reichlich Zuckerguss überzogen. Eine Ausnahme hierzu bildete UWG-Stadtrat Helmut Gabriel, der in seinem etwas umfangreicheren Rückblick an Momente ganz persönlichen Einsatzes erinnerte. Nicht ohne Stolz blickte er auf seine Initiative 2014 zum Erhalt des Grünzuges entlang des Leibinger Grabens zurück, wo nun weiterhin Fußgänger und Radfahrer fernab von Autoverkehr vom Schellenbruckplatz zum Rathausplatz schlendern könnten. Eine geplante Straße hätte diese grüne Achse durchschnitten. Heute hingegen findet sich hier Wohnbebauung mit Wohnraum für zahlreiche junge Familien. Er hätte es auch geschafft sogar einen ganz persönlichen Kommentar seitens der PNP zu erhalten. Eine ironische Spitze hierzu ließ er sich nicht nehmen. Es sei für ihn als Eggenfeldener durch und durch eine große Ehre gewesen, sich in den Dienst der Stadt zu stellen, er gratulierte dem BGM zur Wiederwahl und zollte allen im Gremium Dank, die leidenschaftlich und ohne Lagerdenken am Fortkommen der Stadt mitgewirkt hätten. Mit Helmut Gabriel verlieren wir auch einen engagierten Senioren- und Städtepartnerschaftsreferenten, der Jahrespläne für Aktivitäten im Jahr 2026 schon entwickelt hat. Wer diese Arbeit fortführen wird, wird die Zukunft zeigen. Neben der Darstellung zahlreicher Grundsätze für seine Arbeit schloss Helmut Gabriel mit dem Wunsch für das neue Gremium: Habt Mut auch mal gegen den Strom zu schwimmen. Denn wer gegen den Strom schwimmt, gelangt schließlich zur Quelle.

13/04/2026

Am Ostersonntag ist Dr. Herbert Kempfler, Ehrenbürger der Stadt Eggenfelden und u.a. Mitglied des Stadtrats von 1972 bis 1978 sowie von 1990 bis 1994, verstorben. Die UWG gedenkt einer großen Persönlichkeit

Wir wünschen Ihnenfrohe Osternund entspannte Feiertage!
05/04/2026

Wir wünschen Ihnen
frohe Ostern
und entspannte Feiertage!

UWG Eggenfelden gratuliert Martin Koppmann zu seinem Erfolg bei der Stichwahl zum Landrat des Landkreises Rottal-Inn.Wir...
22/03/2026

UWG Eggenfelden gratuliert Martin Koppmann zu seinem Erfolg bei der Stichwahl zum Landrat des Landkreises Rottal-Inn.

Wir wünschen ihm für seine neue verantwortungsvolle Aufgabe viel Erfolg.

Für die kommenden Herausforderungen im Landkreis Rottal-Inn hoffen wir auf eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle unserer Heimat.

Stichwahl Landrat 22.3.26UWG unterstützt Martin KoppmannWeil er• Die Sanierung des Theaters an der Rott unterstützt• Sic...
16/03/2026

Stichwahl Landrat 22.3.26
UWG unterstützt Martin Koppmann
Weil er
• Die Sanierung des Theaters an der Rott unterstützt
• Sich für mehr Transparenz und Stärkung der Rechte des Kreistags einsetzt.
So ist es schriftlich zwischen UWG und FWG vereinbart.

10/03/2026

12,8 Prozent und damit DREI MANDATE sind das Ergebnis der Stadtratswahl für die UWG. Mit 15.612 Stimmen sind wir die dri...
09/03/2026

12,8 Prozent und damit DREI MANDATE sind das Ergebnis der Stadtratswahl für die UWG. Mit 15.612 Stimmen sind wir die drittstärkste Kraft geblieben, kommen gegenüber 2020 allerdings auf 4,3 Prozentpunkte und damit einen Sitz weniger; hier macht sich offenbar vor allem das Fehlen eines eigenen Bürgermeisterkandidaten bemerkbar.
Großen Dank jedenfalls an unsere Wähler und ein Riesenkompliment an alle Kandidaten und Unterstützer!
Für die UWG ziehen wieder Dr. Andreas Stegbauer, Klaus Kammergruber und Christoph Lugeder in den Stadtrat ein – und schieben weiter an!

