BSV Dortmund

BSV Dortmund Bezirksschüler*innenvertretung

Wir treffen uns jeden zweiten Freitag um 16:00 Uhr im Raum 213 des Fritz-Henßler-Hauses, schreibt uns bei Interesse :)

Die BezirksschülerInnenvertretung Dortmund ist der legitimierte Zusammenschluss aller SchülerInnenvertretungen von weiterführenden, Dortmunder Schulen aller Schultypen. Jegliche Vertreter*innen unserer Beschlussgremien sind basisdemokratisch gewählte Delegierte, welche die gesamte Schülerschaft Dortmunds vertreten. Diese Gremien sind die Bezirksdelegiertenkonferenz (BDK), die sich aus Vertreter*in

nen aller Schulen Dortmunds zusammensetzt und der Bezirksvorstand (BeVo), der auf jeder ersten BDK eines Schuljahres gewählt wird und die Schülerschaft Dortmunds nach außen vertritt.

Statement zur aktuellen Bildungskrise -  Schulöffnung nicht um jeden Preis:In anderen Ländern wie den Niederlanden, Groß...
29/04/2020

Statement zur aktuellen Bildungskrise -
Schulöffnung nicht um jeden Preis:

In anderen Ländern wie den Niederlanden, Großbritannien oder Frankreich, werden die Abschlussprüfungen dieses Jahr nicht stattfinden und die Schule beginnt erst wieder im September [1]. Hier in Deutschland aber müssen Schüler*innen wieder zur Schule und das voraussichtlich schon ab nächsten Montag [2]. Aktuell gehen Abiturient*innen und Schüler*innen anderer Abschlussjahrgänge auch wieder zur Schule - die Abiturprüfungen in NRW fangen z.B. am 12.05. an.

Wir finden das inakzeptabel!
Abiturient*innen bekommen keine Wahl zu einem Durchschnittsabitur und das, obwohl diese ihre Prüfungen in einer Pandemie schreiben müssen. Eine Pandemie, wie sie durch Sars-Cov-2 ausgelöst wurde, bedeutet eine extreme psychische Belastung für alle Beteiligten. Es kommt vermehrt zu häuslicher Gewalt, der Stress insgesamt nimmt zu - Eltern müssen mit Existenzängsten kämpfen [3-5] oder sind systemrelevant beschäftigt und arbeiten nur noch. Das ganze Leben der Schüler*innen stellt sich von einem Tag auf den anderen auf den Kopf. Eltern sind Teil der Risikogruppe, die Kinder gefährden somit ihre Eltern. Schulen sind nicht auf die Wiederaufnahme des Unterrichts vorbereitet und das Schulpersonal begibt sich selbst - oft auch Teil der Risikogruppe - ebenfalls in Gefahr. Häufig fehlt es in den Schulen an elementaren Dingen wie Papierhandtüchern und Seife. Die Lehrer*innen sind am Limit, Abschlussjahrgänge wie die 10er, werden aufgeteilt und „[...] Zum Teil nicht mehr von der*dem eigentlichen Fachlehrer*in unterrichtet. Die Lehrer*innen geben dennoch ihr bestes, uns auf die Abschlussprüfungen vorzubereiten und die Zeit wird sinnvoll genutzt." - Ben Rüther, stellvertretender Schülersprecher einer Dortmunder Gesamtschule, Jahrgang 10

Es wird deutlich, wie sehr das Wohl weiter Teile Gesellschaft in den Hintergrund gerückt wird. Wie bei der Klimakrise wird nicht auf die Wissenschaft gehört. Wir appellieren daran, den Empfehlungen der Wissenschaft zu folgen, gerade in Bezug auf den Infektionsschutz.

„[...] Jetzt müssen wir uns entscheiden, unsere und die Gesundheit der Familie aufs Spiel zu setzen oder unseren Abschluss. Außerdem hat man nicht das Gefühl, wirklich lernen zu müssen, weil dieser letzte Appell vor den Ferien fehlte. Die Motivation ist unten. Den ganzen Tag hört man von Corona, wird verunsichert und weiß gar nicht, was genau abgeht und man muss mit den Entscheidungen der Politik vieles riskieren, nur um einen "vernünftigen" Abschluss zu kriegen. Vergleichbar ist seit Corona nichts mehr wirklich." - S. Müller, Abiturientin aus Dortmund, NRW

Bei der Kultusministerkonferenz (KMK) am 16.04.2020 wurde beschlossen, dass der Schulbesuch zunächst freiwillig anzusehen sei (zumindest für Abiturient*innen in NRW). Das ist eine scheinheilige Freiwilligkeit, die bestehende Ungerechtigkeiten fördert. Ein privates Gymnasium in Dormagen schloss nach Kontakt eines Schülers zu Infizierten wieder, da die Schule über eine gute digitale Infrastruktur verfügt und die Vorbereitung auf die Prüfungen digital garantiert werden kann. Bei einer ähnlichen Situation in Duisburg an einer Gesamtschule ist dies nicht der Fall, die Schule öffnete wieder unter dem Druck der herannahenden Abiturprüfungen [6-7]. Diese Ungerechtigkeit entstünde nicht, wenn die Schulen weiterhin geschlossen bleiben.

