Initiative DU 26. August 1984

Initiative DU 26. August 1984 Durch Zufall sind wir während einer Recherche auf den Brandanschlag vom 26. August 1984 aufmerksam geworden. Sieben Menschen aus Adana starben dabei.

Erinnern heißt zuhören. 35 Jahre lang wurde nicht über Rassismus gesprochen.Wir wurden allein gelassen – Behörden, Polit...
15/08/2025

Erinnern heißt zuhören.
35 Jahre lang wurde nicht über Rassismus gesprochen.
Wir wurden allein gelassen – Behörden, Politik und sogar Ärzt:innen haben uns nicht geglaubt.
Erst nach 35 Jahren konnten wir zum ersten Mal mit unseren an die Öffentlichkeit gehen.
🕯 Unsere erste Gedenkveranstaltung 2019 stand unter dem Motto:
„Zuhören organisieren. Rassismus als Motiv untersuchen!“
Seitdem sind wir nicht müde geworden, unsere Forderungen hörbar zu machen:
🔍 Lückenlose Aufklärung
🕊 Würdevolles Gedenken
📚 Neue, rassismuskritische Bildungsarbeit & Geschichtsschreibung für ein diverses und solidarisches !
📖 In unserer Recherche haben wir festgestellt:
Es fehlen rassismuskritische Geschichtsschreibungen, die die Stimmen und Geschichten von Migrant:innen dokumentieren, die über Rassismus, aber auch Solidarisierung sprechen – und Erfahrungen aus ihrem Alltag rekonstruieren.
Geschichten, die nicht von Behörden, sondern aus dem Leben in einem anderen Duisburg kommen.
Aus dieser Arbeit ist entstanden:
📌 Ein Anderes Duisburg – in Zusammenarbeit mit Historisches Zentrum Duisburg und gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
Das Projekt verbindet Geschichtsforschung, Dokumentation und Bildungsarbeit – für eine rassismuskritische Erinnerungskultur und die Sichtbarkeit der Migrationsgeschichte.
🎙 Im Zentrum: -Interviews mit Zeitzeug:innen und Betroffenen.
Die zweite Episode erzählt vom Brandanschlag in der Nacht vom 26. auf den 27. August 1984, bei dem wir verloren haben:
🖤 Ferdane Satır (40)
🖤 Zeliha Turhan (18)
🖤 Rasim Turhan (18)
🖤 Songül Satır (4)
🖤 Ümit Satır (5)
🖤 Çiğdem Satır (7)
🖤 Tarık Turhan (52 Tage)

Erinnern heißt SolidaritätSeit 7 Jahren erinnern wir, die Betroffenen und Angehörigen, an den rassistischen Brandanschla...
09/08/2025

Erinnern heißt Solidarität
Seit 7 Jahren erinnern wir, die Betroffenen und Angehörigen, an den rassistischen Brandanschlag von 1984 in Duisburg-Wanheimerort. 35 Jahre hatte es gedauert, bis das erste Mal den Opfer öffentlich gedacht werden konnte und ihre Namen dem jahrzehntelangen Schweigen entrissen:
Ferdane Satır
Zeliha Turhan
Rasim Turhan
Tarık Turhan
Çiğdem Satır
Ümit Satır
Songül Satır

Dem voraus gingen unsere Selbstorganisierung, unser Vernetzen, unsere eigene Recherchearbeit und Solidarisierung mit anderen Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Unsere Arbeit war vor allem geprägt durch
die Initiative Duisburg 1984 und getragen von der Solidarität so vieler anderer Betroffener, Initiativen und solidarischen Menschen.

Am 26. August jährt sich der Brandanschlag zum 41. Mal. In den kommenden Wochen wollen wir gemeinsam gedenken und auch von unseren Kämpfen der letzten sieben Jahre erzählen.