Pressemitteilung der UWG Eggenfelden zur Informationsveranstaltung „Kalte Nahwärme“ am 28.02.2026 ______________________...
06/03/2026

Pressemitteilung der UWG Eggenfelden zur Informationsveranstaltung „Kalte Nahwärme“ am 28.02.2026
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Krisensicher, kostengünstig und klimaschonend. UWG informiert über innovative Wärmeversorgung

Wie wichtig eine autarke Wärmeversorgung ist, zeigt die aktuelle Entwicklung im Nahen Osten. Die Gefahr unkalkulierbarer Heizkosten bei Öl und Gas, gar Blockaden betrifft die Nutzer von „Kalter Nahwärme“ nicht. Sie beziehen ihren Wärmebedarf aus der heimischen Erde mittels oberflächennaher Geothermie: umweltfreundlich und stets verfügbar.
Auf Einladung der UWG Eggenfelden erläuterte der Vorstand des Kommunalunternehmens Markt Schierling Fritz Wallner wie dies technisch, finanziell und rechtlich funktioniere. Ortsvorsitzender Dr. Wolfgang Grubwinkler zeigte sich besonders erfreut, dass die Veranstaltung fraktionsübergreifend Resonanz fand. So informierten sich neben den Stadträten der UWG auch Vertreter der SPD und der Grünen für die Möglichkeiten dieses innovativen Konzepts.
Anstatt heißes Wasser in die einzelnen Gebäude zu leiten, habe man sich in Schierling, so der Referent, bei der Versorgung eines neuen Wohngebiets für die „Kalte Nahwärme“ entschieden. Basis sei die im Erdreich konstant vorhandene Wärme von 8 bis 14 Grad. Die „Wärmequellen“ lägen unter öffentlichen Grünflächen, Regenrückhaltebecken, einem Bolzplatz, Erschließungsstraßen und angepachteten weiter landwirtschaftlich nutzbaren Flächen. Diese Wärme werde in ungedämmten PE-Rohren und mittels eines darin fließendem Glykol-Wasser-Gemisches gewonnen und an die Wohngebäude weitergeleitet. Dort erfolge jeweils über eine „Sole-Wasser-Wärmepumpe“ die Erzeugung der für Heizung und Warmwasser benötigten Temperatur. Diese Art von Wärmepumpe benötige keinen Ventilator im Außenbereich und sei deshalb geräuschlos. Es sei sogar eine passive Kühlung der Räume möglich, was bei den steigenden sommerlichen Temperaturen immer wichtiger werde.
Eigentum und Betrieb von Netz und Wärmepumpe blieben beim Kommunalunternehmen, also in „öffentlicher Hand“. Die Kunden hätten so Kostensicherheit über Jahre hinweg, müssten lediglich neben festen einmaligen Anschlusskosten für die tatsächlich abgenommene Wärme und eine Grundgebühr aufkommen. Eventuelle Reparaturen und Service seien dabei im Festpreis inbegriffen.
Für Eggenfelden sei dieses Energiekonzept durchaus relevant, so Grubwinkler. Er könne sich gut vorstellen, dass z.B. für das Neubaugebiet in Rott am Wald eine Versorgung mit „Kalter Nahwärme“ klimaneutral und kosteneffizient erfolgen könne. Die anwesenden Vertreter der Stadtratsfraktionen fanden die Idee sehr charmant und für weiter verfolgenswert. Einhellig waren alle der Meinung, dass das Fallbeispiel Schierling wertvolle Anregungen und neue Erkenntnisse gebracht habe. Wesentlichen Anteil daran habe der lebendige und praxisnahe Vortrag des Referenten gehabt. Grubwinkler bedankte sich nach einer sehr intensiven Diskussion im Namen aller Teilnehmer bei Fritz Wallner – er habe für Eggenfelden neue Perspektiven und Chancen des Handelns aufgezeigt. Jetzt läge der Ball im Spielfeld der Kommunalpolitik.

Die UWG-Fraktion mit Unterstützung der SPD-Fraktion und der Grünen stellt zur Behandlung im Stadtrat folgenden Antrag:1....
05/03/2026

Die UWG-Fraktion mit Unterstützung der SPD-Fraktion und der Grünen stellt zur Behandlung im Stadtrat folgenden Antrag:

1. Prüfung einer Versorgung mit „kalter Nahwärme“ für das Neubaugebiet Rott am Wald West
2. Einholung von drei Angeboten für eine diesbezügliche Machbarkeitsstudie

