22/02/2026
Unsere Welt steht kurz vor dem Kollaps. Wir haben hier in Brandenburg schon heute z.B. ein Wasserproblem. Grundwasserstände sinken, Seen fallen trocken, Wälder sterben und trotzdem reden wir ernsthaft darüber, noch mehr Beton in die Landschaft zu gießen. Unsere Natur ist unser größter Schatz und unsere Lebensversicherung. Jede neue Straße wie die B 167 neu zerstört genau das, was uns in der Klimakrise am meisten schützt: Wälder, Moore, Böden, die Wasser halten und CO₂ speichern. Weltweit verlieren schon viele Menschen ihre Lebensgrundlage aufgrund unserer Art zu leben.
Bei der Podiumsdiskussion von „Pro Waldstadt“ zur B 167 neu im Familiengarten wurden respektvoll unterschiedliche Sichtweisen diskutiert. Wir sagen jedoch deutlich, wir reden über ein „Prestigeprojekt“ aus dem Bundesverkehrswegeplan, statt über marode Brücken, kaputte Schienen, fehlende Bahnverbindungen wie die RB 63 und einen Nahverkehr, der Menschen wirklich vom Auto unabhängig machen könnte. 90% des Verkehrs in Eberswalde ist hausgemachter Quell- und Zielverkehr – eine neue Trasse frisst Natur, schneidet Naherholungsräume auseinander und verschlingt Millionen, während die Entlastung minimal bleibt.
Die Wahrheit ist, noch immer reden selbst wir Grüne zu selten so deutlich darüber, wie radikal sich Verkehrspolitik ändern muss, wenn wir unsere Lebensgrundlagen erhalten wollen. Wirtschaft braucht gute Erreichbarkeit, aber sie braucht vor allem eine stabile, intakte Umwelt. Ohne Moore, Wälder und ein erträgliches Klima gibt es keine sichere Zukunft, weder für Betriebe noch für Jobs.kellner hat es auf dem Podium klar gesagt: Wenn sich die Welt ändert, müssen sich auch Planungen ändern. Er betont den Erhalt vor Neubau. Die B 167 neu steht für das Gegenteil. Zeit, dieses Projekt endlich zu beerdigen, sagen wir Eberswalder Grünen schon lange. Wir wollen unsere Energie lieber in einen echten Umbau stecken. Mehr Bahn, stärkerer ÖPNV, sichere Radwege, weniger motorisierter Nahverkehr und eine Stadt, die sich an der Klimarealität orientiert, nicht an einem Bundesverkehrswegeplan aus der fossilen Vergangenheit.