Seebrücke Dresden

Seebrücke Dresden Wir fordern: sichere Fluchtwege, Entkriminalisierung der Seenotrettung und menschenwürdige Aufnahme v

Was ist GEAS?GEAS steht für das Gemeinsame Europäische Asylsystem. Am 12 .Juni 2026 tritt seine sogenannte Reform eu-wei...
07/06/2026

Was ist GEAS?

GEAS steht für das Gemeinsame Europäische Asylsystem. Am 12 .Juni 2026 tritt seine sogenannte Reform eu-weit in Kraft. Sie soll die Migration in Europa steuern und regulieren - auf der Grundlage einer „Balance aus Verantwortung und Solidarität“.

Dabei geht es nicht um Solidarität mit Menschen auf der Flucht, sondern um die Solidarität der europäischen Mitgliedsstaaten untereinander. So umfasst GEAS die restriktivsten Ideen aller EU-Länder und erreicht damit vor allem eines: Die Abschottung Europas.

Menschen auf der Flucht müssen sich, ohne in die EU einreisen zu dürfen, einem Screening bis hin zur Abgabe biometrische Daten stellen. Danach fällt die Entscheidung, wer für ein Asylverfahren in die EU einreisen darf und wer im Asylgrenzverfahren verbleibt.

Asylgrenzverfahren bedeutet Haft in Lagern an den EU-Außengrenzen ohne Einreise in die EU. In die Lager kommen alle betroffenen Menschen: Alte und Junge, Kinder, Menschen, die allein unterwegs sind, Familien, Menschen, die zu besonders verletzlichen Gruppen zählen.

Wer die EU verlassen muss, kommt in Ausreisezentren, wer sich im falschen EU-Staat aufhält in Sekundärmigrationszentren. Weitere Quasi-Haft-Einrichtungen für das bessere „Migrationsmanagement der EU“.

Auch in der Dresdner Stauffenbergallee gibt es ein solches Ausreisezentrum. Dort wird den Menschen vorgeschrieben, wann sie das Haus verlassen dürfen. Wer sich nicht daran hält, kann für bis zu 2 Jahre in Asylverfahrenshaft kommen. Selbst Kinder sollen „wenn es dem Kindeswohl dient“ in diesen Hafteinrichtungen eingewiesen werden können.

Diese Realität ist weit entfernt von unserem Verständnis von Kindeswohl, Zugang zu rechtsstaatlichen Verfahren und Solidarität. Wir wollen eine EU die Menschen schützt, rechtsstaatliche Asylverfahren ermöglicht und würdige Aufnahmebedingungen schafft anstatt sich abzuschotten!

Solidarität statt Abschottung!

(for english see below)Liebe Menschen,am 12.06.2026 tritt GEAS europaweit in Kraft. Es ist der Tag, an dem die Friedensn...
02/06/2026

(for english see below)

Liebe Menschen,
am 12.06.2026 tritt GEAS europaweit in Kraft. Es ist der Tag, an dem die Friedensnobelpreisträgerin EU die Menschenrechte entsorgt.

Unter dem Motto "Sichtbar solidarisch – gemeinsam gegen Abschottung" werden wir gemeinsam mit vielen anderen an dem Tag von 16:00 bis 18:00 Uhr mit einer Veranstaltung auf dem Neumarkt präsent sein. Wir wollen deutlich zeigen, dass unsere Solidarität und unser Zusammenhalt stabil bleiben.

Es gibt Redebeiträge, Gesprächs- und Beratungsangebote, Platz zum Malen, Basteln und Spielen, Popcorn, Eis, Seifenblasen, Musik von Tini Bot und der Fiatelle Blaskapelle, Hip-Hop Tanzbeitrag von Dear Impending und mehr.

Abends gibt es in der Unterkirche der Frauenkirche den Film "Kein Land für Niemand" und im Anschluss daran die Möglichkeit, mit einem Seenotretter aus dem Film ins Gespräch zu kommen.
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Dear friends,
On 12 June 2026, GEAS will come into force across Europe. It is the day on which the Nobel Peace Prize-winning EU will discard human rights.

Under the slogan “Visibly in solidarity – together against isolation”, we will be joining many others at an event on Neumarkt from 4 pm to 6 pm on that day. We want to clearly demonstrate that our solidarity and unity remain strong.

There will be speeches, opportunities for discussion and advice, space for painting, crafts and games, popcorn, ice cream, soap bubbles, music by Tini Bot and the Fiatelle brass band, hip-hop by Dear Impending and many more.

In the evening, the film “No Country for Nobody” will be screened in the lower church of the Frauenkirche, followed by the chance to chat with one of the Sea rescuers of the film. The film will be shown with english subtitles.

