17/06/2026
Wie sieht das Mitteldeutsche Revier von morgen aus? Mit dieser Frage im Gepäck begaben sich Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse aus Löbau und Ralbitz auf eine spannende „Zeitreise“ nach Lippendorf und Torgau. Zwei Tage lang erkundeten sie die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einer Region im Wandel – und wurden dabei selbst zu Zukunftsgestaltern.
Der erste Tag führte die Jugendlichen zunächst dorthin, wo die Geschichte des Mitteldeutschen Reviers bis heute sichtbar ist: ins Kraftwerk Lippendorf sowie den Tagebau Vereinigtes Schleenhain. Zwischen gewaltigen Anlagen und Maschinen, den weiten Landschaften des Braunkohleabbaus und spannenden Hintergrundinformationen wurde deutlich, welche Rolle die Braunkohle für die Region spielt – und welche Veränderungen nun bevorstehen und bereits im Gange sind.
Am Nachmittag wurde der große Saal im Schloss Hartenfels in Torgau zur Zukunftswerkstatt. Mit viel Kreativität entwarfen die Schülerinnen und Schüler ihre Visionen einer lebenswerten Heimat. In kleinen Gruppen gingen sie der Frage nach, was es braucht, damit junge Menschen gerne bleiben und ihre Zukunft vor Ort gestalten möchten. Rund um die Themen Wohnen, Mobilität, Bildung, Freizeit, Umwelt und Familie entstanden vielfältige Konzepte und spannende Zukunftsbilder – ein inspirierender Blick darauf, wie die Region von morgen aussehen könnte.
Nachdem die Köpfe der Jugendlichen den ganzen Tag auf Reisen waren, stand am Abend der Spaß im Mittelpunkt – bei Karaoke, Volleyball oder Tischtennis.
Aufbauend auf den am Vortag entwickelten Visionen schlüpften die Jugendlichen am 2. Tag in unterschiedliche Rollen und setzten sich mit den Herausforderungen der Umsetzung auseinander – mit dem Ziel, Strategien und Lösungsvorschlage zu entwickeln, wie ihre Utopie zu Wirklichkeit werden kann.
Beim anschließenden Speed-Dating mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft erhielten die Jugendlichen Einblicke in innovative Projekte und berufliche Möglichkeiten in der Region. Mit dabei waren die VW Gruppe, der GlasCampus Torgau sowie der Naturbau Campus aus Oschatz.
Und was bleibt nach zwei Tagen voller neuer Erfahrungen? Die Antwort der Jugendlichen: „Man kann richtig sehen, wie sich Sachsen und das Mitteldeutsche Revier verändern. Das macht Mut, hier nach der Schule seine Zukunft aufzubauen.“
Die Projekttage wurden gemeinsam mit der Sächsischen Jugendstiftung entwickelt. Das pädagogische Konzept orientierte sich gezielt an den Interessen, Fragen und Zukunftsvorstellungen der jungen Generation – und machte Strukturwandel auf anschauliche Weise erlebbar.