Foto 1: Workshop "Es ist Zeit zu schreien – migrantisches Wissen und der NSU-Komplex", den wir zusammen mit dem NSU-Tribunal auf der Konferenz "Haymat" der Rosa-Luxemburg-Stiftung gegeben haben, 06.04.2019
Foto 2: Gedenkveranstaltung am 26.08.2020 in Duisburg-Wanheimer Ort.
Foto 3: Demonstration in Dresden, 24.08.2019.
Foto 4: Podiumsdiskussion im Anschluss an die Aufführung der NSU-Monologe in Hamburg am 31.01.2019, auf der wir zu Gast waren.

Liebe Freund:innen einer solidarischen und unteilbaren Gesellschaft, liebe Antifaschist:innen & Antirassist:innen,  Wie ...
06/08/2024

Liebe Freund:innen einer solidarischen und unteilbaren Gesellschaft, liebe Antifaschist:innen & Antirassist:innen,

Wie konnten 1984 sieben Duisburger:innen bei dem Brandanschlag ihr Leben verlieren, sich aber niemand daran erinnern? 1993 hat die Täterin zudem ein Geflüchtetenwohnheim in Duisburg in Brand gesetzt. Wie durch ein Wunder starb 1993 niemand. Verurteilt wurde sie 1996 wegen schwerer Brandstiftung für den Fall 1984 und für den Fall 1993 wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung. In dem Urteil wurden ihr keine rassistischen Motive nachgewiesen.
Als wir davon erfuhren, konnten wir nicht wegsehen.
Also haben wir uns entschlossen genauer auf die Brandanschläge und die Ermittlungen zu gucken: wir haben uns Türen zu Archiven eröffnet, Anwälte konsultiert, geschrieben, Fachdebatten organisiert, Interviews geführt und vor allem haben wir die Betroffenen gefunden und ihnen zugehört, bundesweit und lokal vernetzt, und dazu beigetragen, dass sie ihre Rechte durchsetzen konnten. Erst durch Vertrauen, Mut und Entschlossenheit der Überlebenden und Angehörigen konnten wir zusammen kämpfen und verändern.
WIR haben fortan über Rassismus und Rechtsextremismus gesprochen und wurden nicht müde darin. Wir haben Verwaltungen, Medien, Politik und Bildungsinstitutionen immer wieder mit unserer Arbeit konfrontiert und Gerechtigkeit eingefordert. In der ToreG-Studie des NRW-Innenministeriums wird Duisburg 1984 derzeit auf einen rechtsextremen Hintergrund überprüft. Vor 2018 hingegen sprach niemand von den Brandanschlägen in Duisburg.
Ein offizielles und würdevolles Gedenken an die Opfer lag den Betroffenen besonders am Herzen. Seit 2019 finden jährlich Gedenkveranstaltungen statt und 2023 wurde mit der Bürgermeisterin eine Gedenktafel vor dem Tatort eingeweiht. Es gibt nach unserer Arbeit belastbare Zweifel am Urteil und viele lehnen es daher ab. Deshalb steht auch auf der Gedenktafel, dass „Rassismus nicht konsequent überprüft wurde.“

Am 26. August 2024 ist das 40jährige Gedenken. Lasst die Betroffenen nicht allein, kommt zahlreich.
Informiert Euch über Termine bei Instagram .anderes.duisburg.

Danke für Eure Solidarität!
Eure Initiative Duisburg 1984

Heute in vier Wochen, am 26. AUGUST, zum39. Gedenktag erinnern wir in   anFerdaneSongülÇiğdem Ümit Zeliha Rasim Tarık   ...
29/07/2023

Heute in vier Wochen, am 26. AUGUST, zum
39. Gedenktag erinnern wir in an
Ferdane
Songül
Çiğdem
Ümit
Zeliha
Rasim
Tarık

Kommt nach Duisburg um 12 Uhr, solidarisiert euch mit den Überlebenden, Angehörigen und der Initiative!

Aufruf für die Gestaltung einer GedenktafelIn der Nacht vom 26. auf den 27. August 1984 wurde auf ein Wohnhaus in der Wa...
10/02/2023

Aufruf für die Gestaltung einer Gedenktafel

In der Nacht vom 26. auf den 27. August 1984 wurde auf ein Wohnhaus in der Wanheimer Straße 301 in Duisburg-Wanheimerort ein Brandanschlag verübt. Sieben Menschen kamen dabei ums Leben und weitere 23 wurden verletzt. Das Motiv ist Rassismus. Bis heute gibt es keine hinreichende Aufklärung und Gerechtigkeit. Die Initiative Duisburg 1984 und die Stadt Duisburg laden interessierte Künstler:innen zum Wettbewerb ein.