Begründung:
In Neubausiedlungen steigt der Anteil an Wärmepumpen immer weiter. Im Jahr 2024 bereits auf über 80%. Die meisten davon sind Luft/Wasser-Wärmepumpen mit Platzbedarf und gewissen Geräuschpegeln im Außenbereich.
Aufgrund der immer kleineren Bauparzellen können die Bauwerber oft keine energetisch günstigere Versorgung mit Erdwärme installieren, da dafür die notwendige Fläche für Kollektoren fehlt. Eine Möglichkeit für energetisch günstige Kühlung fällt damit auch weg.
Eine sinnvolle Lösung für Neubausiedlungen wäre ein „Kaltes Nahwärmenetz“. Dieses versorgt die Häuser mit Wasser auf einem niedrigen Temperaturniveau (ca. 5-15°C). Als Wärmequelle können Erdkollektoren oder auch Tiefensonden dienen. Aufgrund des Grüngürtels um das Baugebiet und der geplanten Ausgleichsflächen steht eine große Fläche für Erdkollektoren zu Verfügung. Die Leitungen dafür können bzw. sollen ungedämmt verlegt werden. Damit dienen auch die Leitungen unter Straßen als „Wärmequelle“. Die Leitungen werden in rund 1,5 Metern Tiefe verlegt. In den ungedämmten PE-Rohren zirkuliert ein Glykol-Wasser-Gemisch, das die Bodenwärme aufnimmt und über Umwälzpumpen zu den Gebäuden transportiert. Sollten die vorhandenen Flächen nicht ausreichen, können auch benachbarte landwirtschaftliche Flächen (welche zukünftig nicht auch Wohnbauflächen werden) ebenfalls verwendet werden. Dafür ist eine Eintragung einer Grunddienstbarkeit notwendig. Negative Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Bewirtschaftung sind nicht zu erwarten.
Alternativ soll in der Machbarkeitsstudie auch eine mögliche Tiefenbohrung untersucht werden.
In den jeweiligen Häusern müssen dann Wärmepumpen zu Nacherhitzung installiert werden. Der Wirkungsgrad ist bei diesen Sole/Wasser- bzw. Wasser/Wasser-Wärmepumpen deutlich höher als bei Luft/Wasser-Wärmepumpen. Die Geräte werden im Gebäudeinneren installiert und sind deutlich geräuschärmer als Luft/Wasser-Wärmepumpen
Das BEW fördert Machbarkeitsstudien zu 50 %, Investitionskosten zu 40 % insofern mindestens 75 % der Energie aus regenerativen Quellen gewonnen wird. Insofern die Wärmepumpen über die Kommune bzw. Stadtwerke/KU errichtet werden, sind auch die Wärmepumpen zu 40 % förderfähig. Es ist zu klären, ob die erste Studie von ESB eine Förderung einer zweiten Studie verhindert.
Im Neubaugebiet Rott am Wald West entstehen ca. 30 Parzellen. Ein Großteil davon werden Einfamilienhäuser. Bei der Annahme von durchschnittlich 240 m² beheizte Fläche pro Parzelle und einer angenommenen Heizlast von 30 W/m² ergibt das eine notwendige Heizleistung von ca. 220 kW. Die durchschnittliche Entzugsleistung eines Flächenkollektors beträgt ca. 20 W/m². Für die notwendige Heizleistung von ca. 220 kW wäre dementsprechend eine Fläche mit Kollektor von weniger als 11.000 m² notwendig.
Die vorhandenen Grünflächen umfassen bereits ca. 13.000 m² (unten rot markiert). Anbindungsleitungen unter den Straßen bieten noch zusätzliche Entzugsleistung.

Eine vergleichbare Maßnahme hat der Markt Schierling in der Oberpfalz umgesetzt.
https://klimachancen.bayern/projekte/137/kaltes-nahwaermenetz-in-markt-schierling

Gez. Christoph Lugeder
UWG-Fraktion

Renate Hebertinger
SPD-Fraktion

Dagmar Herrmann/Eva-Maria Popp
Bündnis 90/Die Grünen

05/03/2026

UWG-Bericht zur Stadtratssitzung vom 10.03.2026:
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Die März-Sitzung des Stadtrats … wurde kurzfristig abgesagt, da der Haushaltsplan 2026 - trotz Vorberatung im Hauptausschuss - noch nicht beschlussreif sei und keine weiteren dringenden Tagesordnungspunkte vorlägen, so die Mitteilung aus dem Rathaus.
Allein wenn man sich in der Stadt umschaut, könnten einem durchaus ein paar Dinge einfallen, die dringend wären, meinen wir. Anscheinend wird der Begriff der Dringlichkeit aber unterschiedlich verstanden.

Explodierende Heizkosten bei Öl- und Gas? Versorgungsengpässe durch weltweite Krisen?Häuslebauer, die mit „Kalter Nahwär...
04/03/2026

Explodierende Heizkosten bei Öl- und Gas? Versorgungsengpässe durch weltweite Krisen?
Häuslebauer, die mit „Kalter Nahwärme“ heizen, betrifft dies nicht. Sie beziehen ihren Wärmebedarf aus der heimischen Erde mittels oberflächennaher Geothermie: krisensicher, kostengünstig und klimaschonend.
Wie das geht, zeigte die UWG Infoveranstaltung am 28.2.2026.
Das Praxisbeispiel Markt Schierling der Neuerschließung eines kommunalen Siedlungsgebietes macht Mut, ähnliches in Eggenfelden zu versuchen. Dr. Wolfgang Grubwinkler: „nehmen wir Rott am Wald als Einstieg“. Nicht nur UWG Stadträte, auch SPD und Grüne finden die Idee charmant. Sie wird weiterverfolgt.
Und wieder einmal: die UWG schiebt an!

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Mitterweg 16
Eggenfelden
84307

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