„Als Abiturientin fühle ich mich wie ein Versuchskaninchen. Statt auf die Wissenschaft zu hören und auf die Empfehlung von Expert*innen, werden Schüler*innen wissentlich einer Gesundheitsgefahr ausgesetzt nur damit Armin Laschet sich für seine Kanzlerkandidatur profilieren kann. Damit verliert die CDU nicht nur eine neue Generation an Wähler*innen sondern sorgt auch erneut dafür, dass sich junge Erwachsene in diesem Land mit ihrem Interessen und Bedenken nicht ernst genommen fühlen. Diese Besessenheit auf Abiturprüfungen ist aus Sicht der Schülerschaft, Lehrerschaft und Elternschaft vollkommen verantwortungslos!“ - Lena Kah, Abiturientin aus Dortmund, NRW.

Die Entscheidung, die Schulen so früh wieder zu öffnen und um jeden Preis eine Abiturprüfung schreiben zu lassen, ist absurd. Wir solidarisieren uns mit allen, die in der jetzigen Situation besonders unter der Verantwortungslosigkeit der KMK zu leiden haben und fordern deshalb:

- Schulen erst zu öffnen, wenn es dazu von wissenschaftlicher Seite keine Einwände mehr gibt

- Durchschnittsabitur statt mit allen Mitteln durchgedrückte Prüfungen, sowie vergleichbare Lösungen für andere Abschlüsse

- Freiwillige Prüfungen, die den Abschluss verbessern, aber nicht verschlechtern können

Fridays for Future Dortmund und die BSV Dortmund

Quellen
[1] https://www.nzz.ch/international/coronavirus-weltweit-die-neusten-entwicklungen-ld.1534367 -die-lage-in-europa-second
[2] https://www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/Ministerium/Schulverwaltung/Schulmail/Archiv-2020/200418/index.html
[3] https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/dramatische-folgen-des-corona-stillstands-wirtschaftsexperten-befuerchten-verlust-von-bis-zu-1-8-millionen-jobs/25699196.html
[4] https://rp-online.de/wirtschaft/corona-krise-in-nrw-36000-studenten-nach-jobverlust-in-not_aid-50043181
[5] https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/wirtschaftskrise-corona-welche-hilfen-gibt-es-100.html
[6] https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/corona-schule-teilweise-wieder-geschlossen-100.html
[7] https://rp-online.de/nrw/landespolitik/schule-nrw-die-ersten-stellen-den-unterricht-wegen-corona-ein_aid-50274835

Workshop zum Thema Bildungssystem :) bisherige Ergebnisse: mehr praktischen Bezug, mehr Chancengleichheit, kleinere Klas...
15/02/2019

Workshop zum Thema Bildungssystem :) bisherige Ergebnisse: mehr praktischen Bezug, mehr Chancengleichheit, kleinere Klassen, eine bessere Finanzierung!

90 Schülis sind wir heute bei der BDK! Gleich geht's los!
15/02/2019

90 Schülis sind wir heute bei der BDK! Gleich geht's los!

Liebe Bezirksdelegierte, liebe interessierte Schülerinnen und Schüler! Die nächste BDK steht vor der Tür und zu dieser m...
12/02/2019

Liebe Bezirksdelegierte, liebe interessierte Schülerinnen und Schüler! Die nächste BDK steht vor der Tür und zu dieser möchten wir Euch ganz herzlich einladen. Stattfinden wird sie am Freitag, den 15.Februar 2018, im Rathaus. Inhaltlich dreht sich die BDK um die Wahlen des neuen Vorstands und das Arbeitsprogramm. Wir bitten Euch, pro angefangene 250 SchülerInnen Eurer Schule eine Delegierte oder einen Delegierten zur BDK zu schicken (zum Beispiel hat eine Schule mit 783 SchülerInnen vier Bezirksdelegierte). [ 115 more words ]

Liebe Bezirksdelegierte, liebe interessierte Schülerinnen und Schüler! Die nächste BDK steht vor der Tür und zu dieser möchten wir Euch ganz herzlich einladen. Stattfinden wird sie am Freitag, den …