Hier die gesamte Ausschreibung online:https://inidu84.de/Aufruf%20Gedenktafel%20Duisburg1984.pdf

Weitere Infos wie Anforderungen und Kontakt gibt es hier: https://www.duisburg.de/allgemein/fachbereiche/opfer-des-brandanschlags-1984-in-wanheimerort-aufruf-fuer-die-gestaltung-einer-gedenktafel.php?fbclid=IwAR1PO7Q-WzK0usubpeQ32aEjtVyz0Ex3J7cn7nMkOSP7Lu5XZ9tb5hmDIJ0

Die Einreichung ist möglich bis 1. März an integration@stadt-duisburg

14/11/2022
02/09/2022

Im Gedenken an:

Ferdane Satır - 40 Jahre - Du bist nicht vergessen.

Songül Satır - 4 Jahre - Du bist nicht vergessen.

Ümit Satır - 5 Jahre - Du bist nicht vergessen.

Çiğdem Satır - 7 Jahre - Du bist nicht vergessen.

Zeliha Turhan - 18 Jahre - Du bist nicht vergessen.

Rasim Turhan - 18 Jahre - Du bist nicht vergessen.

Tarık Turhan - 50 Tage - Du bist nicht vergessen.

Gegen das Vergessen. Für die Aufklärung!

Am 26. August veranstaltete die Intitiative Duisburg 26. August 1984 die jährliche Gedenkveranstaltung für den rassistisch motivierten Brandanschlag auf das Haus in der Warnheimer Straße 301, in dem 7 Angehörige der Familie Satır und Turhan ums Leben kamen und 23 weiter verletzt wurden. Am 28. August fand außerdem eine Podiumsdiskussion mit Aynur Satır Akça (Überlebende des Brandanschlags in Duisburg 1984) und Gamze Kubaşık (Tochter des vom NSU ermordeten Mehmet Kubaşık) im Theater Duisburg statt. Im folgenden fassen wir die Rede der Veranstaltung und damit unter anderem die Geschehnisse der Nacht vom 26. Auf den 27. August 1984 zusammen.

7 Menschen starben bei dem Feuer und weitere 23 Menschen wurden verletzt. Das Haus wurde ausschließlich von Migrant:innen bewohnt, dennoch wurde ein rassistisches Tatmotiv schnell verworfen. Staatsanwaltschaft und Polizei fantasierten von einem Bandenkrieg. Doch Gespräche mit ehemaligen Nachbar:innen ergaben, dass es sich nicht um das persönliche Umfeld der Betroffenen gehandelt haben konnte.

Als die Täterin nach fast 10 Jahren gefasst wurde, sprach man trotz ihres Geständnisses nicht von einem politischen Motiv, sondern identifizierte sie als Pyromanin. Der Brandanschlag geriet in das Vergessen. Nicht aber für die Familien Satır und Turhan. Die versprochene Gedenktafel wurde bislang nicht angebracht. Die Erinnerung lebt fort in der Gedenkveranstaltung, die hier jährlich ausgerichtet wird.

Wir danken allen solidarischen Menschen für die Unterstützung, insbesondere der Überlebenden vom 9. Oktober in Halle Talya Feldman, den Überlebenden von Mölln 1992 Ibrahim Arslan, Kutlu Yurtseven und Ali Şirin vom Bündnis "Tag der Solidarität /Kein Schlussstrich Dortmund".

Gemeinsam und solidarisch erinnern in Duisburg!Am 26. August gedenken wir gemeinsam mit Angehörigen am ehemaligen Wohnha...
22/08/2022

Gemeinsam und solidarisch erinnern in Duisburg!