Wir teilen das Statement vollumfänglich.
07/05/2026

Wir teilen das Statement vollumfänglich.

Danke allen, die heute mit uns gemeinsam dafür gesorgt haben, dass wenigstens auf einem kleinen Teil des Neumarkts Platz...
01/05/2026

Danke allen, die heute mit uns gemeinsam dafür gesorgt haben, dass wenigstens auf einem kleinen Teil des Neumarkts Platz für Menschenwürde blieb.

Gespräche, die meisten gut, ein Teil sehr anstrengend, Raum für Kreatives, Kaffee, Tee, Sandtaler und Brezeln von der VG Verbrauchergemeinschaft für umweltgerecht erzeugte Produkte e.G., selbstgebackener leckerer Kuchen, glippersüsse dänische Kekse und Musik im Hintergrund sorgten für kurzweilige 4 Stunden. Die AfD hat es gestört. Uns hat es gefreut.

Einen Wermutstropfen gab es zum Schluss: Die Handschuhe eines Rad fahrenden Demoteilnehmers erregen die Aufmerksamkeit der Polizei und zogen einen völlig unnötigen, erniedrigenden Übergriff nach sich.

Platz für Menschenwürde👉Am   sind wir von 12:00 bis 16:00 Uhr auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche.👉Wir freuen uns auf ...
26/04/2026

Platz für Menschenwürde

👉Am sind wir von 12:00 bis 16:00 Uhr auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche.
👉Wir freuen uns auf interessante Gespräche, eure Ideen für die Platzverschönerung mit Straßenmalkreide, schicke Buttons, für deren Herstellung wir alles dabei haben.
👉Wenn es klappt, gibt es auch lecker Kaffee von der VG Verbrauchergemeinschaft für umweltgerecht erzeugte Produkte e.G.

👉Für alle, die es brauchen, ist der Ort sicher im Sinne des Versammlungsgesetzes. Es gibt freien Zugang über die Augustusstraße und den Fürstenzug zur Kundgebung des DGB Dresden-Oberes Elbtal.

28/03/2026
Neue Eskalation der Repression gegen humanitäre Hilfe: Norwegen liefert eigenen Staatsbürger aus 😡Die norwegischen Behör...
25/03/2026

Neue Eskalation der Repression gegen humanitäre Hilfe: Norwegen liefert eigenen Staatsbürger aus 😡

Die norwegischen Behörden haben am Montag Tommy Olsen verhaftet, um ihn an Griechenland auszuliefern. Olsen ist Gründer des "Aegean Boat Report" (ABR). Die NGO sammelt Daten über Boote in der Ägäis und hilft so, dass weniger Menschen im Mittelmeer ertrinken.

Genau das soll laut den griechischen Staat nun Spionage, Führung einer kriminellen Vereinigung, Beteiligung an einem "Schleuserring" und Beihilfe zur "illegalen Einreise" sein. Olsen soll 2021 und 2022 mit diesem "Schleuserring" telefoniert haben und im Anschluss die Daten an griechische Behörden weitergegeben haben, damit die Geflüchteten einen Asylanträge stellen können. ABR hat lediglich Notrufe von Menschen auf der Flucht entgegengenommen und diese Informationen an die griechische und türkische Küstenwache weitergegeben, um ein Ertrinken zu verhindern. Hierfür drohen Olsen nun bis zu 20 Jahren Haft.

Es ist längst gängige Praxis, dass griechische Behörden humanitäre Hilfe kriminalisieren und dazu absurde Straftatbestände herbeikonstruieren. Mittlerweile versuchen sie, bereits das Hinweisen staatlicher Behörden auf Menschen als kriminell darzustellen. Dass andere europäische Staaten ihre eigenen Staatsbürger für ein solches Verfahren nach Griechenland ausliefern, ist eine neue Stufe der Eskalation. Tommy Olsen ist wohl der erste solche Fall - aktuell sitzt er in Norwegen in Haft.

Was würden wir sagen, wenn uns erzählt wird, es sei ein Verbrechen, die Polizei zu rufen? Genau dieselbe Reaktion muss die Verfolgung von Tommy Olsen hervorrufen! Freiheit für Tommy Olsen! Humanitäre Hilfe und Solidarität sind keine Verbrechen!

Erinnern heißt verändern.Erinnern heißt handeln.Erinnern heißt kämpfen.Erinnern heißt, zusammenzukommen und aufeinander ...
20/02/2026

Erinnern heißt verändern.
Erinnern heißt handeln.
Erinnern heißt kämpfen.
Erinnern heißt, zusammenzukommen und aufeinander achtzugeben.