10/02/2019

Hallo ihr Lieben,

seid ihr alle bereit für die BDK am nächsten Freitag?
Hier die Tagesordnung:

1. Begrüßung und Formalien
2. Workshops (voraussichtlich)
- How to Bezirksvorstand
- Geschlechtergerechtigkeit
- Fridays For Future
- Bildungsgerechtigkeit
- Das Bildungssystem auf dem Prüfstand
- Antifaschismus und Antirassismus in der SV
3. Verabschiedung eines Arbeitsprogramms
4. Wahlen eines neuen Bezirksvorstandes
5. Sonstiges
6. Verabschiedung

Wir freuen uns auf euch

03/04/2018

6.TAG DER - GEDENKEN AN DIE OPFER DES NSU

Vor 12 Jahren, am 04. April 2006, wurde Mehmet durch die rassistische Terrororganisation „Nationalsozialistischer Untergrund“ ermordet. Nach dem, was wir heute wissen, ist der „NSU“ mindestens für zehn , drei und mehrere verantwortlich.

Der NSU flog 2011 auf und enttarnte sich selbst. Die der fokussiert sich seitdem auf drei der bisher bekannten Täter/innen. Zahlreiche Medienproduktionen gibt es bereits über die Tätergruppe – ein breites Interesse an den Opfern vermissen wir nach 12 Jahren immer noch. Das Augenmerk darf nicht nur auf der rassistischen Terrorgruppe NSU liegen, sondern auch auf den Opfern und deren Angehörigen. Wir wollen aber nicht nur gedenken: Wir fordern aktives, politisches Handeln und eine solidarische Gesellschaft, welche sich dem Rassismus gemeinsam entgegen stellt.

Die ermittelte zunächst nur gegen die und Angehörigen der Opfer. Obwohl für viele Hinterbliebene offensichtlich war, wer zu der eigentlichen Tätergruppe gehörte, vernachlässigte die Polizei systematisch die Suche nach rassistischen Tatmotiven und Täter/innen. Stattdessen wurde auf rassistische Art die migrantische Community als Kriminelle abgestempelt. Weitere Morde hätten verhindert werden können, wenn die den Hinterbliebenen zugehört hätten. Wir fordern daher, dass institutioneller Rassismus, zum Beispiel in Form von Racial Profiling, im Justizwesen und im Polizeiapparat als solcher benannt und konsequent bekämpft wird.

Auch die Arbeit im, um und mit dem , die Rolle der V-Leute, muss transparenter und kritischer werden. Es ist kein Geheimnis, dass in diesem System rechte und rassistische Strukturen, wie der NSU aufgebaut, gefördert und gedeckt wurden und werden. Anstatt dieses System und seine mörderischen Konsequenzen zu hinterfragen, stehen dem Verfassungsschutz mittlerweile erweiterte Kompetenzen und finanzielle Mittel zur Verfügung.

Mit dem „Tag der Solidarität“ möchten wir, auch zum Ende des -Prozesses, der voraussichtlich im ersten Halbjahr 2018 nach etwa 400 Verhandlungstagen zu Ende geht, am 04. April erneut auf die Straße gehen. Auch am Tag der Urteilsverkündung, am „TAG-X“ wollen wir demonstrieren. Denn es ist ein Urteil zu erwarten, welches nicht das gesamte Netzwerk aufdeckt und verurteilt, den dieses wurde bis heute gar nicht aufgearbeitet und angeklagt. Der „NSU“ wurde bis heute nur als Trio mit einem kleinen Kreis von Helfern verstanden und wird auch wahrscheinlich so verurteilt.

„Ich bin froh darüber, dass es überhaupt zur Anklage kam und dass fünf Angeklagte ihre Strafe bekommen, aber das reicht mir nicht aus, weil ich wissen möchte wer noch am Tod meines Vaters mit beteiligt war.“ – Gamze Kubasik

Wir unterstützen die der Angehörigen nach umfassender und . Heute und auch nach der Urteilsverkündung! Wir wollen eine , in der wir gemeinsam unsere gestalten und Rassismus keinen Platz hat!

https://tagdersolidaritaet.wordpress.com/

21/09/2017

Es ist nichts Neues mehr, wenn von der AfD als rassistische und sexistische Partei gesprochen wird, die ihren Zuspruch durch das Aufbauen von Feindbildern erhält. Schuld an den Problemen unserer Gesellschaft haben ihrer Meinung nach Migrant*innen, Geflüchtete, LGBTQ*-Menschen und andere, die nicht d...

 Hitzige, aber gute Debatten während der APO-Beratung.
23/06/2017


Hitzige, aber gute Debatten während der APO-Beratung.

21/05/2017

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Dortmund
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