Am 26. August gedenken wir gemeinsam mit Angehörigen am ehemaligen Wohnhaus der Familie am Wanheimer Str. 301 in Duisburg, um 18 Uhr. Am 28. August, am Sonntag, gibt es um 18:30 Uhr ein Gespräch zwischen Aynur Satır Akça, Gamze Kubaşık und Lukas Bastisch. Anschließend wird im Duisburger Stadttheater das Stück "NSU-Monologe" gezeigt.

In Gedenken an:Ferdane Satır (40) Çiğdem Satır (7) Ümit Satır (5) Songül Satır (4) Zeliha Turhan (18) Rasim Turhan (18) ...
18/08/2022

In Gedenken an:
Ferdane Satır (40)
Çiğdem Satır (7)
Ümit Satır (5)
Songül Satır (4)
Zeliha Turhan (18)
Rasim Turhan (18)
Tarık Turhan (50 Tage)

Die Familien Satır und Turhan laden gemeinsam mit der Initiative Duisburg 1984 ein, der sieben Opfer des Brandanschlags ...
09/08/2022

Die Familien Satır und Turhan laden gemeinsam mit der Initiative Duisburg 1984 ein, der sieben Opfer des Brandanschlags vom 26.08.1984 zu gedenken:

Ferdane Satır (40)
Çiğdem Satır (7)
Ümit Satır (5)
Songül Satır (4)
Zeliha Turhan (18)
Rasim Turhan (18)
Tarık Turhan (50 Tage)
wurden in der Nacht vom vom 26. auf den 27. August 1984 durch einen Brandanschlag aus dem Leben gerissen. Weitere Angehörige der Familien und Anwohner*innen des Hauses wurden schwer verletzt und haben nur durch Glück überlebt. Rassismus als Tatmotiv wurde damals nicht konsequent überprüft, weshalb es bis heute keine hinreichende Aufklärung und Gerechtigkeit gibt. Zur Mahnung muss deshalb heute über Rassismus gesprochen und an die Opfer erinnert werden.
Ihr seid nicht vergessen!

26.08.2022, 18 Uhr – Stilles Gedenken an der Wanheimer Straße 301, Duisburg
28.08.2022, 18.30 Uhr – Podiumsgespräch mit Ali Şirin, Gamze Kubaşık, Lukas Bastisch und Aynur Satır Akça – Theater Duisburg
19.30 Uhr – NSU-Monologe – Theater Duisburg

Podcast unbedingt anhören: Schwarz Rot Blut Folge 4 über den rassistischen Brandanschlag in Duisburg 1984Kollektives, in...
01/06/2022

Podcast unbedingt anhören: Schwarz Rot Blut Folge 4 über den rassistischen Brandanschlag in Duisburg 1984
Kollektives, institutionelles Versagen sowie kollektive Amnesie in Duisburg, sowohl 1984 als auch 1993: Für die Angehörigen und Überlebenden der Familie Satır und Turhan steht heute fest, dass es ein rassistischer Brandanschlag war. Sie haben nach fast vier Jahrzehnten viele unbeantwortete Fragen:
WARUM war die Feuerwehr einen Tag vor dem Brandanschlag an der Wanheimer Str. 301?
WARUM wurde den Hakenkreuzen an der Hausfassade nicht nachgegangen?
WARUM wurden die rassistischen Anrufe nach dem Brandanschlag in der Bäckerei – deren Besitzer*innen in der Tatnacht Hilfe leisteten – in Verbindung mit dem Brandanschlag ignoriert?
WARUM hat sich der Verfassungsschutz Ende der 1980er Jahre für den Fall interessiert? WAS haben diese Untersuchungen ergeben?
WARUM war vor allem die Tatsache, dass die mutmaßliche Täterin zwei vorsätzliche Brände in Häusern von Eingewanderten legte, kein Anlass für umfassende Ermittlungen nach einem politischen Motiv?

Am 26. August 1984 wird im Duisburger Stadtteil Wanheimerort ein Mehrfamilienhaus angezündet. Im Haus wohnen viele Menschen, die als sogenannte Gastarbeiter:innen nach Deutschland gekommen sind. Sieben Mitglieder der Familie Satır sterben in dieser Nacht: Döndü Satır, Ümit Satır, Çiğdem Sat...

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