Danke, dass ihr mit uns gemeinsam an Ferhat, Hamza, Said Nesar, Vili Viorel, Mercedes, Kaloyan, Fatih, Sedat, Gökhan und Ibrahim gedacht habt. Ihren Familien und Freund:innen gilt ebenso wie allen von rassistischer Gewalt und damit im Zusammenhang stehender staatlicher Repression unsere Solidarität.

Erneuter Angriff Italiens auf die zivile SeenotrettungDie italienische Regierung will die zivile Seenotrettung im Mittel...
16/02/2026

Erneuter Angriff Italiens auf die zivile Seenotrettung

Die italienische Regierung will die zivile Seenotrettung im Mittelmeer weiter einschränken. Sie kündigte ein Gesetzpaket an, das unter anderem darauf abzielt, humanitäre Schiffe ins Visier zu nehmen und zu blockieren. Damit werden mehr Menschen auf See sterben, die Fluchtroute über das Mittelmeer wird noch unsicherer.

Der Gesetzentwurf, der demnächst im Parlament besprochen wird, will Grenzverfahren und Rückführungen beschleunigen, die Liste der sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ um Ägypten und Tunesien erweitern, und die Abschiebung von Asylsuchenden in Drittstaaten auch ohne tatsächliche Verbindungen erleichtern. Damit droht Italien zum ersten Land zu werden, das den neuen Europäischen Pakt zu Migration und Asyl umsetzt, und damit einen schwerwiegenden Rückschritt beim Schutz der Grundrechte macht. Das Ergebnis ist eine Aushöhlung des Rechts auf Asyl und das Risiko, viele Menschen Verfolgung und unmenschlicher Behandlung auszusetzen.

Der Gesetzentwurf führt zudem nun die Möglichkeit ein, die Einfahrt von Schiffen in die Hoheitsgewässer für bis zu sechs Monate zu untersagen. Diese Maßnahme verstößt gegen das Völkerrecht und gegen Rettungsübereinkommen und untergräbt die unabdingbare Verpflichtung zur Seenotrettung. Die sogenannte Seeblockade wird durch vage definierte Umstände ausgelöst und gewährt der Exekutive einen weiten Ermessensspielraum. Sollte sie angewendet werden, bedeutet dies weniger Schutz, mehr Leid für Schiffbrüchige und weniger Schiffe, die bereit sind, auf See einzugreifen.

Es ist nicht hinnehmbar, dass die Regierung sowohl Menschen, die im Mittelmeer zu ertrinken drohen, als auch diejenigen, die versuchen, sie zu retten, als Bedrohung der nationalen Sicherheit betrachtet.

Die NGOs haben in einer gemeinsamen Pressemitteilung deutlich gemacht, dass sie weiterhin in voller Übereinstimmung mit dem Völkerrecht tätig sein werden, um auf See zu retten und Leben zu schützen, und sich weigern, wegzusehen. Wir fordern, dass das italienische Parlament den Gesetzesentwurf ablehnt! Asyl ist ein Menschenrecht, Seenotrettung ist Pflicht!

SAVE THE DATE: Dieses Jahr jährt sich zum sechsten Mal der rassistisch motivierte Mordanschlag, der am 19.02.2020 in Han...
15/02/2026

SAVE THE DATE:

Dieses Jahr jährt sich zum sechsten Mal der rassistisch motivierte Mordanschlag, der am 19.02.2020 in Hanau verübt wurde.

Wie jedes Jahr gilt: Kein Vergeben, kein Vergessen. Wir sagen ihre Namen, wieder und wieder: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.

Wir wollen den Opfern des Attentates an ihrem Todestag gedenken und ihre Erinnerung in den Köpfen der Menschen lebendig halten.

Am Donnerstag, den 19.02.2026 um 18 Uhr organisieren wir eine Kundgebung auf dem Jorge-Gomondai-Platz. Kommt dazu, nutzt den Raum zum Trauern und Gedenken, und bringt gern Kerzen mit.

Bitte verzichtet auf Partei-, National- und Organisationsfahnen.

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SAVE THE DATE:

This year marks the sixth anniversary of the racially motivated murder attack that took place in Hanau on February 19, 2020.

As every year: no forgiving, no forgetting. We say their names, again and again: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar and Kaloyan Velkov.

We want to commemorate the victims of the assassination on the anniversary of their deaths and keep their memory alive in people's minds.

On Thursday, 19.02.2026 at 6 pm we are organizing a rally on Jorge Gomondai Square. Come along, use the space to mourn and remember, and feel free to bring candles.

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