17/05/2026
Der IDAHOBIT* ist für uns kein abstrakter Gedenktag. Er ist ein Tag, der uns daran erinnert, dass Q***rfeindlichkeit für viele von uns Alltag ist: im öffentlichen Raum, im Netz, manchmal sogar im eigenen Umfeld.
Viele von uns kennen die Blicke, die Sprüche, die Angst, nicht sicher zu sein. Und wir erleben gerade, wie sich das gesellschaftliche Klima wieder verschärft. Q***re Menschen werden zunehmend zur Zielscheibe politischer Kampagnen. Unsere Identitäten werden infrage gestellt, unsere Rechte relativiert, unsere Lebensrealitäten zum Streitgegenstand gemacht - auch hierzulande.
Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis politischer Entscheidungen und Debatten, die unsere Rechte infrage stellen oder bewusst relativieren. Wenn hart erkämpfte Fortschritte ausgebremst, verzögert oder zurückgedreht werden, sendet das ein fatales Signal: dass unsere Sicherheit und Gleichstellung verhandelbar seien.
Für uns als SPDqueer ist klar: Das werden wir nicht hinnehmen.
Wir erwarten von der Politik:
- dass sie queerfeindlicher Hetze entschieden entgegentritt – im Parlament wie auf der Straße,
- dass sie bestehende Schutzlücken endlich schließt, statt notwendige Reformen weiter zu verschleppen,
- dass sie queeres Leben aktiv schützt und stärkt – durch klare Gesetze und Aktionspläne, ausreichende Finanzierung und konsequentes Handeln,
- und dass sie Haltung zeigt, wenn unsere Rechte angegriffen werden – national wie international.
Wir wissen: Rechte werden nicht einfach gewährt – sie werden erkämpft und müssen verteidigt werden. Gerade jetzt.
Der IDAHOBIT* ist deshalb für uns ein Tag der Solidarität – aber auch ein Tag des Widerstands und der Entschlossenheit. Gegen Hass, gegen Rückschritte und gegen jede Form von Q***rfeindlichkeit.